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Nadir-Krater vor Guinea

Nadir-Krater vor Guinea
Der Asteroid, der die Dinosaurier ausgelöscht hat, war kein Einzelfall: Forschende haben herausgefunden, dass im selben Zeitraum ein weiterer Himmelskörper mit 72’000 km/h vor Guinea eingeschlagen ist.

Die Existenz des Nadir-Krater haben Uisdean Nicholson und seine Kollegen bereits vor zwei Jahren enthüllt: 400 Kilometer vor der Küste des westafrikanischen Landes Guinea in 300 Meter Tiefe liegt eine Ausbuchtung mit einem Durchmesser von 9,2 Kilometern. Mit anderen Kollegen hat Geologe Nicholson von der Heriot-Watt University in Edinburgh nun herausgefunden, was diese riesige Narbe auf dem kontinentalen Schelf verursacht hat: Vor 65 bis 67 Millionen Jahren ist dort ein Asteroid mit 72’000 km/h einschlagen. Der neuen Studie zufolge war dieser Asteroid nur 400 Meter gross, doch seine Kraft war so stark, dass das Sediment unter dem Meeresboden schmolz, was zu Verwerfungen des Bodens führte. Tausende von Quadratkilometern wurden demnach verwüstet.

800 Meter hoher Tsunami
Der Tsunami, der durch den Einschlag ausgelöst wurde, soll über 800 Meter hoch gewesen sein. «Am ehesten hat die Menschheit so etwas beim Tunguska-Ereignis 1908 gesehen, als ein 50 Meter grosser Asteroid in die Erdatmosphäre eingedrungen und am Himmel über Sibirien explodiert ist», sagt Nicholson dem «Guardian». Der Nadir-Krater ist am Ende der Kreidezeit entstanden: Der Einschlag fällt in denselben Zeitraum wie derjenige, der den Chicxulub-Krater im Norden der Halbinsel Yucatan in Mexiko geformt hat, der mit zirka 180 Kilometer Durchmesser jedoch bedeutend grösser ist. Der Asteroid, der ihn verursacht hat, ist die derzeit wahrscheinlichste Erklärung für das Aussterben der Dinosaurier. Um dem Nadir-Krater sein Geheimnis zu entlocken, haben die Forschen auf 3D Seismic Imaging zurückgegriffen, um das Gelände zu kartografieren. «Es gibt weltweit etwa 20 bestätigte Unterwasser-Krater, und keiner von ihnen wurde auch nur annähernd so detailliert aufgenommen«, freut sich Nicholson…

 

Stromschlag

Stromschlag
«Mir hat es einen elektrischen Schlag verpasst»: Warum das vor allem bei Kälte passiert. Türfalle angefasst: Zack, Stromschlag! Wasserhahn berührt: Zack, Stromschlag! Das lästige Phänomen tritt in der kalten Jahreszeit besonders häufig auf. Das steckt dahinter. Besonders im Winter ist das «Blitzlichtgewitter» gross: Sobald man mit blossen Fingern metallische Oberflächen oder die Hand seines Gegenübers berührt, bekommt man «eins geputzt». Besonders häufig sind solche elektrischen Schläge im Winter. Mitunter ist es so schlimm, dass man sich fragt, ob und wie man metallische Oberflächen berührt.

Warum tritt das Phänomen im Winter besonders oft auf?
Im Winter herrschen andere Luftbedingungen als etwa im Sommer. Die Luft ist dann kälter und kann weniger Feuchtigkeit halten. In Innenräumen ist es zwar wärmer. Doch dort sorgt das Heizen für trockene Luft – und für trockene Haut, was ebenfalls die kleinen Stromschläge begünstigt.

Was hat die Trockenheit mit elektrischen Schlägen zu tun?
Alle Lebewesen und Gegenstände sind permanent elektrisch geladen, wobei positive und negative Ladungen über die Feuchtigkeit in der Luft ausgeglichen werden. Wir brauchen also die Feuchtigkeit, um elektrostatische Ladung an die umgebende Luft abzugeben. Trockene Luft dagegen ist ein schlechter elektrischer Leiter. Sie führt dazu, dass sich der menschliche Körper «auflädt» und sich Spannung aufbaut. Berühren wir dann eine metallische Oberfläche an, entlädt sich diese schlagartig. Das ist der Grund, warum es uns durchzuckt.

Ist das gefährlich?
Nein. Zwar können für einen ganz kurzen Moment bis zu 35’000 Volt fliessen. Für den Körper ist so ein Schlag aber ungefährlich. Denn Verletzungen bei Elektrounfällen und ihre Schwere hängen von der Stromstärke und Einwirkdauer ab, so die Suva. Die Stromstärke ergebe sich aus der Spannung und dem Übergangswiderstand. «Letzterer wiederum hängt von der Art der Kontaktfläche (Kleidung, Hautdicke und -feuchtigkeit) und der Leitfähigkeit des Untergrunds (Gummisohlen, Parkett, feuchte Erde) ab.» Daher sei eine elektrostatische Entladung des Teppichbodens trotz 30’000 Volt ungefährlich – «weil die Energie winzig ist.» Je nach Situation bestehen aber sogenannte sekundäre Gefahren, so der Malteser Hilfsdienst. Etwa, dass man vor Schreck von der Leiter fällt und sich dabei verletzt.

Wie kommt die Ladung in unseren Körper?
Durch Alltägliches, beispielsweise beim Laufen: Allein durch das Auftreten auf dem Boden entsteht Spannung. Aber auch wenn Textilien auf unserer Haut reiben, laden wir uns auf. Zu beobachten ist so eine Aufladung, wenn man einem Luftballon über seine Haare fährt.

Wie kann man die unangenehmen Stromschläge verhindern?

    • Luftbefeuchter und Zimmerpflanzen helfen, indem sie die Luftfeuchtigkeit, zumindest in Räumen erhöhen
    • Auf synthetische Kleidung verzichten, denn die sorgt auf der Haut für statische Aufladung.
    • Naturfasern in Teppich und Sofa können ebenfalls hilfreich sein.
    • Wenn es geht: Schuhe mit Gummi- und Kunststoffsohle ausziehen. Denn Gummisohlen isolieren zusätzlich und verhindern eine Entladung über die Füsse zum Boden.
    • Creme dich ein, um die Feuchtigkeit der Haut zu bewahren.
    • Entlade deinen Körper: Dies funktioniert, wenn du geerdete Gegenstände anfasst, etwa einen Heizradiator…

Asteroid fliegt an der Erde vorbei

Asteroid fliegt heute an der Erde vorbei

Der Asteroid 2008 OS7 ist auf Kurs in Richtung Erde. Er wird diese heute knapp verfehlen, kommt aber 2032 wieder zurück. Die Nasa schätzt den Durchmesser des Weltraumfelsens auf 210 bis 480 Meter. Damit wäre er ähnlich gross wie das Empire State Building in New York. Ein Asteroid von der Grösse eines Wolkenkratzers wird am heutigen Freitag an der Erde vorbeifliegen. Es bestehe kein Risiko, dass der Himmelskörper auf der Oberfläche einschlage, teilte das Center for Near Earth Object Studies der US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.

Der Asteroid werde den Planeten mit einer Entfernung von mehr als 2,7 Millionen Kilometern passieren. Damit sei er siebenmal so weit entfernt wie die Erde vom Mond. Er wird der Erde Berechnungen zufolge im Jahr 2032 wieder relativ nahekommen, dann jedoch einen Abstand von sogar 72 Millionen Kilometer halten. Dass Asteroiden an der Erde vorbeifliegen, kommt Experten zufolge regelmässig vor. Allein am Freitag wurden drei weitere, wesentlich kleinere Gesteinskörper erwartet. Sie alle seien harmlos, hiess es…

Halo-Ring gesichtet

Halo-Ring um den Mond gesichtet
Ein Naturspektakel – Halo-Ring um den Mond in der Deutschschweiz gesichtet. Heute Nacht habe ich einen Kreis um den Mond gesichtet. Was ist das bloss? Es ist ein Halo-Ring, der sich in seiner vollen Stärke präsentiert. Ein schönes und seltenes Naturspektakel.

Halos sind Lichteffekte in der Atmosphäre, die durch Reflexion und Brechung von Licht an Eiskristallen entstehen. Damit Halo-Ringe entstehen können, müssen die Eiskristalle möglichst regelmässig gewachsen und durchsichtig klar sein. Meist bilden sie sich in der Höhe von acht bis zehn Kilometer und ihr Vorhandensein wird durch Cirruswolken angezeigt. Sie können sich aber im Winter auch in Polarschnee, Eisnebel oder in der Nähe von Schneekanonen bilden.

Die Regelmässigkeit der Eiskristalle wird durch möglichst langsames Wachstum der Kristalle verursacht, das eine möglichst langsame Sättigung der Luft mit Wasserdampf voraussetzt. Auch um den Mond lassen sich Haloeffekte beobachten, wie wir dies heute Nacht entdecken konnten. Allerdings ist das menschliche Auge bei geringer Lichtintensität kaum in der Lage, Farben wahrzunehmen, weshalb die schwächeren Mond-Halos weiss erscheinen. Halos lassen sich unter obigen Bedingungen um nahezu jede stärkere Lichtquelle beobachten…

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