Monthly Archives: Juni 2013

Mammutfund

Mammutfund schürt Hoffnung von Forschern
Russische Forscher haben nach der Entdeckung eines Mammuts mit flüssigem Blut und Muskelgewebe neue Hoffnung, die ausgestorbenen Elefanten eines Tages wieder zum Leben zu erwecken. Andere Forscher äussersten sich dazu aber skeptisch. „Ja, wir planen, das gefundene Mammut zu klonen. Ob das möglich ist, werden die Analysen von Blut und Gewebe zeigen“, sagte Sergej Fjodorow vom Mammut-Museum am Donnerstag in Jakutien der Agentur Interfax. In Sibirien werden im auftauenden Permafrost immer wieder gut erhaltene Mammuts entdeckt. Alle bisher gefundenen Überreste hätten nicht geholfen, dem Ziel einer „Wiedergeburt des Mammuts“ näherzukommen, sagte der Wissenschaftler Semjon Grigorjew vom Labor des Museums. Besonderheit bei den jetzt entdeckten rund 10’000 Jahre alten Überresten eines Mammutweibchens sei der gute Zustand. Die Wissenschaftler der Nord-Östlichen Föderalen Universität arbeiten nach eigener Darstellung mit Klon-Experten der südkoreanischen Biotechnologie-Stiftung Sooam zusammen. „Wir schliessen nicht aus, dass das Gewebe aus dem nun gefundenen Mammut dabei hilft, die Frage des Klonens zu lösen“, sagte Grigorjew. Das Muskelgewebe sei von erstaunlich natürlicher roter Farbe.

Ein Wunschtraum
Wissenschaftler in Moskau bleiben jedoch skeptisch, ob dies je gelingen könne. „Die Wissenschaft lebt von Visionen. Im Moment aber ist die Wiedergeburt eines Mammuts ein Wunschtraum“, sagte der Mammut-Experte Jewgeni Maschtschenko vom Paläontologischen Institut der Akademie der Wissenschaften der Nachrichtenagentur dpa. Sein Kollege Sergej Saweljew von der Russischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften sieht keine Erfolgsaussichten. „Nein, das ist unmöglich“, sagte der Experte, der in Moskau gerade das erste überhaupt gefundene Gehirn eines Mammuts untersucht. „Aus meiner Sicht sind solche Erörterungen Unsinn“, sagte er der dpa. Weil es keine lebenden Zellen gebe, seien solche Versuche aussichtslos. Auf die Mammut-Funde werden die Wissenschaftler vor allem durch Hinweise aus der Bevölkerung aufmerksam, wie der Experte Albert Protopopow auf Anfrage erklärte. „Das sind Jäger oder auch Sammler, die nach Mammut-Elfenbeinzähnen suchen. Sie finden dann hin und wieder auch Gewebe von Mammuts, Nashörnern oder anderen Tieren und melden das den Wissenschaftlern“, sagte Protopopow. Die meisten Exponate würden dann zunächst an die Akademie der Wissenschaften der Republik Jakutien übergeben. Im untenstehenden Bild sehen Sie die Überreste eines Mammuts auf dem Eis der Ljachow-Inseln im Arktischen Ozean. Hier werden schon seit der Entdeckung der Inseln im 18. Jahrhundert eine grosse Menge von Mammutknochen und -stosszähnen gefunden.

Mammut Knochen Miketop

MW-Hamburg – Berge

Miniatur Wunderland – Bildergalerie mit dem Abschnitt: Berge
Im Mai 2013 war ich zu Besuch im Miniatur Wunderland. Eine faszinierende Anlage mit dem gewissen Etwas. Das Miniatur Wunderland in Hamburg ist die grösste Modelleisenbahnanlage der Welt. Sie befindet sich in der historischen Speicherstadt und wird von der Miniatur Wunderland Hamburg GmbH betrieben. Auf der 1300 m² grossen Anlagenfläche liegen insgesamt 13 km Gleise im Massstab 1:87 (Nenngrösse H0), auf denen 930 digital gesteuerte Züge verkehren.

Modellbahnanlage Die Besucher gehen in einem langen Flur zwischen verschiedenen Räumen hin und her. Die Züge fahren an den Raumwänden und auf inselartigen Ausbuchtungen. Die Anlage besteht (Stand Mai 2011) aus acht fertig gestellten Abschnitten von jeweils 100 bis 300 m² Modellfläche: • Die ersten drei Abschnitte wurden parallel erstellt. Sie zeigen Mittel- und Süddeutschland mit dem Harz, ausserdem verfügt es über eine lange ICE-Hochgeschwindigkeitstrasse. • Die fiktive Stadt Knuffingen erhielt als Besonderheit ein Strassensystem mit fahrenden Autos. • Im Abschnitt Österreich ging es um die Umsetzung des Themas Alpen, unter anderem durch einen vielstöckigen Wendel, von dem aus Züge aus den übrigen Abschnitten die Flurseite über den Köpfen der Besucher wechseln. • Die nächste Ausbaustufe umfasst den Abschnitt mit dem Thema Hamburg, deutsche Küste. • Der USA-Abschnitt enthält unter anderem Las Vegas, Miami, etwas Wilden Westen, wieder ein System mit fahrenden Autos und einen Weltraumbahnhof. • Der Abschnitt Skandinavien setzt den Schwerpunkt mit einer echten Wasserfläche: In der 30.000 Liter grossen „Nord-Ostsee“-Meereswanne sollen in Zukunft computergesteuerte Schiffe verkehren. Zurzeit wird noch manuell gesteuert. Auch Ebbe und Flut werden hier simuliert. Das „Meer“ wird von einer Storebeltbrücke überquert. Ein Bergwerksbetrieb erinnert an Kiruna. • Die über zwei Etagen reichenden Schweizer Alpen wurden im November 2007 fertiggestellt. Durch einen Deckendurchbruch auf einer Gesamtfläche von 100 m² erreichen die Berge fast 6 m Höhe. Die Besucher erreichen diese neue Ebene über Treppen, während die Züge in verdeckten Kehren und in einem Loklift die Höhenunterschiede überwinden. An die Landschaften der Kantone Tessin und Graubünden soll erinnert werden. • Der Abschnitt „Knuffingen Airport“ wurde im Mai 2011 nach rund sechs Jahren Bau und Entwicklungszeit und 3,5 Millionen Euro Investitionen eröffnet. Zu sehen ist ein 150 m² grosser Flughafen mit einer weltweit einzigartigen Flughafensteuerung.

Besonderheiten Zu den Besonderheiten gehört ein simulierter Tagesablauf, bei dem sich alle 15 Minuten Dämmerung, Nacht und Tag wiederholen. Dazu gehört eine automatische Lichtsteuerung, die die über 300.000 Lampen zur Tageszeit passend schaltet. Die 120 Quadratmeter grosse Fantasiestadt Knuffingen mit ca. 6.000 Einwohnern ist mit über 100 beweglichen Modellautos ausgestattet, darunter auch zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge, mit denen in Knuffingen im Schnitt alle zehn Minuten ein Feuerwehreinsatz simuliert wird. Die Verkehrssimulation wird durch ein modifiziertes Car-System ermöglicht, das auch in den Abschnitten USA, Skandinavien und Knuffingen Airport eingesetzt wird. Die Bewegung der Flugzeuge am Boden ist mit Hilfe einer an das Car-System angelehnten Technik realisiert. Die Anlage gilt als detailreich, als Beispiele gelten eine sich verändernde Spielstandsanzeige in der Imtech Arena und eine magnetisch gesteuerte Kuh in einem Kuhfladen-Bingo-Spiel, ein verunglückter Käserad-Laster sowie ein Miniatur-Blinkenlights im Hamburg-Teil. Durch rund 200 Schalter können die Besucher Vorgänge auf der Anlage steuern: Zum Beispiel startet ein Bergwerkszug, Windräder drehen sich, in der Imtech Arena fällt das nächste Tor, ein Space Shuttle startet oder ein Hubschrauber hebt ab.

Geschichte Im Sommer 2000 war Frederik Braun, ein Gründer des Miniaturwunderlandes, in Zürich im Urlaub. Dort kam ihm in einem Eisenbahn-Geschäft die Idee zur grössten Modelleisenbahnanlage der Welt. Zu Hause suchte Frederik Email-Adressen aus dem Internet und startete eine Umfrage zur Beliebtheit echter und fiktiver Sehenswürdigkeiten von Hamburg. Das Miniatur Wunderland wurde, obwohl es noch nicht existierte, von den männlichen Befragten auf Platz 3 gewählt. Nach eigenen Angaben der Brüder Gerrit und Frederik Braun entstand die ursprüngliche Idee für das MiWuLa inklusive Finanzierungsplan auf zwei DIN-A4-Blättern. Geldgeber war die Hamburger Sparkasse, flankiert durch Bürgschaften der Eigentümer und später zum Bau eines ersten Bistros der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg. Nach dem Baubeginn im Dezember 2000 gingen im August 2001 die ersten drei Anlagenabschnitte in Betrieb. Seither wurden ständig neue Anlagenteile ergänzt. Seit der Abschnitt Küste im November 2002 fertig gestellt wurde, ist das Wunderland die grösste Modelleisenbahn in Europa. Die Erweiterungen im Dezember 2003 (USA) und Juli 2005 (Skandinavien) brachten die Hamburger schliesslich an ihr Ziel, die grösste Modelleisenbahnanlage der Welt zu bauen. Inzwischen haben gut zehn Millionen Menschen die Anlage besucht. Im Jahr 2010 wurde ein neuer Besucherrekord mit rund 1.070.000 Besuchern aufgestellt. 2011 konnte dieser mit 1.200.000 Besucher abermals gesteigert werden. Bisher haben die Gründer rund 12 Millionen Euro investiert; zugleich wurde die Anlage ohne öffentliche Gelder finanziert. Am 5. Dezember 2012 konnte im Miniatur Wunderland der zehnmillionste Besucher begrüsst werden.

Bildergalerie: Berge

MW-Hamburg – City

Miniatur Wunderland – Bildergalerie mit dem Abschnitt: City
Im Mai 2013 war ich zu Besuch im Miniatur Wunderland. Eine faszinierende Anlage mit dem gewissen Etwas. Das Miniatur Wunderland in Hamburg ist die grösste Modelleisenbahnanlage der Welt. Sie befindet sich in der historischen Speicherstadt und wird von der Miniatur Wunderland Hamburg GmbH betrieben. Auf der 1300 m² grossen Anlagenfläche liegen insgesamt 13 km Gleise im Massstab 1:87 (Nenngrösse H0), auf denen 930 digital gesteuerte Züge verkehren.

Modellbahnanlage Die Besucher gehen in einem langen Flur zwischen verschiedenen Räumen hin und her. Die Züge fahren an den Raumwänden und auf inselartigen Ausbuchtungen. Die Anlage besteht (Stand Mai 2011) aus acht fertig gestellten Abschnitten von jeweils 100 bis 300 m² Modellfläche: • Die ersten drei Abschnitte wurden parallel erstellt. Sie zeigen Mittel- und Süddeutschland mit dem Harz, ausserdem verfügt es über eine lange ICE-Hochgeschwindigkeitstrasse. • Die fiktive Stadt Knuffingen erhielt als Besonderheit ein Strassensystem mit fahrenden Autos. • Im Abschnitt Österreich ging es um die Umsetzung des Themas Alpen, unter anderem durch einen vielstöckigen Wendel, von dem aus Züge aus den übrigen Abschnitten die Flurseite über den Köpfen der Besucher wechseln. • Die nächste Ausbaustufe umfasst den Abschnitt mit dem Thema Hamburg, deutsche Küste. • Der USA-Abschnitt enthält unter anderem Las Vegas, Miami, etwas Wilden Westen, wieder ein System mit fahrenden Autos und einen Weltraumbahnhof. • Der Abschnitt Skandinavien setzt den Schwerpunkt mit einer echten Wasserfläche: In der 30.000 Liter grossen „Nord-Ostsee“-Meereswanne sollen in Zukunft computergesteuerte Schiffe verkehren. Zurzeit wird noch manuell gesteuert. Auch Ebbe und Flut werden hier simuliert. Das „Meer“ wird von einer Storebeltbrücke überquert. Ein Bergwerksbetrieb erinnert an Kiruna. • Die über zwei Etagen reichenden Schweizer Alpen wurden im November 2007 fertiggestellt. Durch einen Deckendurchbruch auf einer Gesamtfläche von 100 m² erreichen die Berge fast 6 m Höhe. Die Besucher erreichen diese neue Ebene über Treppen, während die Züge in verdeckten Kehren und in einem Loklift die Höhenunterschiede überwinden. An die Landschaften der Kantone Tessin und Graubünden soll erinnert werden. • Der Abschnitt „Knuffingen Airport“ wurde im Mai 2011 nach rund sechs Jahren Bau und Entwicklungszeit und 3,5 Millionen Euro Investitionen eröffnet. Zu sehen ist ein 150 m² grosser Flughafen mit einer weltweit einzigartigen Flughafensteuerung.

Besonderheiten Zu den Besonderheiten gehört ein simulierter Tagesablauf, bei dem sich alle 15 Minuten Dämmerung, Nacht und Tag wiederholen. Dazu gehört eine automatische Lichtsteuerung, die die über 300.000 Lampen zur Tageszeit passend schaltet. Die 120 Quadratmeter grosse Fantasiestadt Knuffingen mit ca. 6.000 Einwohnern ist mit über 100 beweglichen Modellautos ausgestattet, darunter auch zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge, mit denen in Knuffingen im Schnitt alle zehn Minuten ein Feuerwehreinsatz simuliert wird. Die Verkehrssimulation wird durch ein modifiziertes Car-System ermöglicht, das auch in den Abschnitten USA, Skandinavien und Knuffingen Airport eingesetzt wird. Die Bewegung der Flugzeuge am Boden ist mit Hilfe einer an das Car-System angelehnten Technik realisiert. Die Anlage gilt als detailreich, als Beispiele gelten eine sich verändernde Spielstandsanzeige in der Imtech Arena und eine magnetisch gesteuerte Kuh in einem Kuhfladen-Bingo-Spiel, ein verunglückter Käserad-Laster sowie ein Miniatur-Blinkenlights im Hamburg-Teil. Durch rund 200 Schalter können die Besucher Vorgänge auf der Anlage steuern: Zum Beispiel startet ein Bergwerkszug, Windräder drehen sich, in der Imtech Arena fällt das nächste Tor, ein Space Shuttle startet oder ein Hubschrauber hebt ab.

Geschichte Im Sommer 2000 war Frederik Braun, ein Gründer des Miniaturwunderlandes, in Zürich im Urlaub. Dort kam ihm in einem Eisenbahn-Geschäft die Idee zur grössten Modelleisenbahnanlage der Welt. Zu Hause suchte Frederik Email-Adressen aus dem Internet und startete eine Umfrage zur Beliebtheit echter und fiktiver Sehenswürdigkeiten von Hamburg. Das Miniatur Wunderland wurde, obwohl es noch nicht existierte, von den männlichen Befragten auf Platz 3 gewählt. Nach eigenen Angaben der Brüder Gerrit und Frederik Braun entstand die ursprüngliche Idee für das MiWuLa inklusive Finanzierungsplan auf zwei DIN-A4-Blättern. Geldgeber war die Hamburger Sparkasse, flankiert durch Bürgschaften der Eigentümer und später zum Bau eines ersten Bistros der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg. Nach dem Baubeginn im Dezember 2000 gingen im August 2001 die ersten drei Anlagenabschnitte in Betrieb. Seither wurden ständig neue Anlagenteile ergänzt. Seit der Abschnitt Küste im November 2002 fertig gestellt wurde, ist das Wunderland die grösste Modelleisenbahn in Europa. Die Erweiterungen im Dezember 2003 (USA) und Juli 2005 (Skandinavien) brachten die Hamburger schliesslich an ihr Ziel, die grösste Modelleisenbahnanlage der Welt zu bauen. Inzwischen haben gut zehn Millionen Menschen die Anlage besucht. Im Jahr 2010 wurde ein neuer Besucherrekord mit rund 1.070.000 Besuchern aufgestellt. 2011 konnte dieser mit 1.200.000 Besucher abermals gesteigert werden. Bisher haben die Gründer rund 12 Millionen Euro investiert; zugleich wurde die Anlage ohne öffentliche Gelder finanziert. Am 5. Dezember 2012 konnte im Miniatur Wunderland der zehnmillionste Besucher begrüsst werden.

Bildergalerie: City