Kriminalität Geschichte – Mumienfund von Dachboden enthält menschlichen Schädel
Diepholz – Die auf einem Dachboden in Niedersachsen gefundene Mumie enthält einen menschlichen Schädel. Das haben Röntgenuntersuchungen gezeigt. Die Polizei habe noch keine Ermittlungen aufgenommen, sagt ein Sprecher. Man müsse erst herausfinden, wie alt die Knochen seien. Wenn sie mehrere hundert Jahre alt sind, wird gar nicht ermittelt. Ein zehn Jahre alter Junge hatte die Mumie im Haus seiner Grosseltern in Diepholz versteckt auf dem Dachboden gefunden. Sie wird derzeit weiter untersucht.
Zehnjähriger entdeckt Mumie
Zehnjähriger entdeckt Mumie – Sarkophag auf dem Dachboden
Ein Junge findet beim Spielen auf dem Dachboden seiner Grossmutter Kisten mit alten ägyptischen Gegenständen. Sogar eine Mumie ist in einer Ecke versteckt. Der Grossvater hat sie in den 50ern aus Nordafrika mitgebracht. Die ungewöhnlichen Mitbringsel waren einfach in Vergessenheit geraten. Ein Zehnjähriger hat eine Mumie im Haus seiner Grosseltern entdeckt. Der Junge hatte einen Sarkophag und weitere Gegenstände, darunter auch eine Totenmaske, auf dem Dachboden des Hauses im niedersächsischen Diepholz entdeckt, berichtete die „Kreiszeitung“ in Syke. Der Vater des Zehnjährigen, Lutz Wolfgang Kettler, erinnert sich, dass sein Vater die Kisten während einer Reise nach Nordafrika in den 50er Jahren erworben hatte und per Schiff nach Deutschland bringen liess. Archäologe sei sein Vater aber nicht gewesen, sondern habe zu dieser Zeit Zahnmedizin studiert. „Es ist ganz unstrittig, dass es Repliken sind“, sagte Kettler. Zweifel bestünden nur bei der Mumie. „Man kommt nicht drum herum, das Teil zu röntgen.“ Wo in Nordafrika sein Vater genau gewesen sei und ob er damals auch nach Ägypten kam, wisse er nicht. Sein Vater habe nicht über die Gegenstände auf dem Dachboden gesprochen. „Das ist alles im Mysteriösen.“
Mumie vermutlich aus Libyen
Vermutlich seien die Kisten bereits kurz nach dem Bau des Hauses im Jahr 1970 auf dem Dachboden verstaut worden. Er wolle nun nachforschen, um mehr über die Hintergründe herauszufinden, sagte Kettler. Möglicherweise stammten die Kisten aus Derna. „Das liegt im heutigen Libyen, dort soll mein Vater mit einem Studienfreund oder Schulfreund zusammen gewesen sein. Der hat ihn irgendwie überredet, dahinzukommen.“ Entdecken konnte der Junge die Sachen nur, weil das Dach undicht geworden war, berichtete die „Kreiszeitung“ in Syke. Sie hätten hinter Stapeln mit Ersatz-Dachpfannen gelegen. Ob die Mumie echt ist, soll jetzt von einem Berliner Experten untersucht werden.
Lego – Simpsons Sets
Lego Simpsons Sets für 2014 angekündigt
Lego versucht in den letzten Jahren immer mehr, mit etablierten Marken wie Star Wars oder Harry Potter, deren Fans als Kunden zu gewinnen. Und gestern bestätigte Lego die Markteinführung einer ganz besonderen Produktreihe: Ab 2014 wird es die Simpsons als Legofiguren geben. Welche Figuren exakt umgesetzt werden, wurde vom Pressesprecher des Unternehmens noch nicht bekannt gegeben. Zunächst werden nur kleine Sets veröffentlicht, wenn man wie erhofft die Simpsons Fans erreicht, könnte die Reihe aber erweitert werden. Aus den Reihen der Legofans zumindest kamen durchaus kritische Stimmen zur Ankündigung, die sich vor allem um die Frage drehen, ob die Simpsons für die Zielgruppe von Lego altersgerecht sind.
Die Simpsons als Lego: Zu „schmutzig“ für Kinder?
Die beliebte gelbe Zeichentrickfamilie wird ab 2014 ein Lego-Bausatz: Das passt ins Erfolgskonzept der Firma, aber passt es den Fans? Die Simpsons aus Lego? Das kommt einem bekannt vor – auch wenn die Meldung erst am Montag in der dänischen Wirtschaftszeitung „Börsen“ erschienen ist: Ab 2014 will der Spielzeughersteller mit Sitz in Dänemark eine Kleinserie mit Legofiguren der beliebten gelben Zeichentrickfamilie anbieten. Die am längsten laufende Animationsserie der USA – diesen September kommt die 25. Staffel seit 1989 – passt in die Lizenzlinie, mit der Lego auf Erfolgskurs umgeschwenkt ist, nachdem vor einer Dekade die Pleite gedroht hat. Zur Jahrtausendwende war der Legostein zwar noch zum „Spielzeug des Jahrhunderts“ gekürt worden, aber die Firma marschierte in ein riesiges Defizit. Billige Lego-Imitate aus Asien und vor allem der Zeitenwandel sorgten für Probleme: Die Computerspielkonkurrenz machte vielen traditionellen Spielwarenmarken zu schaffen. Ab 2004 sorgte ein neuer Konzernchef für frischen Wind: Auslagerung der Herstellung ins billigere Osteuropa, Entlassung eines Zehntels der Belegschaft und vor allem Rückbesinnung auf den Kern der Lego-Philosophie: Der Klotz an sich und seine Kombinationsmöglichkeiten – das ist, was zählt. All die Lego-Freizeitparks, -Kinderbekleidung und -Computerspiele wurden an spezialisierte Firmen verkauft. Die Lizenzen für Sonderserien wurden fortan mit Bedacht gewählt, es gab Lego-Sets zu Filmhits wie „Harry Potter“ und „Piraten der Karibik“ – und vor allem „Star Wars“-Baukästen, die auch die ältere Fangeneration ansprachen. Im Netz pflegt sie das Akronym AFOL („Adult Fan of Lego“). Mit der Website Cuusoo war Lego auch die Anbindung an die Online-Szene gelungen: Benutzer können dort Lego-Baukästen vorschlagen, 2012 hat ein User schon Lego-Simpsons gestaltet: Es sei eine Zeichentrickserie von hohem Sammelwert „für den Simpson in uns allen“. Zwar wurde das Konzept von den Cuusoo-Moderatoren unkommentiert entfernt – wie schon Vorschläge etwa zu „Two and a Half Men“ oder „Family Guy“ –, aber die Bilder kursierten weiter im Netz. Und nicht nur diese: Schon 2007 zeigte eine „Simpsons“-Episode die gelbe Familie im anfänglichen Couch-Gag als Lego-Männchen, sie war auch unter den abstrahierten Popkulturklotzfiguren der Kampagne „Lego Imagine“. Der Simpsons-Bausatz wurde also erwartet, schon vor Monaten regte sich aber dazu im Forum der Lego-Homepage heftiger Protest: Die Simpsons-Baukästen seien für Kinder konzipiert, aber die TV-Serie mit ihren „schmutzigen Anspielungen“ sei für die Kleinen unzumutbar (und übrigens laut diversen Forenbeiträgen auch für Erwachsene). Tatsächlich wurde die Fernsehserie ursprünglich für Teenager und Erwachsene konzipiert, aber längst kennt die ganze Familie sie – eigentlich genau wie bei „Star Wars“. An den Sternenkrieg-Hit will Lego offenbar anschliessen: Bei Erfolg lasse sich die Lego-Simpsons-Produktion rasch ausweiten, hiess es.
Brennglas-Effekt – Hochhaus
Brennglas-Effekt bei Londoner Hochhaus: „Der Architekt hat nichts gelernt“
Autos schmelzen, Reporter brutzeln Spiegeleier: Der Sonnenstrahl von der Glasfassade eines Londoner Wolkenkratzers ist so potent, dass die Bauherren nun reagieren – und Schutzgerüste aufstellen. Architekten debattieren über den Brennglas-Effekt. Normalerweise sorgt ein neuer Wolkenkratzer für Ärger, weil er grosse Teile der Nachbarschaft in Schatten versenkt. Nicht so das Walkie Talkie: Der 37-stöckige, im Bau befindliche Glasturm im Londoner Finanzviertel gibt zu viel Licht. Die konkav geschwungene Südfassade reflektiert und bündelt die Sonnenstrahlen wie ein Brennglas. Ab mittags wird der schattige Bürgersteig in einer der Nachbarstrassen Meter für Meter hell erleuchtet und brütend heiss. Der Effekt ist so stark, dass Plastik schmilzt. „Hier, schauen Sie“, sagt Ali Akay, Betreiber des Frisörsalons Re-Style in der Strasse Eastcheap. Er zeigt auf das handgrosse Brandloch in der Fussmatte am Eingang seines Ladens. „Das war der Lichtstrahl“. Auf einmal habe die Matte zu kokeln angefangen. Nebenan vor dem Viet-Café haben sich Fliesen gelöst – angeblich auch durch das gleissende Licht. Seit am Montag bekannt wurde, dass Aussenspiegel und Armaturenbrett eines auf der Straße geparkten Jaguars in der Hitze verformt wurden, ist der Wolkenkratzer in der Fenchurch Street Stadtgespräch. Die britischen Zeitungen schreiben vom „Todesstrahl“. Reporter machen sich einen Jux daraus, auf dem Bürgersteig in der Eastcheap Spiegeleier in der Pfanne zu brutzeln. Einer twitterte später, er habe sich dabei fast die Haare angesengt. Der auslösende Effekt sei physikalisch absolut nachvollziehbar, sagt Ulrich Königs, Professor für Architektur an der Bergischen Universität Wuppertal. Simulationen der Lichtwirkung eines neuen Gebäudes würden durch Bauplaner regelmässig durchgeführt. Allerdings gehe es in der Simulation bislang immer um ganz andere Effekte.
Wie ein breitschultriger Banker
Erst seit einigen Jahren könnten Hochhäuser auch in kurvigen Geometrien gebaut werden, sagt Königs. Wie eben das Walkie Talkie, das so heisst, weil es nach oben breiter wird. Der 200 Millionen Pfund teure Hingucker vom uruguayischen Star-Architekten Rafael Vinoly ist eins der neuen Wahrzeichen der Londoner Skyline. Es sehe aus wie ein „breitschultriger Banker, der aus seinem Nadelstreifenanzug quillt“, kommentierte der „Guardian“ einmal. Der Brennglaseffekt der gekrümmten Fassade wird noch verstärkt, weil keine einfachen Glasscheiben mehr verbaut werden. „Um zu verhindern, dass sich die Räume im Inneren eines Hochhaus aufheizen, kommt stark reflektierendes Glas zum Einsatz – wie bei einer Sonnenbrille“, sagt Königs. Drinnen bleibt es schön kühl, bei einem gewissen Sonnenstand könne es draußen aber zu dieser hochenergetischen Konzentration kommen. Wie vor Akays Laden und dem vietnamesischen Café nebenan. Seit Dienstagabend stehen hier Gerüste mit schwarzen Netzen. Die Bauherren des Walkie Talkie haben sie eiligst errichtet, um die Nachbarn vor den Strahlen zu schützen. Zwei bis drei Wochen sollen die Vorhänge bleiben. Sobald die Sonne der Jahreszeit entsprechend tiefer steht und die Strahlen in einem anderen Winkel auf die Hochhausfassade treffen, soll sich das Problem von selbst erledigt haben.
Verkettung unglücklicher Umstände
Der Stand der Sonne lasse sich leicht simulieren, das werde in der Planung schon oft getan, sagt Architekt Königs. Allerdings gucken die Experten dabei eher auf den Schatten, den ein geplantes Hochhaus auf sein Umfeld werfen würde. Oder, welche Nachbarn durch die Reflexion der Glasscheiben beeinträchtigt werden könnten. „Eine automatische Überprüfung auf den Brennglas-Effekt gibt es nicht.“ Generell hänge es von der Erfahrung der Architekten und Ingenieure ab. Was derzeit in London passiert, sei wirklich selten, sagt Königs, eine Verkettung unglücklicher Umstände. Manchmal könnte schon eine Stunde später ein anderes Lichtverhältnis die Situation auflösen. „Ein Blitzschlag in den geparkten Jaguar wäre nicht unwahrscheinlicher.“ Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass Architekt Vinoly solche Schlagzeilen macht. Sein 2003 gebautes, gläsernes Vdara-Hotel in Las Vegas schickte ebenfalls einen „Todesstrahl“ nach unten – direkt auf die Schwimmbad-Terrasse mit den Liegestühlen. Passanten vor dem Walkie Talkie fragen sich daher, wie ihm schon wieder solch ein Planungsfehler unterlaufen konnte. „Der Architekt hat offenbar nichts gelernt“, sagt ein Mann. „Erst verbrennt er die Liegestühle in Las Vegas, jetzt setzt er London in Brand“. Die schnelle Reaktion der Immobilien-Entwickler Land Securities und Canary Wharf in London zeigt allerdings: Man will den Imageschaden auf ein Minimum begrenzen. Der Jaguar-Besitzer wurde sofort entschädigt, die betroffenen Läden mit Gerüsten provisorisch geschützt. Negativ-Schlagzeilen könnten künftige Mieter abschrecken. Wer will schon in einen Skandalbau einziehen?
Die 10 gefährlichsten Städte
Die 10 gefährlichsten Städte der Welt
Diese Reisedestinationen dürfen Sie getrost verpassen. Harald Weiss, deutscher Journalist in New York, hat für das Internetportal zehn.de eine Liste mit den 10 gefährlichsten Städten erstellt. Als Kriterien legte er fest: die letzten bekannten Tötungsraten, die Quote anderer Gewaltverbrechen, sowie die Wahrscheinlichkeit, darin verwickelt zu werden.
Platz 1 – Juàrez, Mexiko:
Ciudad Juàrez ist der mexikanische Teil einer einstmals zusammenhängenden Stadt, die auf der amerikanischen Seite El Paso heisst. Und aus dieser besonderen Situation heraus hat sich Juarez zum grössten Drogenumschlagplatz zwischen den USA und Mexiko entwickelt.
Platz 2 – Mogadischu, Somalia:
Mogadischu gilt als die Hochburg der Piraten, die am Horn von Afrika ihr Unwesen treiben. Und seit rund 20 Jahren tobt in dieser Stadt ein unerbittlicher Bürgerkrieg, an dem die unterschiedlichsten Gruppierungen beteiligt sind.
Platz 3 – Caracas, Venezuela:
Die Hauptstadt Venezuelas gilt als die Welthauptstadt für Tötungsdelikte. Weite Teile von Caracas werden von Strassengangs beherrscht, da sich die Polizei nicht mehr in diese Gegenden traut.
Platz 4 – Detroit, USA:
Seit dem Niedergang der Autoindustrie stehen in Detroit viele Häuser leer, die von fluchtartig wegziehenden Familien einfach zurückgelassen wurden. Heute hat die Stadt die höchste Mordrate der USA.
Platz 5 – Grosny, Tschetschenien:
Obwohl in Grosny die Regierung von Tschetschenien das Sagen haben sollte, regiert in Wirklichkeit die russische Mafia, die sich mit kleineren Drogenhändlern Dauerduelle liefert. 2003 erklärten die UN diese Stadt zur gefährlichsten der Welt – seither hat sich nur wenig verbessert.
Platz 6 – Rio de Janeiro, Brasilien:
In Rio de Janeiro geschahen allein im Jahr 2009 (neuere Zahlen sind nicht verfügbar) etwa 8’000 Morde, das machen im Schnitt 22 Morde pro Tag. Die meisten haben mit dem Drogenhandel zu tun, der in Rio vor allem wegen den extremen sozialen Unterschieden blüht.
Platz 7 – Bagdad, Irak:
In Bagdad haben die Gewaltaten wieder stark zugenommen. Selbstmordattentäter attackieren vor allem symbolische und menschenreiche Plätze, sodass man als Tourist praktisch jederzeit zufälliges Opfer eines solchen Anschlages werden kann.
Platz 8 – Bogotá, Kolumbien:
Kolumbiens Hauptstadt wird von Drogenbaronen beherrscht. In Bogotá kämpfen zunächst die Drogenkartelle untereinander – und diese wiederum gemeinsam gegen die Polizei und Armee. Als Tourist kann man leicht zwischen die Fronten geraten.
Platz 9 – Karatschi, Pakistan:
In der ehemaligen Haupstadt von Pakistan gibt es laufend Strassenkrawalle, die meist mit tödlichem Ausgang enden. Zu den politisch motivierten Kämpfen, kommen Bandenkämpfe dazu, die weniger mit Drogen sondern viel mehr mit Menschenhandel zu tun haben.
Platz 10 – Kapstadt, Südafrika:
Einerseits gehört Kapstadt zu den schönsten Städten der Welt und andererseits gibt es in der südafrikanischen Stadt die schlimmsten Slums, die sich von den Armenvierteln in Bangladesch, Indien oder Brasilien in nichts unterscheiden. Dieses extreme soziale Gefälle ist vor allem für europäische Ausländer gefährlich, da sie genauso wohlhabend eingestuft werden, wie die einheimischen Millionäre.
Brand im geheimen Spyder
Schwelbrand im geheimen Super-Spyder
Ein mysteriöses Garagenfeuer beschert dem Sportwagenbauer Porsche ungewollte Aufmerksamkeit: Mitten in der Nacht geht in Ludwigsburg ein geheimer Prototyp in Flammen auf. Details will der Hersteller nicht nennen – dementiert aber Probleme mit dem E-Antrieb. Die Ursache ist gefunden: Der nächtliche Brand eines bislang unbekannten Porsche-Modells geht nach Angaben des Sportwagenbauers definitiv nicht auf den elektronischen Antrieb des Wagens zurück. Ein Defekt in der Messtechnik, mit der der Sportwagen zu Testzwecken ausgestattet war, habe den Schwelbrand entfacht, sagte ein Porsche-Sprecher. „Ein Fehler in der Fahrzeugtechnik ist aus jetziger Sicht auszuschliessen“. Um welches Auto es sich handelt, wollte Porsche weiterhin nicht klarstellen. In der Nacht auf Mittwoch war in Ludwigsburg ein noch nicht auf dem Markt erhältlicher Porsche in der Garage eines Mitarbeiters in Brand geraten. Beim Löschversuch wurden zwei Menschen leicht verletzt, die Feuerwehr musste mit mehreren Einsatzfahrzeugen anrücken. Der Wagen sei im Alltagsbetrieb erprobt und daher mit entsprechender Messtechnik ausgestattet worden, erklärte der Porsche-Sprecher den Umstand, dass ein Vorserienfahrzeug in der Garage eines Mitarbeiters abgestellt wurde. Demnach ist es bei Porsche durchaus üblich, dass Beschäftigte selbst geheime Prototypen für verschiedene Aufträge auf privaten Fahrstrecken wie etwa vom Arbeitsort nach Hause bewegten. Zu diesen Aufträgen zählten beispielsweise Prüfarbeiten, sagte der Sprecher. Dass der Schaden in Höhe der von der örtlichen Polizei kolportierten drei Millionen Euro liegt, hatte ein Porsche-Sprecher bereits zuvor klar zurückgewiesen. „Das ist definitiv falsch, der Schaden liegt sehr deutlich unter der Millionengrenze“, sagte er. Die Polizei korrigierte die ursprünglich angegebenen Schadenssumme ebenfalls nach unten. Die knapp drei Millionen Euro seien wohl zu hoch gegriffen, erklärte eine Sprecherin. Auch der Porsche-Sprecher sprach von einem „weitaus geringeren Schaden“. Genau Zahlen nannten beide nicht. Für Porsche-Fans ist das enttäuschend: Denn aus der Schadenssumme liessen sich womöglich Hinweise auf den betroffenen Fahrzeugtyp ableiten.
Gerüchte um „Hybrid-Spyder“
In Berichten lokaler Medien war von einem „Porsche-Erlkönig“ die Rede. Demnach soll es sich bei dem ausgebrannten Wagen um einen Hybrid-Prototypen des 918 Spyder handeln, der neben einem herkömmlichen Verbrennungsmotor auch über eine zusätzliche elektrische Antriebseinheit verfüge. Nach Informationen der „Stuttgarter Zeitung“ plant Porsche, dieses Modell noch im laufenden Jahr in kleiner Auflage auf den Markt zu bringen. Der Hersteller wollte diese Angaben nicht kommentieren. Produziert wird der „Supersportwagen“ 918 Spyder am Porsche-Stammsitz in Zuffenhausen. Dort hatte der Hersteller im vergangenen Jahr extra eine alte Lackiererei entkernt und von Grund auf renoviert, um die Anlagen der neuen „Spyder-Manufaktur“ in eigenen Räumlichkeiten unterzubringen. Von Ludwigsburg bis nach Zuffenhausen sind es knapp acht Kilometer. Denkbar wäre auch, dass es sich bei dem betroffenen Fahrzeug um einen Plug-in-Hybrid-Version des Panamera handelt, den Porsche bereits Mitte August in den Handel bringen wird. Die VW-Tochter ist eigenen Angaben zufolge der erste deutsche Hersteller, der ein Auto mit dieser Antriebstechnologie auf den Markt bringt. Im Handel soll der neue Panamera etwa ab 110‘400 Euro zu haben sein. Der 918 Spyder dürfte in der Hybrid-Version deutlich teurer sein. In der Fachpresse wird ein Verkaufspreis von rund 770‘000 Euro für ein Exemplar des angeblich streng limitierten Sondermodells genannt. Entdeckt worden sei der Schwelbrand am späten Abend. Der Brandherd lag nach Polizeiangaben unmittelbar im Motorraum. Verletzt hätten sich der Porsche-Mitarbeiter, der den Brand in seiner Garage selbst entdeckte, und seine Ehefrau, hiess es. Beide hätten noch versucht, den brennenden Wagen selbst zu löschen. Hinweise auf Brandstiftung oder Einwirkung von aussen liegen nicht vor.
Garagenbrand am späten Abend
Sportwagen mit Hybrid-Technologie führt der Autobauer bereits im Programm. In einem „Focus“-Bericht wurde über einen möglichen Zusammenhang mit einem weiter zurückliegenden Vorfall spekuliert: Vor zwei Jahren sei bereits ein Porsche-Serienfahrzeug vom Typ GT3 – ebenfalls in einer Garage – während des Auflagevorgangs der Batterie in Brand geraten. Bei Porsche war dagegen von einem „Einzelfall“ die Rede. Dabei soll es sich zwar nicht um ein Hybridfahrzeug gehandelt haben, sondern nur um einen herkömmlichen angetriebenen Sportwagen, ausgestattet allerdings mit einem Hochleistungsakku auf Lithium-Eisenphosphat-Basis. Porsche sei damals davon ausgegangen, dass dieser Brand durch unsachgemässes Laden mit einem ungeeigneten Ladegerät entstanden sei.
















