Der Dollar-Meisterfälscher

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Der Meisterfälscher Kuhl: „Am Dollar biss ich mir die Zähne aus“
Der Kölner Künstler Hans-Jürgen Kuhl (76) fälschte 16 Millionen US-Dollar. Seine perfekten Blüten schockierten die CIA und brachten ihm vier Jahre Gefängnis ein. Heute ist er ein freier Mann. Zum 225-Jahre-Jubiläum des US-Dollars erzählt der Meisterfälscher seine Geschichte.

Sie waren alle hinter ihm her. Das deutsche Bundeskriminalamt und der amerikanische Secret Service. Das Meisterwerk von Hans-Jürgen Kuhl löste eine gewaltige Polizeifahndung aus. Lange tappten die Ermittlungsbehörden im Dunkeln. Am 22. Mai 2007 flog Kuhl dann aber doch auf: In seinem Atelier in Köln klickten an diesem Tag die Handschellen. Ein blauer Müllsack voller geschredderter Blüten war ihm zum Verhängnis geworden. Auf der Mülldeponie hatte ein Arbeiter zufälligerweise den Sack aufgestochen. Als er die Schnipsel sah, alarmierte er sofort die Polizei. Am Ende fanden sie in Kuhls Atelier 16,5 Millionen gefälschte US-Dollar. Es war der bisher drittgrösste Fund von Dollar-Blüten. Wie aber wurde aus dem Modedesigner, Porschefahrer, Millionär und Künstler ein Geldfälscher, dessen Blüten die Polizei-Experten beeindruckten, weil sie so erschreckend perfekt waren? „Das war eine Bestellung von einem Albaner“, so Kuhl. „Ich biss mir am Dollar tatsächlich die Zähne aus. Es hat so lange gedauert, bis ich die perfekten Blüte hinkriegte, dass der Albaner, als ich fertig war, kein Interesse mehr daran hatte.“ Kuhl war da bereits als Geldfälscher vorbestraft. „Beim ersten Mal bekam ich 15 Monate auf Bewährung, meine Firma war im Arsch, dazu die Strafzahlungen. Ich sag immer, das hat mich unterm Strich eine Million gekostet.“ Auch das war wohl ein Grund, warum er es noch einmal versuchte. Als der Albaner das Geld aber nicht mehr wollte, wusste Kuhl nicht, wo er mit der Menge hin sollte. Zuerst versuchte er das Papier zu verbrennen, was zu viel Rauch verursachte. Dann brachte er Sack für Sack auf die Mülldeponie. „Heute kann ich mit gutem Gewissen sagen, es war nie eine meiner Blüten im Umlauf.“

Den Schweizer Franken würde ich auch hinkriegen
Zehn Jahre ist das jetzt her, vier davon hat Kuhl für seine Tat hinter Gitter verbringen müssen. Doch nicht nur seine unrühmliche Tat jährt sich 2017, genau heute wird der US-Dollar, sein Fälschungs-Objekt, 225 Jahre alt. Am 2. April 1792 wurde die Währung eingeführt. Seither hat sich der Dollar zum bekanntesten Zahlungsmittel der Welt gemausert. Wie betrachtet Kuhl heute den US-Dollar? „Der neue Schein ist sicherer geworden aufgrund der vielen Farbschichten – somit fallen viele Fälscher schon mal weg. Denn eine Fälschung ist heute viel aufwendiger. Aber man kann ihn immer noch fälschen“, so Kuhl. „Und wenn wir grad dabei sind: Auch euer Schweizer Fränkli würde ich hinkriegen.“ Doch davon lässt der Meisterfälscher schön die Finger. „Mir wurde gesagt, dass ich bei einem neuen Fall lebenslänglich kassieren würde. Und ich will nicht im Gefängnis sterben.“ Doch jucken würde es Kuhl noch heute, denn ihn fasziniert es, wenn er mit seiner Kreativität zum Ziel kommt. „Die Scheine werden ja von Menschen gemacht. Man muss also nur tüfteln, Geduld und Ideen haben, dann kriegt man alles hin“, sagt er. Was ist denn besonders schwer zu fälschen? „Das sind Hologramme und die Silbersteifen im Papier, Letzterer wird oft nur aufgemalt.“ Den Zentralbanken rät Kuhl deshalb, gerade die Hologramme zu überarbeiten. „Das Hologramm müsste man viel grösser machen, damit es direkt auffällt. Die Sicherheitsmerkmale sind zu lieblos, für Fälscher oft zu einfach. Aber eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Wenn man Blüten verhindern will, muss man das Bargeld abschaffen.“

Nachtaktiv und unordentlich

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Intelligente Menschen bleiben lange wach, sind unordentlich und fluchen
Das hast du heimlich schon immer gewusst: Dein Chaos ist ein Zeichen von Genialität. Was sonst?

Intelligente Menschen fluchen mehr
Wurde euch als Kind auch immer gesagt, ihr sollt nicht fluchen, euer Zimmer aufräumen und früh ins Bett gehen? Wenn euch das schon als Kind genervt hat und jetzt erst recht, dann ist das möglicherweise ein Zeichen dafür, dass  ihr besonders intelligent seid. Diese Erkenntnis, die viele von euch schon längst geahnt haben, hat John Stanley Hunter nun bei unserem Partner Business Insider zusammengefasst. Den Mythos, dass Fluchen etwas für ungebildete Menschen sei, gibt es schon lange. Eine Studie aus den USA ging diesem Gerücht wissenschaftlich auf den Grund. Die Forscher fanden heraus, dass Menschen, die innerhalb von einer Minute die meisten Schimpfwörter nennen konnten, in Intelligenztests auch besser abschnitten. Die Forscher kamen also zu dem Schluss, dass ein reiches Vokabular an Schimpfwörtern ein Zeichen für gesunde verbale Fähigkeiten sei, und nicht der Versuch, verbale Defizite zu vertuschen.

Intelligente Menschen bleiben länger wach
Die Wissenschaft bezeugt ebenfalls, dass Menschen, die nachts länger wach bleiben, die intelligenteren Menschen sind. Präsident Obama, Charles Darwin, Winston Churchill, Keith Richards und Elvis Presley sind alle dafür bekannt, nachtaktiv zu sein. Wenn ihr also oft spät ins Bett geht, seid ihr in guter Gesellschaft.

Unordnung und Intelligenz gehen Hand in Hand
Ihr bleibt also gern lange wach und flucht viel? Wenn ihr jetzt auch noch zu Unordnung neigt, können wir euch nur beglückwünschen. Wie eine Studie der University of Minnesota zeigt, sind die unordentlichen Schreibtische der Genies tatsächlich ein Zeichen für Intelligenz. Wer sich nicht damit beschäftigt, Ordnung zu halten, der hat offensichtlich grössere Dinge im Kopf. Das ist doch gute Nachricht für viele der fluchenden, unordentlichen Nachteulen da draussen. Gehört ihr auch dazu?

Lego – The silent Mary

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Lego Pirates of the Caribbean 2017 – The Silent Mary – 71042

Auf der New York Toy Fair wurde das exklusive Set LEGO Pirates of the Caribbean The Silent Mary 71042 offiziell vorgestellt: Der Fluch der Karibik und sein neues Schiff. Mittlerweile gibt es auch offizielles Bildmaterial. Das Schiff wird aus 2300 Teilen zusammengebaut und ist ab dem 1. April erhältlich. Ein VIP-Vorverkauf ist noch nicht bestätigt, kolportiert wird ein Preis von 200 Euro…

Analyse zu Rotkäppchen

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Der Hintergrund zu Rotkäppchen – Analyse eines Schreckmärchens
Im Märchen Rotkäppchen aus der Sammlung der Kinder und Hausmärchen der Gebrüder Grimm geht es um die innere Entwicklung eines kleinen Mädchens, die vor dem Hintergrund dem Tod von der Schippe gesprungen zu sein, ihre Augen für die Welt in, ihren guten sowie bösen Sphären, öffnet. Die erste Erzählphase beinhaltet zunächst die Vorstellung der Hauptfigur, sowie die Darlegung des Haupthandlungsstranges, nämlich den Auftrag der Mutter, der besagt, dass Rotkäppchen sich mit Wein und Kuchen auf den Weg zur kranken Grossmutter machen soll.

Der weibliche Hauptcharakter Rotkäppchen wird als „kleines süsses Mädchen, die jedermann lieb hatte, der sie nur ansah“. Daraus kristallisiert sich heraus, das sie als verwöhntes beziehungsweise verhätscheltes Kind angesehen werden kann, da sie Zuneigung von allen Seiten erfährt. Dies wird weiter dadurch gestützt, dass „ihre Grossmutter nicht wusste, was sie ihr schenken sollte“. Somit führt die ausnahmslos heile Welt, in der Rotkäppchen aufwächst dazu, dass es im späteren Handlungsverlauf offensichtliche Gefahren nicht erkennt, und die aus menschlichem Fehlverhalten resultierende Katastrophe ihren Lauf nimmt. Das rote Käppchen, das Rotkäppchen geschenkt bekam biete viel Spielraum für Deutungshypothesen. Zum einen steht die Farbe Rot für das Leben, in diesem Falle die kindlich unschuldige Lebensfreude des kleinen Mädchens. Zum anderen aber auch für die Entwicklung vom Mädchen zur Frau.

Der Auftrag den das kleine Mädchen zu verrichten hat, hat einen tiefgehenden symbolischen Charakter, denn er legt dem Leser die Verhältnisse der drei weiblichen Charaktere unter einander dar. So steht die Grossmutter, was sich aus dem altdeutschen Gross-Mutter ableitet und bedeutungsgleich mit Ur-Mutter ist. Also dem Ursprung des familiären Lebens. Nun da dieser Ursprung krank ist es die Aufgabe des jüngsten Sprosses für die Grossmutter zu sorgen. Dabei stehen der Wein und der Kuchen als Lebensspender beziehungsweise der Wein als Saft des Lebens. Weiterhin bedeutet der Ausspruch der Mutter, dass „sie hübsch sittsam gehen und nicht vom rechten Weg abkommen solle, da sonst das Glas zerbräche.“, dass das Leben der Grossmutter allein in der Verantwortung des kleinen Rotkäppchens liegt und ein nicht Erfüllen des Auftrages zum Tod der Grossmutter führen könnte. Was sich anhand der allgemeinen Symbolik des zerbrochenen Glases und des darin enthaltenen Weins beweisen lässt. Einerseits auf die Grossmutter bedeutet dies, dass aus der zerbrochenen Flasche der Lebenssaft austritt. Andererseits steht hier symbolisch bei einem Abkommen vom rechten Weg Gefahr beziehungsweise ein schreckhaftes Erlebnis ins Haus.

Dass man sich stets in Acht nehmen muss und Fremden nicht zu vertrauensvoll entgegentreten darf, weiss heute jedes Kind. Auch, weil fast jedes Kind die Geschichte von Rotkäppchen und dem bösen Wolf kennt. Heute existieren unzählige Varianten des Märchens. Die bekannteste ist die der Gebrüder Grimm aus dem Jahr 1812.

Orangefarbener Alligator

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Wieso ist dieser Alligator orange?
Ein orangefarbener Alligator, ein Bild mit Seltenheitswert. Im US-Bundesstaat South Carolina wurde ein besonders gefärbter Alligator entdeckt. Warum ist dieser Alligator orange? Alligatoren sind im Süden der USA häufig anzutreffen. Doch nun wurde im Örtchen Hanahan im Bundesstaat South Carolina ein ganz besonderes Exemplar gesichtet.

Anders als seine Artgenossen ist es nicht grün, sondern kommt in einem leuchtenden Orange daher. Weil es mit dieser Farbe dem Präsidenten der USA ähnelt, dauerte es nicht lange, bis ein entsprechender Spitzname gefunden war: Trumpagator. Doch warum sieht er so aus, wie er aussieht? Dazu gibt es nur Vermutungen. Die einleuchtendste stammt von einem Angestellten der Naturschutzbehörde des Bundesstaates. Ihm zufolge könnte der Alligator seinen Winterschlaf an einem rostigen Ort verbracht haben, beispielsweise in einem Abflussrohr, welches auf seine Schuppen abgefärbt habe. Er geht davon aus, dass das Tier schon bald wieder zu seinem normalen Look zurückkehren wird und wieder herzhaft zupacken kann.

Valentinstag 2017

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Valentinstag 2017
Meine lieben Freunde, Besucher und Miketop-Fans – – – Möge das sensible Getriebe im Lego-Herzen nie still stehen und unsere Freundschaft immer fortwährend mit den filigranen Zahnrädchen am Laufen erhalten. Ich sende Euch viele liebe Grüsse zum Valentinstag – Mike

Valentin ist der schönste Tag,
wenn man gerne Blumen mag.
Doch weil ich keine Blumen für Euch hab,
sag ich dir nur, dass ich Euch mag…

Unheimliche Geisterschiffe

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Die zehn unheimlichsten Geisterschiffe
Manche sind nur Legenden, andere gibt es wirklich. Sie kämpfen sich einsam durch die Wellen, keiner putzt das Deck, keiner hisst die Segel. In der Kombüse stehen die Töpfe und Teller so, als wäre der Smutje eben noch da gewesen. Durch die Gänge rollen leere Flaschen, in den Kajüten liegen Kleider und Schuhe. Aber von der Mannschaft ist weit und breit keine Spur. Wo sind sie geblieben? Wurden sie alle von einer riesigen Welle über Bord gespült? Hat einer von ihnen alle anderen getötet, alle Leichen beseitigt und ist als letzter über Bord gesprungen? Nichts ist unheimlicher, als wenn sich gleich eine ganze Gruppe Menschen in Luft auflöst. Über manche Geisterschiffe gibt es nur Gerüchte und Legenden, andere sind sehr real und wurden gründlich untersucht.

Die Papiere der „Ourang Medan“ wurden nie gefunden
Die „Ourang Medan“ war ein Dampfschiff, das inzwischen als „Geisterschiff der Südsee“ bekannt ist. Der Funker der „Ourang Medan“ sendete am 27. Juni 1927 einen SOS-Ruf und teilte mit, dass man an Bord des Schiffs dringend einen Arzt brauche. Später meldete sich der Funker noch einmal: „Alle Offiziere sind tot, auch der Kapitän. Wahrscheinlich sind alle tot. Ich sterbe“. Das Dampfschiff war fernab aller üblichen Schifffahrtsrouten im Pazifik unterwegs, dennoch war am nächsten Tag ein anderes Schiff – die „Silver Star“ – in der Nähe. Kein Mensch auf der „Ourang Medan“ gab Zeichen oder antwortete. Schliesslich wagten sich einige Matrosen der „Silver Star“ an Bord. Sie fanden nur Leichen. Die Toten wirkten, als seien sie in einer Schrecksekunde inmitten einer Bewegung, in der sie nach etwas greifen wollten, erstarrt. Der Anblick war grauenhaft. Der Kapitän der „Silver Star“ entschloss sich, die „Ourang Medan“ in Schlepptau zu nehmen. Aber dann begann das unheimliche Schiff zu brennen. Der Kapitän schnitt die Seile durch, kurz darauf explodierte die „Ourang Medan“. Welches Drama hatte sich auf dem Schiff abgespielt? Einen kleinen Hinweis gibt es dank des einzigen Überlebenden. Zehn Tage nach der Explosion kam auf den Marschallinseln ein Rettungsboot mit sieben Toten und einem Überlebenden an. Sie alle waren von der „Ourang Medan“ geflohen. Der Überlebende berichtete, dass man in China eine geheime Ladung an Bord genommen hatte und dass kurz darauf alle krank wurden. Bis heute nimmt man an, dass das Schiff Zyankali geladen hatte und dass sich giftige Blausäuredämpfe im Schiff verbreitet hatten. Allerdings hat man nie richtige Schiffspapiere gefunden. Wem es gehörte, woher es kam, wohin es wollte – alles verblieb ein Rätsel.

Der „Fliegende Holländer“ gilt als schlechtes Omen
Heinrich Heine hat über ihn gedichtet, Wilhelm Hauff hat eines seiner schönsten Märchen über ihn geschrieben, viele andere Dichter wurden von ihm inspiriert. Aber spätestens seit Wagner eine Oper über den unter einem Fluch leidenden Kapitän schrieb, ist der „Fliegende Holländer“ das berühmteste Geisterschiff überhaupt. Die Frage ist: Gab es ihn wirklich, diesen unglückseligen Kapitän, der bis zum jüngsten Tag auf See bleiben muss und nur alle sieben Jahre kurz das Land betreten darf? Woher die Geschichte stammt, weiss man nicht genau. Im 16. Jahrhundert wurden viele Geschichten über wagemutige holländische Kapitäne erzählt, die mit dem Teufel in Pakt standen oder selbst ihre ganze Mannschaft verflucht hatten. Wahrscheinlich ist der wahre Fliegende Holländer ein Kapitän namens Hendrick van der Decken. Er wollte unbedingt das Kap der Guten Hoffnung umfahren und er schwor, es bis zum Jüngsten Gericht immer wieder zu versuchen. Dann stach er in See. Auch als ein Sturm aufzog, fuhr er weiter und blieb unbeirrt an Deck. Er soff, rauchte Pfeife, sang obszöne Lieder und lachte laut über seine Mannschaft, die vor Angst zitterte. Es kam zur Meuterei, der Kapitän erschoss die Meuterer, aber dann explodierte die Waffe in seiner Hand. Die Mannschaft und er waren tot. Seitdem soll er rastlos über die Meere segeln und allen anderen Schiffen, die ihn sehen, den Tod bringen. Das Schiff des „Fliegenden Holländers“ soll unzählige Male gesichtet worden sein, und jedes Mal galt es als schlechtes Omen. Sogar der deutsche Admiral Karl Dönitz behauptete im Zweiten Weltkrieg, dass einige U-Boot-Crews vor ihrem Untergang den „Fliegenden Holländer“ gesehen haben wollen.

Die „Mary Celeste“ hatte Industriealkohol geladen
Die Geschichte der „Mary Celeste“ wird auch das grösste Mysterium der Seefahrt genannt. Die „Mary Celeste“ war ein Zweimaster. 1872 fand man das Schiff ohne Mannschaft zwischen den Azoren und Portugal einsam auf dem Atlantik treibend. Es war am 7. November in New York ausgelaufen und wollte nach Genua segeln. An Bord waren mehrere Passagiere, Kapitän Benjamin Briggs und eine Ladung Industriealkohol. Noch am 4. Dezember wurde die „Mary Celeste“ gesichtet, und alles schien normal zu sein. Am 13. Dezember fand man das Schiff verlassen, ziellos schaukelnd auf den Wellen. Die Schiffspapiere fehlten, aber das Frühstücksgeschirr mit dem Tee stand noch auf dem Tisch. Einige Pfeifen der Mannschaft lagen in ihren Ständern und waren noch warm. Hier hatte jemand gefrühstückt und geraucht – und dann in aller Hast mit Papieren das Schiff verlassen. Warum? Die Ladung war unberührt, es gab genügend frisches Trinkwasser und ausreichend Lebensmittel. Das Rettungsboot fehlte. Man fand einige Blutspuren in der Kajüte des Kapitäns, und man vermutete deshalb dass der Kapitän ermordet worden war und dass dann alle geflohen sind. Beweisen konnte man diese Theorie jedoch nie. Die „Mary Celeste“ wurde noch 17 Mal weiterverkauft. Am Ende wollte ein Besitzer mit ihr die Versicherung betrügen und versenkte das unglückselige Schiff. Der Versicherungsbetrug flog allerdings auf.

Die „Lady Lovibond“ zeigt sich alle 100 Jahre
Die „Lady Lovibond“ spuckt als Geisterschiff vor der Küste Englands. Am 13. Februar 1748 nahm Kapitän Simon Reed seine frisch angetraute Frau Annette mit auf sein Schiff „Lady Lovibond“, obwohl er damit ein ungeschriebenes Gesetz verletzte. Frauen bedeuteten auf Schiffen Unglück und hatten damals an Bord nichts zu suchen. Aber Kapitän Simon Reed liebte seine Annette einfach über alles. Dieses Mal brachte die junge Frau dem Schiff wirklich kein Glück. John Rivers, der erste Offizier, war ebenfalls verliebt in Annette. Er begann auf dem Deck eine Prügelei mit dem Kapitän. Das Drama endete damit, dass John Rivers die „Lady Lovibond“ absichtlich auf Sandbänken auflaufen liess. Alle Mann und Annette ertranken. Seitdem spukt das Schiff vor der Küste von Dover. Es zeigt sich genau alle 100 Jahre am 13. Februar zwischen den Sandbänken. Es gibt anscheinend Augenzeugen sowohl für den 13. Februar 1848 und für den 13. Februar 1948. Am 13. Februar 2048 wird sie wieder erwartet. Das Schiff soll genauso aussehen, wie früher. Allerdings hat die „Lady Lovibond“ als Geisterschiff einen grünen Schein.

Die „Octavius“ auf eiskalten Abwegen
Am 11. Oktober 1775 fand das Walfangschiff „Herald“ die „Octavius“ an der Küste von Westgrönland. Das Schiff war 13 Jahre verschollen gewesen! Die ganze Besatzung war tot, auch der Kapitän lag tot in seiner Kajüte. Alle waren erfroren. Der Anblick des Kapitäns war besonders schaurig. Er sass, so Augenzeugen, steifgefroren an seinem Schreibtisch und hielt immer noch die Feder in der Hand, mit der er ins Logbuch schrieb! In seiner Kajüte lagen eine tote Frau und ein totes Kind. Was machte die „Octavius“ dort oben in Westgrönland? Die „Octavius“ hatte sich 13 Jahre zuvor auf den Weg nach Indien gemacht und war dort nie angekommen. Wahrscheinlich hatte der Kapitän versucht, die viel kürzere Nord-West-Passage zu befahren und war bei Alaska in Packeis geraten. Es kann sogar sein, dass der Kapitän der erste war, der diesen Weg entdeckt hat. Er konnte nur nicht mehr darüber berichten. 13 Jahre lang soll das Schiff mit seinen zu Eis erstarrten Menschen ungesteuert in Nordpol-Nähe gefahren sein, bis es in Westgrönland auftauchte. Das Logbuch konnte keine genaueren Angaben mehr liefern. Es war gefroren, und als man es mit in die Wärme nahm, zerfiel es.

Die „Young Teazer“ explodierte
Während des Britisch-Amerikanischen Krieges 1812 war die „Young Teazer“ als Piratenschiff unterwegs. Privatpersonen durften damals feindliche Schiffe entern und ausräumen. Sie bekamen dazu von der Regierung sogar einen offizielle „Kaperbrief“. Einige Zeit waren die Männer der „Young Teazer“ sehr erfolgreich, dann aber wurde die „Young Teazer“ selbst von feindlichen Schiffen verfolgt. Im Juni 1813 wurde sie schliesslich von der „HMS Hogue“ in den Hafen von Halifax gejagt, aber die „Young Teazer“ konnte entkommen. Immer wieder gelang es dem kleinen Piraten-Schoner, vor den britischen Schiffen zu fliehen. Am Ende war es dann aber in der Bucht von Mahone in Neuschottland (Kanada) gefangen. Die Situation war aussichtslos und die Männer wussten, dass man sie hängen würde. Die Besatzung wollte deshalb fliehen und das Schiff vorher in die Luft sprengen. Das Schiff explodierte viel zu früh. Viele „Teazer“-Männer starben, andere überlebten schwer verletzt. Die Überlebenden kamen in ein Gefängnis, die Toten wurden an der Küste beigesetzt. Seit der Explosion wurde die „Young Teazer“ immer wieder gesichtet. Wie aus dem Nichts taucht es als brennendes Geisterschiff in der Mahone-Bucht in Neuschottland auf. Es soll inzwischen Hunderte von Augenzeugen geben, die berichten, dass es plötzlich vor ihnen war. Einige sahen es aus nächster Nähe und berichteten, dass sie Männer beobachteten, die über das brennende Deck liefen und um ihr Leben kämpften. Die Überreste des Wracks wurden damals von Küstenbewohnern eingesammelt, das kostbare Holz zum Hausbau verwendet. In einem dieser Häuser soll es spuken. Heute findet an der Küste jährlich ein Festival zu Ehren des Geisterschiffes statt.

Auf der „MV Joyita“ fehlte das Logbuch, der Sextant und der Chronometer
Die „MV Joyita“ war eigentlich eine Luxusjacht, die 1931 in Los Angeles (USA) für den Filmdirektor Roland West gebaut wurde. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Jacht von der Navy an der Küste von Hawaii eingesetzt. Am 3. Oktober 1955 lief das Schiff von Samoa in Richtung Tokelau im Südpazifik aus. Es waren 25 Menschen an Bord, darunter Regierungsbeamte, zwei Kinder und ein Chirurg, der auf Tokelau gebraucht wurde. Die Überfahrt sollte nur zwei Tage dauern, aber das Schiff verschwand. Man fand es am 10. November 1955, 600 Meilen von seiner Route entfernt. Es war kein Mensch mehr an Bord, und alle Uhren waren um 10.25 Uhr stehengeblieben! Eine der Maschinen lief immer noch, aber es fehlten 4 Tonnen Fracht. Da sich die Last verschoben hatte, hatte es eine starke Schlagseite. Man fand an Deck blutiges Verbandsmaterial, aber sonst nichts. Das Logbuch, der Sextant und der Chronometer fehlten. Gerüchte verbreiteten sich. Japanische Soldaten sollen sich angeblich an dem Schiff gerächt haben, weil es während des Krieges im Zweiten Weltkrieg gegen die japanische Armee eingesetzt worden war. Was wirklich passierte und wo die 25 Menschen geblieben sind – man weiss es bis heute nicht.

Die „Baychimo“ verschwand 1931 in einem Schneesturm
Die „Baychimo“ war ein in Deutschland gebauter Frachter, der in den Zwischenkriegsjahren an der kanadischen Küste fuhr und zu einem sehr realen Geisterschiff wurde. Im Oktober 1931 geriet der Frachter in Packeis. Die Männer konnten sich an Land ein Lager bauen, in dem sie überwintern wollten. Am 24. November 1931 kam es zu einem schrecklichen Schneesturm. Als er vorüber war, war das Schiff verschwunden. Die Männer an Land waren davon überzeugt, dass es im Sturm gesunken war. Aber dann tauchte es immer wieder auf. Man sah es mal da, man sah es mal dort. Manche konnten es sogar betreten, aber es war immer zu viel Eis in der Nähe, um es anzuseilen und abzuschleppen. Als Geisterschiff soll es jahrzehntlang an der kanadischen Küste entlang gefahren sein. 1969 sah man den Frachter zum letzten Mal. Die „Baychimo“ war im Eis im Nordwesten Alaskas eingefroren. 2006 schickte die Regierung von Alaska einen Suchtrupp los, der das „Geisterschiff der Arktis“ finden sollte. Bis jetzt ohne Erfolg.

Von der elfköpfigen Mannschaft der „Carrol A. Deering“ fehlt jede Spur
Als man die „Carrol A. Deering“ am 4. Februar 1921 fand, war ausser einer hungrigen Katze niemand an Bord. In der Kombüse hatte jemand gekocht, das noch warme Essen stand fertig zum Servieren bereit. Die Rettungsschiffe waren weg, die Anker fehlten und zwei Schiffslichter waren so gesetzt, dass sie „Manövrierunfähigkeit“ signalisierten. Von der elfköpfigen Mannschaft war weit und breit keine Spur. Schon die Vorgeschichte war dramatisch gewesen. Die „Carrol A. Deering“ war ein Schoner mit fünf Masten und war als Lastschiff im Einsatz. Auf der Jungfernfahrt nach Rio de Janeiro wurde der Kapitän krank und musste das Schiff in Rio de Janeiro verlassen. Kapitän Wormell wurde angeheuert, dazu kam noch Charles McLellan als erster Offizier. In Barbados lief das Schiff den Hafen an, um Wasser und Proviant zu holen. Dabei betrank sich McLellan so sehr, dass er verhaftet wurde und vom Kapitän aus dem Gefängnis ausgelöst werden musste. Die beiden Männer stritten sich anschliessend lautstark, und als das Schiff ablegte, herrschte an Bord der „Carrol A. Deering“ eine düstere Stimmung. Später beobachtete ein Feuerschiff, dass die „Carrol A. Deering“ einen Kurs nahm, der zu den berühmten und berüchtigten Untiefen vor der Küste von North Carolina (USA) führte. Am 31. Januar 1921 sah man das Schiff auf den Sandbänken von Cape Hatteras vor North Carolina. Aber es tobte der stärkste Sturm seit 22 Jahren und es dauerte bis zum 4. Februar, bis jemand das Schiff betreten konnte. Der Sturm war zu heftig gewesen. Wo war die Mannschaft geblieben? Warum hatte das Schiff diesen Kurs genommen und war auf die Sandbänke vor Cape Hatteras gesegelt? Die abenteuerlichsten Theorien tauchten auf. War das Schiff durch das nahe Bermuda-Dreieck ausser Kurs geraten? Hatten vielleicht sogar Bolschewiken oder Alkoholschmuggler das Boot geentert? Wahrscheinlich ist jedoch, dass es zu einer Meuterei gekommen war oder dass sich Kapitän und Erster Offizier weiterhin gestritten haben. Die Besatzung muss dann mit den Rettungsschiffen geflohen sein. Aufgrund des Sturms ertranken alle vor der nahen Küste. Leichen wurden allerdings nie geborgen, alles war immer nur eine Theorie. Das Wrack wurde aus Sicherheitsgründen teilweise gesprengt, Überreste davon blieben jedoch bis in die 50er Jahre weithin sichtbar. Das Rätsel der „Carrol A. Deering“ konnte nie gelöst werden.

Die „Eliza Battle“ sank – 26 Menschen starben
Die „Eliza Battle“ war ein luxuriöses Riverboat, das um 1850 auf dem Mississippi (USA) fuhr und dafür gebaut war, die VIPs der damaligen Zeit zu unterhalten. Selbst ein früherer US-Präsident fuhr auf dem Schiff und liess sich begeistern. Am 1. März 1858 kam es zur Katastrophe. Alle Kabinen waren mit Passagieren besetzt, im Frachtraum lagen 1200 Ballen mit Baumwolle. Insgesamt waren Hundert Personen an Bord. Einige dieser Ballen fingen Feuer und es verbreitete sich rasend schnell. Das Boot schipperte weiter flussabwärts, keiner konnte helfen. Die Passagiere, die meist nur im Nachthemd waren, sprangen verzweifelt in den eisigen Fluss. Mütter versuchten, ihre Kinder zu retten, Männer suchten nach ihren Frauen. Es kam zu fürchterlichen Szenen auf dem brennenden Schiff. Das Schiff sank schliesslich. 26 Menschen starben. Die „Eliza Battle“ blieb als Geisterschiff auf dem Mississippi zurück. Bis heute soll man sie bei Vollmond auf dem Fluss beobachten können. Augenzeugen berichten, dass sie Musik gehört haben und die Flammen so hell waren, dass sie das Schild auf der Seite des Schiffs lesen konnten. Darauf stand: „Eliza Battle“. Die Fischer am Mississippi sind bis heute davon überzeugt, dass es ein Unglück geben wird, falls man die „Eliza Battle“ sieht.

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