Sonnenfinsternis 2026

Sonnenfinsternis 2026
Ein grandioses Himmelsspektakel erwartet uns am Abend des 12. August. Der Mond wird sich zwischen die Erde und die Sonne schieben und letztere zu 93 Prozent verdecken. Mehr gibts erst in 55 Jahren wieder.

Darum gehts
Am 12. August 2026 erleben Teile Europas eine totale Sonnenfinsternis. Auch in der Schweiz wird von der Sonne nur noch eine dünne Sichel zu sehen sein: Der Mond wird sie dann bis zu 93 Prozent verdecken. Der Höhepunkt der Verdunkelung wird um 20.17 Uhr erreicht, kurz vor dem Sonnenuntergang. Für eine totale Finsternis über der Schweiz müssen wir bis zum 3. September 2081 warten. Ein aussergewöhnliches Himmelspektakel steht bevor. Der Mond direkt vor der Sonne vorbeiziehen. Das sorgt auf einem bis zu 319 Kilometer breiten Streifen von Grönland bis zu den Balearen für eine totale Sonnenfinsternis. Auch bei uns dürfte es bereits vor Sonnenuntergang spürbar dunkler werden. Die Sonnenscheibe wird um bis zu 93 Prozent verdeckt sein. Das ist selten. Einen solch hohen Bedeckungswert erlebten wir hierzulande letztmals am 11. August 1999. Damals waren je nach Standort sogar 92 bis 98 Prozent bedeckt.

Der Mond macht die Sonne zur Sichel
Da die Sonnenfinsternis am 12. August bei uns nur partiell ist, wird zum Zeitpunkt der maximalen Verdunkelung eine kleine, hell leuchtende Sonnensichel sichtbar bleiben. Wir werden also nicht, wie bei einer totalen Finsternis, dieses seltsame Nachtgefühl haben, das eintritt, obwohl es Tag ist. Aber es wird eine schöne Abnahme der Helligkeit geben, da wir nur noch sieben Prozent der Sonne sehen werden.

Höhepunkt bei uns ab 20.17 Uhr
Das Spektakel wird in Winterthur um 19.24 Uhr beginnen. Die maximale Verdunkelung wird um 20.17 Uhr erreicht. Weil dann die Sonne schon tief am Horizont steht, braucht es freie Sicht in Richtung Westnordwest. Um 20.43 Uhr ist Sonnenuntergang. Weiter südlich verschiebt sich alles um einige Minuten. In Genf wird das Phänomen am stärksten sein, mit einem Verdunklungsgrad von 91,8 bis 93,7 Prozent (je nach Berechnung). Je weiter man in die Deutschschweiz geht, desto geringer wird die Bedeckung. So wird sie in Zürich noch 88,8 bis 92,6 Prozent betragen. Aber das menschliche Auge wird den Unterschied nicht sehen.

Ein amüsanter Zufall
Das Phänomen der Sonnenfinsternis sei übrigens einem amüsanten Zufall zu verdanken, denn der von der Erde aus wahrgenommenem Durchmesser des Mondes sei fast gleich jenem der Sonne. Obwohl die Sonne 109-mal den Durchmesser der Erde und 400-mal den des Mondes hat. Es stellt sich heraus, dass die Entfernung, die uns vom Mond und der Sonne trennt, dazu führt, dass diese beiden Objekte die gleiche scheinbare Grösse haben.

Sonnenfinsternisse sind gar nicht so selten
In jedem Jahr gibt es zwei Sonnenfinsternisse, die irgendwo auf der Erde beobachtet werden können. Sie passieren immer dann, wenn der Neumond so exakt zwischen Erde und Sonne steht, dass seine Bahn die Erdbahn schneidet. Jedes dieser Ereignisse ist nur innerhalb der 7000 Kilometer breiten Spur des Halbschattens des Mondes sichtbar, die einen Teil der Erde überstreicht. Der Streifen, auf dem eine totale Sonnenfinsternis beobachtet werden kann, ist dagegen nur einige Dutzend bis wenige hundert Kilometer breit, weshalb sie für jeden einzelnen Ort auf der Erde wirklich eine Seltenheit ist. Da die Mondbahn etwas unregelmässig ist, ereignen sich die beiden Sonnenfinsternisse nicht immer zur gleichen Zeit – dieses Jahr im Februar und eben im August. Die ringförmige Finsternis vom 17. Februar spielte sich über dem äussersten Süden Chiles und Argentiniens sowie über der Antarktis und über dem Südosten Südafrikas ab. Die übernächste Sonnenfinsternis über der Schweiz wird dann am Vormittag des 2. August 2027 stattfinden. Dann wird die Sonne zu rund 55 Prozent verdeckt sein. Für die nächste totale Finsternis muss man hierzulande bis zum 3. September 2081 warten…

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