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Schloss Hohenschwangau

Schloss Hohenschwangau
Heute habe ich das wunderschöne Schloss Hohenschwangau besucht. Das Schloss Hohenschwangau liegt direkt gegenüber von Schloss Neuschwanstein im Ortsteil Hohenschwangau der Gemeinde Schwangau bei Füssen in Bayern.

Geschichte
Erstmals wurde das Schloss im 12. Jahrhundert als Burg Schwanstein erwähnt, als Sitz der Edlen vom Schwangau. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Besitzer, die Burg verfiel, wurde neu aufgebaut und wieder zerstört. Im Jahr 1832 erwarb König Maximilian II. (damals noch Kronprinz Maximilian) die Ruine und liess sie von dem Architektur- und Theatermaler Domenico Quaglio (1787-1837) im Stil der Neugotik umbauen (bis 1837). Bezeichnenderweise machte der König den Maler Quaglio zum Oberbauleiter und ordnete ihm den Architekten Georg Friedrich Ziebland nur bei. Der im praktischen Bauwesen unerfahrene Quaglio verausgabte sich derart, dass er kurz vor Vollendung des Baus starb. Fortgeführt wurden die Arbeiten durch den Münchner Architekten Joseph Daniel Ohlmüller. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Namen der Burg Schwanstein und der Doppel-Burg Vorder- und Hinterhohenschwangau vertauscht. Erstere heisst heute Hohenschwangau, letztere Neuschwanstein. Das Schloss diente der königlichen Familie als Sommerresidenz und war die Kinderstube Ludwigs II. Seine Mutter Marie von Bayern (1825–1889) lebte nach dem Tod ihres Sohnes noch fast drei Jahre in Schloss Hohenschwangau, bevor sie dort verstarb. Adalbert von Bayern zog sich 1941 nach Schloss Hohenschwangau zurück, nachdem er durch den sogenannten Prinzenerlass als „wehrunwürdig“ aus der Wehrmacht ausgeschieden war. Der heutige Eigentümer des Schlosses ist der Wittelsbacher Ausgleichsfonds.

Baubeschreibung
Das Schloss Hohenschwangau ist auf den Mauern der alten Burg erbaut worden. Die viergeschossige neugotisch überformte Anlage des Hauptbaus mit gelber Fassadenfarbe verfügt über drei Rundtürme mit polygonalen Aufbauten, der Torbau ist dreigeschossig. Im Hauptgebäude befindet sich heute ein Museum. Die Inneneinrichtung aus der Biedermeierzeit ist unverändert erhalten. Die Räume sind noch immer mit den Einrichtungsgegenständen aus der Erbauungszeit ausgestattet. Die Ausmalung der Räume erfolgte nach Entwürfen von Moritz von Schwind und Ludwig Lindenschmit. Die mehr als neunzig Wandgemälde wurden 1835-36 ausgeführt und behandeln Themen aus der deutschen Geschichte und der germanischen Sagenwelt. In diesem Zustand hat sich das Schloss bis heute erhalten. Im Talboden an der Nordseite unterhalb des Schlosses befindet sich der ursprünglich zum Schloss gehörende Schwanseepark, der heute stark zugewachsen ist. Der Park wurde angelegt nach Plänen von Peter Joseph Lenné.

Die Bildergalerie folgt in Kürze

Halloween im Legoland

Halloween im Legoland Günzburg
Heute war ich im Legoland in Günzburg, wo gerade Halloween zelebriert wird. Das Schloss ist mit gruseligen Spinnen und anderen gespenstischen Kreaturen dekoriert. In den Bäumen hausen zur Zeit ebenfalls gespenstische Kreaturen. Tolle Dekoraton findet Miketop. Das Legoland Deutschland in der bayerischen Stadt Günzburg wurde am 17. Mai 2002 eröffnet und wird jährlich von etwa 1,3 Millionen Menschen besucht. Dem Unternehmen gehört ein Areal von 140 Hektar. Davon sind 70 Hektar bebaut, wovon etwa 20 Hektar aufParkplätze, 14 Hektar auf den Erlebnisbereich für Besucher und 8 Hektar auf das Legoland Feriendorf entfallen. Das Legoland begrüsste im Jahr 2005 bereits seinen fünfmillionsten Besucher und gehört somit zu den meistbesuchten Touristenattraktionen in Bayern. Das Legoland Deutschland wurde 2012 als freundlichster Freizeitpark ausgezeichnet.

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Die Herkunft und Etymologie von Halloween
Halloween, von All Hallows’ Eve benennt die Volksbräuche am Abend und in der Nacht vor dem Hochfest Allerheiligen, vom 31. Oktober auf den 1. November. Dieses Brauchtum war ursprünglich vor allem im katholischen Irland verbreitet. Die irischen Einwanderer in den USA pflegten ihre Bräuche in Erinnerung an die Heimat und bauten sie aus. Im Zuge der Irischen Renaissance nach 1830 wurde in der frühen volkskundlichen Literatur eine Kontinuität der Halloweenbräuche seit der Keltenzeit und Bezüge zu heidnischen und keltischen Traditionen wie dem Samhainfest angenommen. Bis heute werden entsprechende Mutmassungen des Religionsethnologen James Frazer zitiert. Seit den 1990er Jahren verbreiten sich Bräuche des Halloween von Frankreich aus auch im kontinentalen Europa. Dabei gibt es deutliche regionale Unterschiede. So wurden heimatliche Bräuche wie das Rübengeistern in das besonders kommerziell erfolgreiche Umfeld adaptiert, genauso nahmen traditionelle Kürbisanbaugebiete wie die Steiermark Halloween auf. Das Wort Halloween, in älterer Schreibweise Hallowe’en, ist eine Kontraktion von All Hallows’ Eve, benennt den „Tag vor Allerheiligen” (wie auch bei Heiligabend, englisch Christmas Eve). Der Bezug von Halloween zum Totenreich ergibt sich aus dem Fest Allerheiligen und dem darauf folgenden Gedächtnis Allerseelen, an dem die Katholiken ihrer Verstorbenen gedenken. Laut Encyclopædia Britannica stammt Halloween aus alten keltischen Bräuchen.

Nessie-Schnappschuss

Nessie-Schnappschuss ist eine Fälschung
George Edwards, Touristen-Skipper auf dem berühmten Loch Ness in Schottland, hat enthüllt, dass sein weltberühmter Schnappschuss des Monsters «Nessie» aus dem Jahr 2012 eine Fälschung ist. Im August 2012 hatte Edwards in der britischen Zeitung «Daily Mail» stolz verkündet, das sagenumwobene Monster von Loch Ness vor der Linse gehabt zu haben. Vor dem Hintergrund des am See gelegenen Urquhart Castle sei ein «dunkelgraues Etwas» an seinem Boot vorbeigeschwommen. Die Aufnahme des Fabelwesens ging um die Welt und galt laut Aussage eines Monsterexperten als bestes existierendes Foto von Nessie. «Ich habe mir nur einen Spass erlaubt», gesteht George Edwards heute. Mit einem Plastikobjekt aus Fiberglas habe er Nessies Rückenflosse nachgestellt. «Ich bin stolz darauf, dass mein Foto Eingang in die Galerie der besten Nessie-Fälschungen gefunden hat – in einer Reihe mit dem Chirurgen-Foto.» Damit spielt Edwards auf das berühmte Nessie-Bild aus den 1930er Jahren an, das ein britischer Chirurg am Ufer des Loch Ness aufnahm und das sich später als Fälschung entpuppte. Nun hat auch Edwards zugegeben, bei der Aufnahme geschwindelt zu haben. Schuldig fühlt der Skipper sich deswegen nicht: «Wie wäre es Loch Ness all die Jahre ohne mein Foto gegangen?» Seine Bootstouren seien nach wie vor ausgebucht – und die hartnäckigen Nessiefans werden weiterhin Ausschau nach dem mythischen Monster halten.

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Fälschung von 1934
Auch das berühmte «Chirurgen-Foto» von Robert Wilson aus dem Jahr 1934 wurde als Fälschung enttarnt. Der britische Militärchirurg hatte damals einen Plastiksaurier auf ein Modellboot montiert und auf den Auslöser gedrückt. Nachdem nun auch George Edwards seinen Schwindel gestanden hat, bleibt Nessies Existenz unbewiesen.Nessie Monster Lochness Loch Ness Seeungeheuer Fabelwesen Miketop 2

Das Kenova Kürbis-Haus

Das Kenova Kürbis-Haus
Dies ist eine schöne Geschichte eines in West-Virginia lebenden Mannes, der zusammen mit Freiwilligen über 3000 Kürbisse schnitzt und jedes Jahr zu Halloween auf seinem Haus zeigt. Ric Griffith, der Mann hinter dem berühmten Kenova Kürbis-Haus hat seit 1978 mehr als 25‘000 Kürbisse geschnitzt. Jedes Jahr stellt er tausende von geschnitzten Kürbislaternen auf seiner Veranda, Dach und Hof seines 115 Jahre alten viktorianischen Hauses aus. Es ist irgendwie wie ein Kürbis Wunderland. Am ersten Donnerstag im September, beginnt Griffith die Gesichter auf hunderte von Kürbissen zu zeichnen. Das ist die Vorbereitung für das anschliessende sehr zeitraubende schnitzen. Er sagte, dass er nur noch etwa vier bis fünf Stunden Schlaf pro Nacht im Monat im Oktober bekommt. Er arbeitet sehr fleissig für die Halloween-Nacht für die tausenden Zuschauer, welche das Kürbis-Haus bewundern kommen. Viele Leute fragen mich, weshalb ich jedes Jahr diesen enormen Aufwand betreibe.  Meine Antwort darauf lautete: Es ist einfach schön zusehen, wie sich die Kinder und Erwachsene über diese Pracht freuen und jedes Jahr wieder kommen, um mein Kürbis-Haus zu sehen…

Wüsten dieser Welt

Wüsten dieser Welt
Gleissende Sonne, Trockenheit, Sandstürme aber auch klirrende Kälte in der Nacht – in Wüsten ist das Extreme völlig normal. Mehr als ein Drittel der Landmasse auf der Erde besteht aus Wüsten und Halbwüsten. In diesen unwirtlichen Gegenden haben Tiere und Pflanzen erstaunliche Tricks entwickelt, um unter den extremen klimatischen Bedingungen zu überleben. Auch Menschen leben in Wüsten, zum Beispiel die Tuareg. Das Nomadenvolk bewohnt unter anderem die Gebirge der Sahara.

Asien
Takla Makan
Das arabische “Takla Makan“ bedeutet auf Deutsch “ohne Wiederkehr“. Am Rand dieser lebensfeindlichen Wüste führte ein Teil der Seidenstrassen entlang: Händlerkarawanen zogen zwischen dem zweiten Jahrhundert vor und bis zum 15. Jahrhundert nach Christus über die Takla Makan nach China, Indien und zur Mittelmeerküste der heutigen Türkei. An der südlichen Route der Seidenstrassen leben heute Uiguren. In der alten Oasenstadt Hetian suchen einige von ihnen, wie Jahrhunderte zuvor, nach Jadesteinen. Der Fluss Khotan Darya schwemmt sie aus den Kunlun-Shan-Bergen in die Oase Hetian. Das Innere der Wüste ist kaum bewohnt. Auf 1500 Kilometern – einer Strecke zweimal so weit wie vom Bodensee nach Kiel – finden sich endlose Sandebenen, Felsen und Geröll. Auch Pflanzen wachsen dort kaum. Dafür sind Wanderdünen, die sich über die Ebenen wälzen, mitverantwortlich. Zu den wenigen überlebensfähigen Pflanzen gehören Tamarisken-Sträucher und Riedgräser.

Kysylkum und Karakum
In Turkmenistan, Usbekistan und Kasachstan breiten sich die Wüsten Kysylkum und Karakum aus. Sie nehmen zusammen mit mehr als 600.000 Quadratkilometern eine Fläche so gross wie Spanien und Portugal ein. Hier wurde eines der aufwändigsten Bewässerungsprojekte verwirklicht: Der Karakum-Kanal speist sich aus dem Amudarja, einem Zufluss des Aralsees. Mit 1500 Kilometern ist der Kanal so lang wie der Rhein und durchquert den Südwesten der extrem trockenen Karakum. Den Turkmenen bringt der Kanal lebensnotwendiges Wasser in ihre Oasen.

Gobi
In der Mongolei und im nördlichen China breitet sich die zweitgrösste Wüste der Welt auf eineinhalb Millionen Quadratkilometern aus. Die Wüste ist dreimal so gross wie Spanien. Das Wort “Gobi“ ist mongolisch und bedeutet schlicht “Wüste“. Die Chinesen nennen sie “Schamo“ für “Sandwüste“. Die Gobi ist geprägt von grünen Wiesen, kargen Steppen und zerrissenen Gebirgszügen. Ihre Sanddünen sind die mächtigsten der Welt, sie wachsen zu bis zu 400 Meter hohen Bergen an. Der Kölner Dom, gerade mal 150 Meter hoch, läge tief unter einer schweren Sanddecke begraben. In der Gobi wohnen kaum Menschen. Nur im Nordosten, dort wo die Wüste in Steppen und Weideland übergeht, züchten mongolische Nomaden Schafe und Kamele. Hier lebt zum Beispiel das Baktrische Kamel, das zwei Höcker, ein dickes Fell und lange Zotteln hat.

Wüsten der Arabischen Halbinsel
Die Region ist achtmal so gross ist wie Deutschland und besteht fast nur aus Wüste oder trockener Steppe. Nördlich von Saudi-Arabien schliesst sich zudem die Syrische Wüste an, die Teile von Syrien, Jordanien und Irak bedeckt. Ähnlich wie in der Sahara ist es in diesen Wüsten nachts sehr kalt und tagsüber extrem heiss. Von der Wüste Nefud im Norden wandert ein mächtiger Sandstrom, der vom Wind getrieben wird, über den Dahna-Gürtel langsam gen Süden. Nach 1500 Kilometern erreicht er die Grosse Arabische Wüste oder Rub al-Chali. Dort türmen sich Sandberge auf, bis zu 200 Meter hoch. Die grösste der Wüsten, die Rub al-Chali dehnt sich auf einer Fläche der Grösse Frankreichs aus und ist kaum bewohnt. Daher kommt auch ihr Name: Rub al-Chali heisst übersetzt “leeres Viertel“.

Kavir
Eine Salzkruste zieht sich über ein 400 Kilometer breites Becken. Es liegt mitten im Iran, südlich des Elburs-Gebirges. Weil es kaum regnet und die Sonne brennt, verdunstet in den iranischen Salzseen das Wasser. Zurück bleiben Salzkrusten. Regnet es ausnahmsweise, bilden sich gefährliche Sümpfe oder Salzseen. Trotz der unwirtlichen Gegend überleben in der Kavir, was übersetzt Salzwüste heisst, salzliebende Pflanzen. Der Tamariskenstrauch zum Beispiel ist noch salziger als der Boden. Deswegen kann er Wasser aufnehmen.

Negev
Die Wüste nimmt mehr als die Hälfte des Staates Israel ein. Sie bildet ein Dreieck, dessen Seiten vom Gaza-Streifen zur Südspitze Israels  und von dort zum Toten Meer führen. Aus dem Hebräischen übersetzt, bedeutet Negev oder Negeb “die Trockene“. Eine sandige, staubige Ebene breitet sich im Nordwesten aus, im Süden durchziehen Gebirge und Täler den Negev. Aus Felsen heraus wachsen dornige Kapernbüsche. Aus dessen Blütenknospen werden Kapern für Saucen und Salate gewonnen. Wenn es im Frühjahr regnet, entfalten sich in manchen Regionen ganze Blütenmeere aus weissen Kapernblüten. Die Israelis träumen schon seit der Staatsgründung Israels davon, den Negev in ein fruchtbares Land zu verwandeln. David Ben Gurion, der erste Ministerpräsident Israels, förderte die Besiedlung des Negev. Seit den 90er Jahren hat man Neueinwanderer aus Russland und Georgien ebenfalls dort angesiedelt. Inzwischen leben circa eine halbe Millionen Menschen im Negev.

Thar
In Indien verläuft die Wüste Thar entlang der pakistanischen Grenze. Sie nimmt mit 250.000 Quadratkilometern ein Gebiet der Grösse Grossbritanniens ein. In Pakistan geht sie in die Cholistan über. Steppen verwandeln sich nahe der Ländergrenze in Dünenmeere aus Sand. Die nomadischen Wüstenbewohner nutzen die spärlichen Pflanzen, zum Beispiel Akazienbäume, für die Dächer ihrer Lehmhäuser, als Brennholz und als Tierfutter. Sie züchten Kamele, Schafe und Ziegen. Daraus gewinnen sie Wolle und schmackhaftes Butterfett, das sie in Wüstenstädten wie Jaisalmeer verkaufen.

Afrika
Namib
Von Angola bis Südafrika zieht sich die Namib 2000 Kilometer an der Küste entlang. Im Norden dominiert Steinwüste, im Süden finden sich Sandmeere, so weit das Auge reicht. Die Namib ist extrem trocken. Die meiste Zeit hängt zwar Nebel über der Wüste, aber es regnet kaum. Dafür ist der kalte Benguela-Strom an der Atlantikküste verantwortlich. Die Pflanze Welwitschia mirabilis nutzt den Nebel der Namib für sich. Mit ihren Wurzeln, die seitwärts wachsen, saugt sie Nebelnässe aus den oberen Bodenschichten auf. So kann sie bis zu 1000 Jahre alt werden.

Kalahari
Sonne und Wind haben weiches Gestein zu feinpulvrigem Sand zerbröselt. Ein riesiges Sandbecken ist entstanden, das mehr als doppelt so gross ist wie Deutschland. Die Kalahari bedeckt halb Botswana und ragt in Südafrika und Namibia hinein. Die Ureinwohner “Kung“ haben einzigartige Strategien entwickelt, um in der 40 Grad heissen Wüste zu überleben. Sie kennen hunderte von Pflanzenarten und wissen, ob sie essbar sind, ob sie medizinische oder toxische Wirkung haben. Auf ihren tagelangen Jagden nach Kudu-Antilopen kauen sie kleine Stücke des Hoodia-Kaktus, der etwa so gross ist wie eine Zucchini. Sie unterdrücken damit ihr Hunger- und Durstgefühl. Den Kaktus hat auch die Pharmaindustrie als Diätmittel für sich entdeckt. Fremde Interessen bedrängen den Lebensraum der Kung: Diamant lagert im Boden der Kalahari, Unternehmen haben Jagdreviere für Touristen angelegt. Deshalb wurden die Reviere der “Kung“ eingegrenzt, die Ureinwohner zwangsumgesiedelt. Viele arbeiten als billige Arbeitskräfte auf Farmen oder als Fährtenleser für das Militär. Das Ausrufezeichen in “Kung“ steht übrigens für einen der vielen Schnalzlaute in der Sprache der Ureinwohner.

Sahara
Fast immer pfeift Wind über die Sahara hinweg. Tagsüber heizt sich die Wüste auf bis zu 55 Grad auf, nachts kühlt sie um 30 Grad auf mitteleuropäische Zimmertemperatur ab, im Winter sogar bis minus zehn Grad. Die Sahara ist mit Abstand die grösste Wüste der Welt. Sie erstreckt sich über elf nordafrikanische Länder. Von der Republik Sahara im Westen bis nach Ägypten ist es genauso weit wie von Brüssel über den Atlantik nach New York. Auf 6000 Kilometern wechseln sich Geröllwüste, Sanddünen und Gebirge ab. Arabische Nomadenstämme bezeichnen mit “es-ssah-ra“, eine wüste Ebene in den Farben gelb und rot. Eines der bekanntesten Nomadenvölker ist das der Tuareg, wahrscheinlich ein Berbervolk, das vor der Islamisierung nach Süden geflohen ist. Die Tuareg, deren Männer einen blauschwarzen Gesichtsschleier tragen, leben unter anderem im Hoggargebirge der Sahara. Sie hüten Dromedare, Ziegen und kultivieren in Oasen Dattelpalmen und Gemüse.

Südamerika
Atacama
Der Pazifik und das 6000 Meter hohe Andengebirge zwängen die Atacama ein. Auf einem schmalen Streifen zieht sie sich von Peru nach Chile am Westrand Südamerikas entlang. Oft bebt die Erde in der Atacama, Vulkane brodeln, heisse Quellen spucken Wasser. Schutt, Steine und Salzkrusten prägen die öde Landschaft. In ihrem Innern birgt die Wüste reiche Bodenschätze: Kupfer, Silber, Leichtmetalle wie Lithium und Salz sind für Chile eine wichtige Wirtschaftsgrundlage. Die Atacama ist eine der trockensten Wüsten der Welt. In der Kernwüste im Norden Chiles fällt ungefähr alle 30 Jahre Regen. Dafür hängt häufig Nebel über der Wüste. Die kugelförmige Bromelie Tillandsia kann nur deswegen überleben, weil sie sich vom Wind durch den Dunst treiben lässt. Aus der Luft saugt sie die Feuchtigkeit des Nebels auf.

Nordamerika
Nordamerikanische Wüsten
Das Great Basin mit 600.000 Quadratkilometern ist die grösste der vier nordamerikanischen Wüsten. Es bedeckt eine Fläche, die der von Spanien und Portugal entspricht. Die Gebirge Sierra Nevada im Westen und die Wasatch-Kette im Osten keilen das Great Basin ein. Auch die anderen Wüsten Mojave, Sonora und Chihuahua sind von Gebirgen umgeben. Die Mojavewüste ist bekannt für den heissesten Punkt der Erde: das Death Valley. Hier wurden schon Temperaturen von 57 Grad Celsius gemessen. In den meisten Wüsten wie der Mojave oder Chihuahua wurden Nationalparks eingerichtet. In der Chihuahua, so wirbt der Big Bend Nationalpark, können Besucher zum Beispiel Kängururatten mit ihren langen Hinterbeinen beobachten. Sie sind in der Lage, Nahrung in ihrem Körper in Wasser zu verwandeln.

Australien
Australische Wüsten
Ein Viertel Australiens besteht aus Wüste. Die Tanamiwüste, die Grosse Sandwüste, die Gibson- und die Grosse Victoriawüste gruppieren sich um Gebirge wie die Macdonnell-Kette im Zentrum Australiens. Die Grosse Sandwüste im Nordwesten ist die grösste australische Wüste. Sie ist mit 360.000 Quadratkilometern so gross wie Deutschland. Durchschnittstemperaturen von 40 Grad im Sommer und jahrelang ausbleibender Regen führen dazu, dass die Grosse Sandwüste in weiten Teilen völlig unbewohnt ist. Nur an der Nordwestküste leben einige Schafzüchter.

Antarktis
Auch die Antarktis ist eine Wüste, eine wunderschöne bizarre Eiswüste.

Wer hat die Nummer 1

Wer hat die Nummer 1?
Die begehrteste Autonummer jedes Kantons ist die Nummer 1. Darum wird sie manchmal geklaut, wie in St. Gallen. Die Nummer tragen meist nur ganz spezielle Fahrzeuge. Hier wurde für Sie ausfindig gemacht, welche grosse Nummer die kleine Ziffer hat. Eine tiefe Kontrollschild-Nummer ist in der heutigen Zeit ein Luxusgut. Herr und Frau Schweizer zahlen in Auktionen viel für eine tiefe oder spezielle Nummer. Die «1» ist für Zahlenfetischisten die ganz grosse Nummer. In Bern gebührt den Taxis die Ehre, Autonummern bis 999 zu tragen. Das älteste und grösste aller Taxi-Unternehmen der Stadt Bern, Nova Taxi, hat BE 1. «Seit der Fussball-WM in Bern von 1954 haben wir diese Nummer», sagt Geschäftsführer Hans Schuler. Die tiefe Nummer ist sein ganzer Stolz und ein wichtiger Werbefaktor. «Immer wieder wird unser Taxi wegen seiner Nummer fotografiert. Auch zu Hochzeiten, Geburtstagen und anderen Feierlichkeiten verlangen die Kunden gerne unsere Nr. 1.»

Der Staat und die Nummer 1
Nur wenige Nummer-1-Fahrzeuge sind so öffentlich zugänglich wie die in Bern. Im Aargau dürfte eine Fahrt mit AG 1 eher unfreiwillig geschehen. Die Nummer gehört traditionell der Polizei. «In der Regel fährt einer unserer neusten Patrouillenwagen mit der Nummer 1», sagt ein Mediensprecher der Kantonspolizei. In anderen Kantonen hat die Exekutive das Privileg die Nummer 1 zu sein. So werden in Graubünden und Nidwalden die Regierungsräte und deren Gäste in den Limousinen mit GR 1 und NW 1 herumkutschiert. Im Bündnerland, wo die Regierung gleich die zwei tiefsten Nummern besitzt, steht GR 1 in erster Linie dem Präsidenten zu. Die 2 gehört dem Regierungsrat.

Hier ist die 1 noch zu haben!
Noch nicht vergeben ist die erste Ziffer im Kanton Basel-Stadt. Während man die anderen einstelligen Nummern versteigert hat, ist die 1 noch nicht zugeteilt. «Wir wissen noch nicht, was damit passieren soll», sagt Martin Schütz, Sprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements. Auch im Thurgau schlummert TG 1 in den Regalen des Strassenverkehrsamts. «Sie wird vielleicht irgendwann versteigert», sagt Geschäftsführer Ernst R. Anderwert. Ersteigern kann man auf einer privaten Auktionsplattform bereits SH 1 und 2.

Seit Generationen in der Familie
Einige Schilder befinden sich aber seit Jahrzehnten in Privatbesitz. Zum Beispiel in Baselland, Glarus, Schwyz, Solothurn und Uri. SZ 1 gehört einer alteingesessenen Familie, die das Schild bereits im Jahr 1940 erworben hat. BL 1 und GL 1 prangen auf Wagen von Autohändlern, die ebenfalls schon seit mehreren Generationen in Besitz des Nummernschilds sind. Ganz anders bei SO 1. Diese Autonummer war nämlich eine der ersten der Schweiz, für die bei einer Versteigerung eine richtig hohe Summe bezahlt wurde: Berufsschullehrer Mario S. ersteigerte das Schild 1994 für 20 000 Franken. Die hohe Summe des Solothurner Lehrers wurde aber bald übertroffen. 1998 bot ein Zürcher 131 000 Franken für die Nummer ZH 1000. Das ist die tiefste Nummer, die in Zürich ein Privater erhalten kann. Die Nummern bis 999 sind in Zürich für Autohändler reserviert. Ob aber jemand ZH 1 besitzt, darf beim Strassenverkehrsamt niemand sagen. «Diese Daten sind für die Öffentlichkeit gesperrt», sagt Andreas Koch, Leiter Zulassung beim Strassenverkehrsamt.

Wie überall gibt es Neider
Die begehrten Schilder rufen auch Neider auf den Plan. So wurde letzten Sommer der St. Galler Feuerwehr die SG 1 gestohlen und die BL 1 kam schon zweimal weg. Das ist für jeden Halter ein riesen Ärgernis. Bis ein neues Nummernschild zur Verfügung steht, darf das Auto nicht mehr gesteuert werden. Kommen sogar beide Schilder weg, wird die Nummer für mehrere Jahre gesperrt. So wird in Zukunft bei der Feuerwehr statt mit der 1 mit der SG 215 125 ausgerückt. Nova Taxi macht die Nummer 1 darum mit Nieten am Taxi fest. «Ein Verlust wäre schwerwiegend. In Bern müssten wir 15 Jahre warten, bis wir die Nummer wieder zurückerhielten», sagt Inhaber Hans Schuler.

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