Absurde Mordmotive

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Die absurdesten Motive, einen Menschen zu töten
Fast täglich lesen wir in den Zeitungen von Menschen, die als Opfer von Gewalttaten ihr Leben lassen mussten. Die Motive für solche Verbrechen sind vielfältig: Geldgier, Hass, Liebe, Rache, Eifersucht, fünf Franken oder Euro in der Geldbörse oder ein Paar neue Turnschuhe an den Füssen. Die meisten dieser Meldungen sind für uns schon so alltäglich geworden, dass wir sie kaum noch wahrnehmen. Nur noch selten dringt eine bis in unser Bewusstsein vor. Und sei es auch nur, weil wir uns über die Motive des Täters wundern müssen.

Sonnenfinsternis I
Die Wahrscheinlichkeit, von einem abergläubischen Menschen getötet zu werden, weil man einen Spiegel zerbricht, ein vierblättriges Kleeblatt zertritt oder als 13ter Gast an einer Tafel Platz nimmt, ist denkbar gering. Aber im ‚Ursprungsland‘ des Aberglaubens, in Rumänien, gibt es immer noch Menschen, die bereit sind, für ihre abergläubischen Überzeugungen zu töten. So beispielsweise eine 31jährige Mutter aus Strahotin, die ihr während der Sonnenfinsternis geborenes Kind tötete, weil sie glaubte, das es verflucht sei.

Sonnenfinsternis II
Aber nicht nur Rumänien gab es SoFi-bedingte Todesopfer zu beklagen. Auch im Nordosten Afrikas forderte das Himmelsschauspiel ein Menschenleben. Der Ägypter Abdel-Nasser Nuredeen tötete seine Ehefrau, da diese – fasziniert von dem seltenen Naturschauspiel – sich weigerte, ihm eine Tasse Tee zu kochen.

Never ask for tea
Eine Tasse Tee war auch der Grund für das vorzeitige Ableben eines Mannes in Neu Delhi. Dieser wurde von seiner entnervten Ehefrau niedergestochen, weil es für ihn als überzeugten Chauvi nicht in Frage kam, sich selber einen Tee aufzubrühen. Dies sei schliesslich Frauenarbeit.

Verletzter Stolz I
Gekränkte Eitelkeit kann ein starkes Motiv für einen Mord sein. James Gatling Jr. aus Virginia beispielsweise wünschte sich nichts sehnlicher als einen Porsche. Auch wenn es nur ein gebrauchter ist. Also vereinbarte er einen Termin mit einem verkaufswilligen Besitzer der deutschen Edelkarosse. Als dieser jedoch beim Besichtigungstermin durchblicken liess, dass aus dem Handel wohl nichts werden würde, da er Gatling eines Porsches nicht für würdig halte, drehte der Gedemütigte durch – und erschoss den versnobten Porschebesitzer.

Verletzter Stolz II
Der 36jährige Karl Welker aus Bonn hatte allen Grund, stolz auf sich zu sein – schliesslich wurde er zum ‚Ehemann des Jahres‘ gewählt. Doch seiner Frau war ein ‚Ehemann des Jahres‘ offenbar nicht gut genug – sie verkündete ihrem Mann, dass sie ihn zu verlassen gedenke. Das verletzte den Stolz des prämierten Mustergatten – er griff nach der Siegestrophäe und erschlug seine Frau damit.

Regeln sind eben doch nicht dafür da, um gebrochen zu werden
Gelegentlich neigen auch die ansonsten eher ruhigen und gelassenen Schachspieler zu unkontrollierten Wutausbrüchen: Der Kambodschaner Buth Ratha erschlug seinen Mitspieler Prey Veng mit einer Mörserkeule, weil dieser gegen die guten Sitten beim Schach verstiess – er nahm, ohne die Hand von der Figur zu lösen – einen eben gemachten Spielzug zurück.

Dallas um jeden Preis
Wer ein echter Dallas-Fan ist, schreckt auch vor einem Mord nicht zurück, um ungestört die Abenteuer von J.R. und Sue-Allen verfolgen zu können. Der 31jährige Phillippe Agneray aus Aulnay-sous-Bois bei Paris war ein echter Dallas-Fan. Deshalb blieb ihm im Grunde auch gar keine andere Wahl, als seinen vier Jahre älteren Bruder Marc niederzuschiessen. Warum musste dieser auch diese blöde Quizshow auf dem anderen Kanal ansehen. Wo doch Dallas kam.

Warum nur dein Sohn und nicht meiner
Das es nicht immer leicht ist, einen Kindergartenplatz zu ergattern, ist eine bekannte Tatsache. In Japan scheint der Verteilkampf um die raren Plätze aber noch um Welten härter zu sein. Oder wie ist es sonst zu erklären, das eine 35jährige Mutter, deren Kind abgewiesen wurde, den vom Kindergarten akzeptierten Spielkameraden ihres Sohnes erwürgte?

Frauen brauchen Liebe
Kranke Frauen brauchen viel Aufmerksamkeit und Fürsorge. Als Ehemann ist man gut beraten, ihnen diese auch zu gewähren. Denn tut man das nicht, kann es einem so ergehen wie dem 47jährigen Amerikaner Gail Murphy, der den Fehler machte, seine Frau sträflich zu vernachlässigen. Denn während diese bäuchlings auf dem Bett lag, um sich von einer Operation an den Hämorrhoiden zu erholen, ging ihr Göttergatte für sechs Stunden zum Fischen. Als er wieder zurückkam, blieb ihm gerade noch genug Zeit um zu realisieren, dass auch bäuchlings auf dem Bauch liegende Frauen in der Lage sind, den Abzug einer Flinte durchzuziehen.

Wenn der Druck zu gross wird
Wenn der Druck zu gross wird, hat so mancher seine Schwierigkeiten, die Blasenfunktion noch unter Kontrolle zu halten. William Bronson aus Birmingham, Alabama, konnte zwar noch das Wasser halten, verlor aber ansonsten total die Kontrolle über seine Handlungen: Er erschoss zwei Angestellte einer Schnellrestaurantkette, weil sie ihn nicht gestatteten, schon vor der offiziellen Ladenöffnungszeit die Toilette zu benutzen.

Stell den verdammten Ton leiser I
Das laute Rockmusik aggressiv macht, ist ein beliebtes Vorurteil vieler älterer Mitbürger. Dieselbe Wirkung muss man aber auch der Volksmusik nachsagen, wie ein Fall aus Italien zeigt: Der 71jährige Rentner Paolo F. tötete dort seine Ehefrau, weil sie sich eine Volksmusiksendung mit zu hoher Lautstärke ansah. Ausser sich vor Wut schlug er mit dem Bügeleisen auf sie ein und strangulierte sie anschliessend auch noch mit seiner Krawatte. Und dann, so erzählte er später dem Richter, wusste er nicht mehr, was er noch tun sollte. Also setzte er sich neben seine tote Ehefrau vor den Fernseher. Aber vorher stellte er noch den verdammten Ton leiser.

Stell den verdammten Ton leiser II
Zu laute Musik war auch der Grund für eine Nachbarschaftstragödie in Madison, Wisconsin. Willie R. Love erstach dort seinen Nachbarn, weil dieser seine Stereoanlage 36 Stunden auf voller Lautstärke dudeln liess, um ihn zu ärgern.

Verbrannter Toast
Francis Buhagiar, ein 68jähriger Rentner, mochte das Frühstück nicht, dass seine 76jährige Schwester Maria ihn vorsetzte – also griff er nach seine Pistole und erschoss sie. Sie hätte halt den Toast nicht anbrennen lassen sollen.