Category Archives: Allgemeine Beiträge

Löwin adoptiert Antilopenkitz

Löwin adoptiert Antilopenkitz
Verrückte Natur – Soeben hat eine Löwin in der Savanne fette Beute gemacht und eine Antilopenkuh erlegt. Eine beinahe alltägliche Szene, die Fotograf Adri De Visser mit seiner Kamera festgehalten hat. Gar nicht alltäglich war jedoch das, was anschliessend geschah – Anstatt des kleine Antilopenkitz, das seine Mutter begleitet hatte, ebenfalls zu zerreissen, begann die Killer-Löwin das verschüchterte Jungtier mit den Tatzen zu liebkosen und trug es sogar zärtlich mit den Zähnen fort. Unglaublich, aber die Raubkatze hatte offenbar mütterliche Gefühle für das Kitz entwickelt und es kurzerhand adoptiert.

Glühende Skelette

Glühende und tanzende Skelette
Er erweckt mit Langzeitbelichtung Skelette zum Leben. Auf humorvolle Art und Weise zeigt der amerikanische Lightpainting-Künstler Darren Pearson seine Werke…

Schlimmer der Stich

Je stärker die Farbe desto schlimmer der Stich
Mit Hilfe ihrer schwarz-gelben Färbung warnen Gallische Feldwespen Fressfeinde vor ihrer Giftigkeit. Je farbintensiver ihr Hinterleib ist, desto mehr Gift tragen sie in ihrem Stachel. Das berichten spanische Wissenschaftler im Fachmagazin „Frontiers in Zoology“, nachdem sie die in Europa heimische Wespenart fotografiert und vermessen hatten. Sowohl für die Giftproduktion als auch für die Erzeugung einer strahlend schwarz-gelben Körperfarbe verbrauchten die Insekten viel Energie, heisst es in der Studie. Schwächere und damit weniger giftige Wespen oder andere Insekten könnten die Warnfarbe also nur schwer nachahmen, um Fressfeinde von sich fernzuhalten. Das schütze vor einem Missbrauch der Abwehrtaktik, sagen die Forscher. Dabei locke die auffällige Färbung Fressfeinde zwar zunächst an, einmal vernascht, würden diese aber schnell aus dem üblen Beigeschmack lernen und sich das nächste Mal andere Beutetiere suchen, sagen die Wissenschaftler. Warnfärbung, auch Aposematismus genannt, wird von Tieren verwendet, um potenziellen Fressfeinden ihre Ungeniessbarkeit oder Wehrhaftigkeit zu signalisieren. Beim ersten Biss lernen diese somit, welche Beute sie lieber meiden sollten. Bekannt ist etwa, dass Vögel feine Unterschiede in der Färbung ihrer Beute erkennen und besonders vorsichtig bei farbigen Insekten sind. Dabei wurde bei Marienkäfern bereits nachgewiesen, dass ihre Giftigkeit mit der Intensität ihrer roten Färbung steigt, schreiben Gregorio Moreno-Rueda von der Universidad de Granada und seine Kollegen. Insgesamt gebe es bisher jedoch nur wenige Studien, welche diesen Zusammenhang beleuchten.

Forscher vermessen Wespenköpfe und Hinterleiber
Am Rande des Dorfes Moraleda de Zafayona in der Nähe von Granada sammelten die Forscher aus 30 verschiedenen Nestern Arbeiterinnen der Gallischen Feldwespe. Diese ist vor allem im Süden Europas und auch in Süddeutschland weit verbreitet. Die rund einjährigen Wespen wurden alle innerhalb von einer Stunde eingefangen und in Ethanol konserviert. Im Falle eines Farbverlustes während der Lagerung garantierte dies, dass alle Untersuchungstiere gleichermassen an Farbe verloren und somit der Vergleich unter den gesammelten Exemplaren möglich war, erklären die Zoologen. Eine Woche später fotografierten sie die Insekten und berechneten die Farbintensität ihrer schwarz-gelb gestreiften Körper, vermassen aber auch die Länge und Dicke der Wespenköpfe und Hinterleiber. Am Ende ihrer Untersuchung entleerten die Wissenschaftler die Giftdrüsen der Wespen, um die Menge des darin enthaltenen Gifts abzuschätzen.

Giftmenge im Stachel steigt mit Farbpracht
„Man könnte annehmen, dass grössere Wespen schlichtweg auch eine grössere Giftdrüse haben“, sagt Moreno-Rueda. In der Tat ergebe dies auch ihre Untersuchung. Unabhängig von der Grösse der Wespen zeigte sich jedoch auch ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Leuchtkraft der Farben und der Giftmenge in ihrem Stachel: Je reiner und damit leuchtender das Gelb und das Schwarz ihrer Streifen war, desto mehr Gift hatten die Wespen in ihrem Stachel gespeichert. Für die Giftproduktion, aber auch für die Erzeugung einer strahlend schwarz-gelben Körperfarbe verbrauchten die Insekten viel Energie, schreiben die Forscher. Nur gesunde und kräftige Tiere könnten also durch ihre Farbpracht signalisieren, dass sie besonders giftig sind. Schwächere Wespen können dies hingegen nicht vortäuschen, um Fressfeinde abzuhalten. Das schütze davor, dass die Warnfärbung durch zu häufigen Missbrauch unwirksam wird, erklären die Wissenschaftler.

Lego verliert Markenrecht

Lego verliert langjährigen Streit über Markenrecht in der Schweiz
Der Lego-Baustein kann für seine Form auch in der Schweiz keinen Markenschutz beanspruchen. Das Bundesgericht hat der kanadischen Konkurrenzfirma Mega Brands Inc. Recht gegeben und einen mehr als zehn Jahre dauernden Streit beendet. Die dänische Lego-Herstellerin hatte die Form ihrer Klemmbausteine mit Noppen in der Schweiz bereits vor Jahren als dreidimensionale Marke eintragen lassen. Auf Klage der kanadischen Mega Brands, welche seit den 1980-er Jahren lego-kompatible Klötzchen herstellt, erklärt das Zürcher Handelsgericht die Formmarken 2002 für nichtig. Das Bundesgericht gab Lego 2004 dann teilweise Recht und schickte die Sache zurück ans Handelsgericht. Die Richter in Lausanne verlangten eine Abklärung der Frage, ob die Form der Lego-Steine für Steck-Bauklötze technisch notwendig sei, was einen markenrechtlichen Schutz ausschliessen würde.

Auch kein Schutz in EU
Im vergangenen November erklärte das Handelsgericht die Lego-Marken dann erneut für nichtig. Die Zürcher Richter waren gestützt auf Gutachten und Versuche zum Schluss gekommen, dass alle möglichen Alternativformen mit höheren Herstellungskosten verbunden wären. Die Gestalt der Lego-Steine sei damit nicht schutzfähig. Das Bundesgericht hat diesen Entscheid nun bestätigt und die Beschwerde von Lego abgewiesen. Zum gleichen Schluss wie die Schweizer Justiz war 2010 bereits der Europäische Gerichtshof (EuGH) bezüglich der Lego-Gemeinschaftsmarke sowie 2009 der Bundesgerichtshof in Bezug auf die deutsche Formmarke gekommen.

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