Gefahren der Digitalen Welt

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Sechs Gefahren in der Digitalen Welt – Und wie Sie sich davor schützen
In der digitalen Welt lauern einige Gefahren. Von Software-Schwachstellen über perfide Erpressungs-Methoden bis hin zu fehlerhaften Geräten. Hier sind sechs Sicherheits-Fallen und dazu unsere Tipps, wie Sie sich dagegen wappnen können. Wer Computer, Smartphones und andere Geräte nutzt, die mit dem Internet verbunden sind, setzt sich automatisch auch gewissen Gefahren aus. Keine Software ist hundert Prozent fehlerfrei, kein elektronisches Bauteil perfekt. Hier ist die Auflistung der sechs Gefahrenherde, gegen die Sie sich am Computer wappnen können:

1. Windows liefert Ihre Daten aus
Das Problem: Aufgrund einer seit 1997 bestehenden Sicherheitslücke lieferten Internet Explorer und Edge beim Besuchen einer manipulierten Website Ihre Windows-Anmeldedaten und Ihr Passwort in verschlüsselter Form an die Seite weiter. Bei neueren Windows-Versionen sind diese Daten meist identisch mit Ihren Zugangsdaten zum Online-Konto von Microsoft.
Die Gefahr: Aus dem Namen Ihres Microsoft-Kontos, das meistens aus Ihrem echtem Namen gebildet wird, lassen sich Rückschlüsse auf Ihre Identität schliessen. Falls das Passwort schwach ist, können Angreifer es knacken und dann sogar Zugriff auf Ihren gesamten Account bekommen.
Die Lösung: Falls Sie mit Chrome oder Edge surfen: Es gibt einige Seiten, wo sie überprüfen können, ob Sie betroffen sind. Eine Möglichkeit zur Abwehr dieser Gefahr ist, einen anderen Browser zu nutzen – wie Firefox oder Chrome.

2. Ihr Internet-Browser verrät Sie
Das Problem: Ohne dass es den meisten Nutzer bewusst ist, liefert der Browser zahlreiche Informationen an besuchte Websites weiter. Dazu gehören unter anderem Details zum genutzten System oder verwendete Social Media-Logins.
Die Gefahr: Websites können diese Informationen verwenden, um Nutzer beim Surfen zu verfolgen, um ein Profil von ihnen zu erstellen und sie dann mit angepasster Werbung zu versorgen. Böswillige Seiten können in Extremfällen auch versuchen, mit diesen Infos Identitätsdiebstahl zu betreiben.
Die Lösung: Verhindern Sie etwa mit Browser-Addons, wie NoScript für Firefox oder ScriptSafe für Chrome, dass Ihr Browser zu gesprächig wird.

3. Ransomware: Fiese Internet-Piraten
Das Problem: Ransomware ist eine besonders fiese Art von Malware, da sie Daten verschlüsselt und zum Entsperren ein Lösegeld verlangt.
Die Gefahr: Wurde man zum Opfer, gibt es quasi keine Möglichkeit mehr, auf die eigenen Daten zuzugreifen. Man kann zwar das Lösegeld zahlen und hoffen, dann den Code zur Entschlüsselung zugeschickt zu bekommen, aber auf das Ehrenwort von Kriminellen sollte man sich nicht verlassen.
Die Lösung: Ein aktuelle Anti-Viren-Software kann Ransomware erkennen und bekämpfen, bevor sie zuschlägt. Ein aktuelles Backup Ihrer Daten auf einem externen, nicht mit Rechner verbundenen Medium kann nach einer Ransomware-Infektion helfen, wichtige Dokumente wiederherzustellen.

4. Veraltete Betriebssysteme und Programme
Das Problem: Viele Nutzer führen keine regelmässigen Updates ihrer Software oder des Betriebssystems durch, weil sie denken, es liefe ja auch ohne Update alles problemlos. Doch das ist ein Trugschluss.
Die Gefahr: Bei praktisch jeder Software tauchen früher oder später Sicherheitslücken auf. Angreifer können diese Einfallstore nutzen, um Schadsoftware auf Ihrem Rechner zu installieren – wie beispielsweise die oben erwähnte Ransomware.
Die Lösung: Jede genutzte Software sollte regelmässig auf Updates überprüft werden und wenn möglich die automatische Updatefunktion aktiviert werden. Besitzen Sie einen alten Computer, auf dem beispielsweise noch Windows XP läuft, sollten Sie ein Update auf ein neues System in Betracht ziehen. Linux beispielsweise lässt sich auch auf langsamen Rechnern nutzen und gilt als sicher.

5. Gefälschte Ladegeräte
Das Problem: Da Original-Zubehör oftmals völlig überteuert ist, sucht man bei Defekten gerne nach einem Schnäppchen im Internet. Doch dort angebotener Ersatz ist häufig gefälscht.
Die Gefahr: Abgesehen davon, dass die gefälschten Ladegeräte oft nicht richtig funktionieren, entsprechen sie meistens auch nicht den hiesigen Sicherheitsstandards. Das kann zu Schäden an angeschlossen Geräten und im schlimmsten Fall zu Bränden führen.
Die Lösung: Auch wenn es im Portemonnaie schmerzt, kaufen Sie Zubehör lieber nur direkt beim Hersteller oder bei grossen, vertrauenswürdigen Händlern.

6. Das „Internet of Things“ hat Lecks
Das Problem: Das Internet of Things (IoT), also vor allem vernetzte Haushaltsgeräte, erlebte in den letzten Jahren einen gigantischen Boom. Leider blieb dabei die Sicherheit oft auf der Strecke.
Die Gefahr: Durch neue Geräte am Internet gibt es für Hacker auch neue Angriffsziele. Und das wurde bereits ausgenutzt. So wurden etwa Internet-Namensserver in den USA oder das DSL-Netz der Deutschen Telekom durch Angriffe auf oder von IoT-Geräten ausser Gefecht gesetzt.
Die Lösung: Auch bei IoT-Geräten sind regelmässiges Updates ein Muss. Zudem sollte man als allererstes das Standardpasswort zur Verwaltung dieser Geräte ändern.