Monthly Archives: Juni 2013

Zürich in Schutt und Asche

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Zürich in Schutt und Asche
Bislang galt der Raum Zürich als wenig erdbebengefährdet. Doch nun zeigt eine Studie, dass das Gebiet regelmässig von zerstörerischen Beben heimgesucht wird. Alle paar hundert Jahre richtet ein grosses Erdbeben in der Schweiz Zerstörung an. So beispielsweise 1356, als ein Beben der Stärke 6,6 auf der Richterskala die Stadt Basel in Schutt und Asche legte. Nun zeigen neue Daten, dass es Zürich irgendwann auch so ergehen könnte. Michael Strasser, Professor am Geologischen Institut der ETH Zürich, hat mit seinem Team das grösste natürliche Erdbeben-Archiv der Schweiz untersucht: die Schweizer Seen. An deren Grund lagern sich Jahr für Jahr millimeterdicke Sedimentschichten ab. Die ältesten stammen vom Ende der letzten Eiszeit vor 15’000 Jahren. Normalerweise liegen die Schichten geordnet übereinander. Doch bei starken Erschütterungen lösen sich an den steileren Flanken des Seebeckens Schlammlawinen. Das aufgewirbelte Material lagert sich an der tiefsten Stelle in der Seemitte wieder ab. Im Profil der Sedimentschichten zeigt sich das als Störung. Wenn diese bei mehreren Seen gleichzeitig auftreten, gehen die Forscher davon aus, dass ein Erdbeben die Ursache war. «Wir nutzen die Sedimente der Seen wie ein Netzwerk natürlicher Seismographen und rekonstruieren daraus Epizentren und Erdbebenstärken», sagt Strasser. Die Daten zeigen, dass der Raum Zürich durchschnittlich alle 2770 Jahre von einem starken Beben heimgesucht wird. Das letzte fand vor 2200 Jahren statt und erreichte die Stärke 6,7. Ein erneutes Beben dieser Stärke würde in Zürich sehr grosse Schäden anrichten, sagt Stephan Husen, Seismologe beim Schweizerischen Erdbebendienst. Denn: «In der Schweiz weisen 90 Prozent aller Gebäude eine ungenügende oder unbekannte Erdbebensicherheit auf.»

Erdbeben Zuerich Miketop

Das Unterwasserhotel

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Abtauchen ins Unterwasserhotel
Es gibt nichts, was es nicht gibt: Auf den Malediven, beziehungsweise unter den maledivischen Inseln, entsteht bald ein Unterwasserhotel. Verrückt aber wahr: Ein Hotel, das zu Teilen komplett unter Wasser liegt. Baupläne und Skizzen für solche Projekte gibt es viele. Doch auf den Malediven steht die Grundsteinlegung des «The Water Discus Hotels» jedoch tatsächlich kurz bevor.

Unter- und Oberwasserwelt.
Das Hotel soll aus zwei Haupteilen bestehen. Einer davon liegt komplett unter Wasser und ist durch Stahlkonstruktionen mit dem oberen Teil verbunden. Die Gäste können so die Unterwasserwelt in einem der 23 Hotelzimmer bestaunen. Oder mit einem speziellen Tauchboot sogar erkunden. Der obere Teil des Hotels befindet sich fünf bis sieben Meter über der Wasseroberfläche und bietet nebst Gastronomie auch ein Deck zum Sonnenbaden. Nun müssen nur noch die letzten Baubewilligungen erteilt werden, damit die zahlfreudigen Gäste anreisen können – auf Wunsch auch mit Helikopter.

Mystische Eislandschaft

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Mystische Eislandschaft in Sibirien
Die atemberaubendsten Kunstwerke schafft eben immer noch die Natur selbst. In Sibirien türmen sich auf dem zugefrorenen Baikalsee massive Eisschollen bis zu 15 Meter hoch. Im Sonnenlicht wirken die Gebilde zauberhaft und mystisch. Eiskalte Winde, Temperaturen um die -38 Grad Celsius und die ständige Bewegung der Eismassen haben die Skulpturen geformt. Fotograf Alexey Trofimov: «Ich wohne ganz in der Nähe des Baikalsees. Die Umgebung ist unglaublich mystisch. Es gibt hier nach wie vor viele noch unerforschte Areale. Ich bin immer wieder überrascht von der Vielfalt Sibiriens. Als Fotograf will ich den Menschen die Wunder zeigen, die die Natur hier schafft.» Der Baikal ist mit seinen 1642 Metern der tiefste See der Welt. Er ist mehr als 25 Millionen Jahre alt und liefert ein Fünftel des Süsswasservorkommens der gesamten Erde.

Das schwarze Geheimnis

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Das schwarze Geheimnis unseres Planeten
Aus dem All sind mitten in der Wüste einige schwarze Flecken zu sehen. Was ist das? Die Antwort ist genau so simpel, wie überraschend: Es handelt sich um einen Autoreifen-Friedhof. Hierzulande wäre dies unvorstellbar, müssen doch die Reifen fachgerecht entsorgt werden. Nicht so in Kuwait, dort lagern rund sieben Millionen Pneus mitten in der Wüste. Die Deponie ist riesig, man sieht sie sogar aus dem Weltall – und vor allem ist sie eine grosse Umweltsünde.

Der klarste See der Welt

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Der klarste See der Welt
Im «Blue Lake» in Neuseeland ist das Wasser so rein, dass man fast 80 Meter weit sehen kann. Zum ersten Mal überhaupt bekam nun ein Fotograf die Erlaubnis im heiligen Wasser zu tauchen, um die Unterwasserwelt festzuhalten. In der Gegend rund um den Blue Lake ist die atemberaubende Schönheit des Sees schon lange bekannt. Abenteuerlustige Naturfreunde nehmen gerne den fast zweitägigen Marsch in Angriff, um zu dem mystischen Ort zu gelangen. 2011 wurde der Blue Lake von neuseeländischen Wissenschaftlern sogar zum klarsten See der Welt erklärt. Vor einigen Monaten durfte der dänische Fotograf Klaus Thymann von der Non-Profit-Organisation Project Pressure den ersten Tauchgang überhaupt im See durchführen, um die aussergewöhnliche Sicht unter Wasser fotografisch festzuhalten. Ob jemals wieder jemand anderes im Blue Lake tauchen darf, ist unwahrscheinlich, der See befindet sich in einem Nationalpark. Schwimmausflüge und Tauchgänge sind normalerweise strengstens verboten. Den See schützen, das wollte auch Robert Merrilees. Als der Hydrologe 1981 den Blue Lake zum ersten Mal sah, war es die tief blaue, fast ins Violette gehende Farbe, die ihn ahnen liess, dass er hier auf etwas ganz Besonderes gestossen war. Trotzdem behielt er seine Entdeckung mehrere Jahre für sich. «Ich machte mir Sorgen über die Auswirkungen, die das Bekanntwerden auf den See haben könnte», erklärt Merrilees. «Sobald die Leute davon erfahren, wollen sie natürlich her kommen. Dabei können sie jedoch bedenklichen Schaden anrichten.»

Fast 80 Meter freie Sicht
Jahre später machten sich Merrilees und seine Kollegen dann doch auf, den See zu untersuchen. In den Messungen bestätigten sich die Vermutungen der Wissenschaftler: «Je nach Lichteinfall konnten wir unter Wasser 70-79 Meter weit sehen.» Zum Vergleich: In destilliertem Wasser, das als reinstes Wasser gilt, beträgt die Sichtweite 80 Meter. Das Wasser im Blue Lake ist also annähernd rein. Grund dafür ist die Beschaffenheit des Bodens und die Lage des Sees in den neuseeländischen Alpen: Das Wasser fliesst aus dem etwas oberhalb gelegenen Lake Constance durch das Gestein in den Blue Lake und wird dabei gefiltert. Zudem liegt der Blue Lake ziemlich genau an der Baumgrenze. Da es auf der Höhe von Lake Constance bereits keine Bäume mehr gibt, werden keine Erde, Holz oder Blätter in den See gespült.

Heiliges Wasser
Die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, kennen den See schon lange. In seinem heiligen Wasser wuschen sie früher die Knochen ihrer Vorfahren. Weil sich der Blue Lake im Territorium des ortsansässigen Clans befindet, wurde die Bewilligung, im See zu tauchen, auch bei den Maori-Chefs eingeholt. Nun gilt es, die Schönheit des Sees zu erhalten. Bereits sehe man Überreste von Lagerfeuern, warnt der Wissenschaftler Merrilees. Mit Tafeln mache man nun auf die Besonderheit des Ortes aufmerksam. Aber eine Strasse zum Blue Lake wird es wohl nie geben. So muss man weiterhin zwei Tage wandern, um das Naturwunder vor Ort bestaunen zu können.