Monthly Archives: Juni 2013

Kriegs-Koloss auf letzter Fahrt

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Kriegs-Koloss auf letzter Fahrt
Der erste atombetriebene Flugzeugträger, die «USS Enterprise», befindet sich auf seiner allerletzten Fahrt. Seit dem Jahr 1961 war das längste Kriegsschiff der Welt bei allen wichtigen Kampfeinsätzen der Vereinigten Staaten mit an Bord. Nun lief die schwimmende Stadt noch einmal aus ihrem Heimathafen, der Naval Station in Norfolk, Virginia, aus. Inzwischen dürfte die «USS Enterprise» auf der «Newport News Shipbuilding»-Werft eingetroffen sein, wo sie abgewrackt werden soll. Mehr als zwei Jahre dürfte es dann allerdings noch dauern, bis die Atomreaktoren ausgebaut sind und das Schiff demontiert ist. Am 20. Juni 2013 startete die letzte Fahrt einer gigantischen Kriegsmaschine von der Naval Station in Norfolk, Virginia. Der atombetriebene Flugzeugträger wurde 1961 in Dienst gestellt. Seither ist sie mit 342,3 Metern immer noch das längste Kriegsschiff der Welt. Mit einer maximalen Geschwindigkeit von 36 Knoten (67 km/h) war das Schiff auf den Weltmeeren zuhause. Seit 1961 nahm sie an allen grossen Operationen der US-Marine teil: Die Seeblockade Kubas, der Vietnam- und der Golfkrieg, der Krieg gegen den internationalen Terrorismus und der Irakkrieg. An Bord konnten maximal 110 Flugzeuge stationiert werden. Die «USS Enterprise» war eine Kleinstadt zu Wasser: Bis zu 5230 Soldaten taten hier gleichzeitig Dienst. Ihr Name «Enterprise» hat eine lange Tradition bei Kriegsschiffen der US-Navy, die bis ins Jahr 1775 zurückreicht. Das Raumschiff der Fernsehserie «Star Trek» wurde damals nach dem neuen Flugzeugträger benannt. Tatsächlich sollten ursprünglich auch einige Szenen für die Science-Fiction-Filme im hochtechnisierten Rumpf der «USS Enterprise» gedreht werden. Dazu kam es dann nicht – sie befand sich im Einsatz. Die allerletzte Fahrt des Flugzeugträgers führt über den Fluss Styx aus der griechischen Mythologie: Das US-Unternehmen Northrop Grumman bekam den Auftrag zur Vorbereitung der Verschrottung, die bald beginnen wird. Über zwei Jahre soll es dauern, bis die Atomreaktoren ausgebaut sind und das Schiff mit einer maximalen Verdrängung von 93’284 Standard-Tonnen demontiert ist. Die «USS Enterprise» befindet sich auf ihrem Weg zur «Newport News Shipbuilding»-Werft, wo sie abgewrackt werden soll. Die Einsatztage der «USS Enterprise» sind nun endgültig vorbei.

Surfen im fremden WLAN

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Sicher nur mit Vorhängeschloss: Tipps zum Surfen im fremden WLAN
Es ist sehr praktisch: Wer unterwegs etwas online erledigen möchte, geht in ein Internetcafe. Doch in einem öffentlichen WLAN müssen Internetnutzer vorsichtiger surfen als im eigenen Netzwerk zu Hause. Ohne Abwehrmassnahmen ist es für Hacker leicht möglich, den Datenverkehr an öffentlichen Orten abzufangen. «Das kann im Grund jeder machen, der sich im Café oder auch nur in der Nähe aufhält», sagt Erik Tews, Wissenschaftler am Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED). Wie solche Angriffe konkret aussehen, zeigt der aktuelle Abhörskandal in Grossbritannien: Nach einem Bericht des «Guardian» haben britische Sicherheitsbehörden 2009 den E-Mail-Verkehr von Teilnehmern des G20-Gipfeltreffens in London überwacht, unter anderem über eigens eingerichtete Internetcafés.

Passwort allein reicht nicht
Privatnutzer können aber ebenfalls Ziel solcher Attacken werden. Dahinter stecken dann zum Beispiel Kriminelle, die sensible Zugangsdaten abfangen wollen, etwa zum E-Mail-Konto oder zum Online-Banking. Viel technisches Fachwissen ist dafür nach Angaben von Tews nicht erforderlich. Ob das öffentliche WLAN mit einem Passwort gesichert ist oder nicht, spielt bei solchen Angriffen kaum eine Rolle, sagt der Sicherheitsexperte: «Das bietet nur minimal mehr Schutz.» Theoretisch müssten Hacker dann zwar erst das Passwort entschlüsseln, um an die Daten ihrer Opfer zu kommen. Gibt der Betreiber eines WLANs in Hotel oder Café den Zugangscode aber zum Beispiel an alle seine Kunden heraus, hält das Angreifer kaum auf.

SSL-Verschlüsselung empfohlen
Der Nutzer ist also selbst dafür verantwortlich, seine Daten im öffentlichen WLAN zu schützen. GefahrenquelleAm besten geht das per SSL-Verschlüsselung. «Damit wird es verdammt schwer, noch etwas abzufangen», erklärt Tews. Verschlüsselt ist die Verbindung mit einer Webseite dann, wenn die Adresse mit «https» statt des gewohnten «http» beginnt oder im Browser ein Vorhängeschloss neben der Adresszeile eingeblendet wird. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Betreiber einer Webseite SSL überhaupt anbietet. Die SSL-Verschlüsselung hat aber ihre Grenzen: Geschützt werden nur die übertragenen Inhalte, also zum Beispiel Passwörter oder E-Mails. «Mit wem und wie viel kommuniziert wird, ist für Fremde aber noch immer gut sichtbar», warnt Tews.

Sicher auf Daten zugreifen
Wer auch diese Informationen schützen will, kann zum Beispiel per VPN-Verbindung ins Netz gehen. Das hält Tews sogar für die sicherste Methode. Dabei läuft der gesamte Internetverkehr durch einen sogenannten Tunnel zu einem Drittanbieter und ist dadurch für Angreifer komplett unlesbar. Gute und schnelle VPN-Anbieter lassen sich ihre Dienste allerdings in der Regel bezahlen, sagt der Sicherheitsexperte. Üblich sind Preise von rund 10 Franken pro Monat. Ausserdem sollten Surfer im öffentlichen WLAN nicht nur ihren Internetverkehr, sondern auch die Daten auf ihrem Rechner schützen: Sind diese im heimischen Netzwerk für andere Nutzer freigegeben, etwa um Bilder und Musik zum Fernseher zu streamen, können eventuell auch Mitsurfer im Café darauf zugreifen. Nutzer sollten die Dateifreigabe daher sicherheitshalber abschalten.

Mitmenschen sind die Hölle

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Mitmenschen sind die Hölle?
Gehen Sie Ihnen aus dem Weg mit «Hell is Other People». Das Anti-Soziales-Netzwerk hilft Ihnen dabei, Ihren Freunden nicht immer über den Weg zu gehen. Das etwas andere Netzwerk ermittelt Orte, an denen man sicher keine Bekannten trifft. Das mutet ziemlich bizarr an, scheint aber ein echtes Bedürfnis zu sein. Hell Is Other People Mitmenschen Sind Die Hoelle MiketopDer Entwickler Scott Garner spricht von einem Experiment im Bereich «Anti-Social-Media». Mit Hilfe von FourSquare verfolge seine Seite die Freunde und berechne möglichst weit von ihnen entfernte Orte, um sie nicht zu treffen, so der Entwickler. FourSquare ist ein Dienst, mit dem man per GPS-Daten seinen Standort teilen kann. Genau hier liegt eine der grossen Schwächen von «Hell is Other People»: Ob die Anwendung funktioniert, hängt von der FourSquare-Nutzung der Freunde ab. So kann es einem passieren, dass man trotz Vorkehrungen in die Falle tappt und plötzlich einem Freund begegnet, der gerade mal nicht «eingecheckt» war. Soziophobe sollten also besser zuhause bleiben, Haustür und Fensterläden schliessen, den Telefonstecker ausziehen, beim Handy den Flugmodus aktivieren und einfach mal die Stille geniessen.

Rote Teller gegen Hunger

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Rote Teller bremsen den Hunger
Forscher haben den Einfluss der Farbe und Form von Geschirr und Besteck auf das menschliche Essverhalten untersucht und sind dabei zu ganz erstaunlichen Erkenntnissen gekommen: Essen schmeckt salziger, wenn es mit einem Messer aufgespiesst und gegessen wird – und rote Teller und Tabletts helfen beim Abnehmen. Rote Teller sind als Hilfsmittel zum Abnehmen geeignet, sollten aber auf keinen Fall Patienten mit Unterernährung vorgesetzt werden. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universität Oxford in einer in der Fachzeitschrift „Flavour“ veröffentlichten Studie. Die Forscher gehen darin der Frage nach, welchen Einfluss Material, Grösse und Farbe von Geschirr und Besteck auf das Essverhalten haben können und führten dazu Experimente mit dutzenden Teilnehmern durch. „Das Essen ist eine Erfahrung, die viele Sinne anspricht, unter anderem den Geschmack, wie sich das Essen in unserem Mund anfühlt, das Aroma und die Augen“, schreiben die Autoren.Roter Teller Abnehmen Miketop „Schon bevor wir Essen in unseren Mund nehmen, hat sich unser Gehirn eine Meinung dazu gebildet, die unseren Gesamteindruck beeinflusst.“ So fanden die Forscher heraus, dass Essen salziger schmeckt, wenn es auf ein Messer aufgespiesst und dann gegessen und nicht mit Gabel, Löffel oder Zahnstocher verspeist wurde. Es erscheint zudem „teurer“, wenn es mit einem leichten Plastiklöffel gegessen wurde.

Besser keine roten Tabletts in Krankenhäusern
Auf dem Holzweg sind britische Krankenhäuser der Studie zufolge, wenn sie Patienten mit Unterernährung das Essen auf roten Tabletts servieren. Die Massnahme soll es eigentlich den Krankenschwestern erleichtern, zu wissen, wer beim Essen Hilfe benötigt. Bei den Versuchen der Wissenschaftler zeigte sich aber, dass von rotem Geschirr weniger gegessen wird. Rot sei anscheinend „die schlechteste Farbe für ein Tablett“, wenn die Menschen eigentlich mehr essen sollten. Dagegen könnte Rot genutzt werden, wenn Menschen abnehmen sollten. Forscher befassen sich schon seit geraumer Zeit mit der Frage, wie die Farbe von Besteck und Geschirr unseren Appetit beeinflusst. Im Januar fanden Wissenschaftler heraus, dass heisse Schokolade am besten aus orangefarbenen Bechern schmeckt. Probanden bekamen denselben Kakao in verschiedenfarbigen Bechern vorgesetzt – die Testpersonen gaben aber Unterschiede im Geschmack zu Protokoll.

Wer hat die Nummer 1

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Wer hat die Nummer 1?
Die begehrteste Autonummer jedes Kantons ist die Nummer 1. Darum wird sie manchmal geklaut, wie in St. Gallen. Die Nummer tragen meist nur ganz spezielle Fahrzeuge. Hier wurde für Sie ausfindig gemacht, welche grosse Nummer die kleine Ziffer hat. Eine tiefe Kontrollschild-Nummer ist in der heutigen Zeit ein Luxusgut. Herr und Frau Schweizer zahlen in Auktionen viel für eine tiefe oder spezielle Nummer. Die «1» ist für Zahlenfetischisten die ganz grosse Nummer. In Bern gebührt den Taxis die Ehre, Autonummern bis 999 zu tragen. Das älteste und grösste aller Taxi-Unternehmen der Stadt Bern, Nova Taxi, hat BE 1. «Seit der Fussball-WM in Bern von 1954 haben wir diese Nummer», sagt Geschäftsführer Hans Schuler. Die tiefe Nummer ist sein ganzer Stolz und ein wichtiger Werbefaktor. «Immer wieder wird unser Taxi wegen seiner Nummer fotografiert. Auch zu Hochzeiten, Geburtstagen und anderen Feierlichkeiten verlangen die Kunden gerne unsere Nr. 1.»

Der Staat und die Nummer 1
Nur wenige Nummer-1-Fahrzeuge sind so öffentlich zugänglich wie die in Bern. Im Aargau dürfte eine Fahrt mit AG 1 eher unfreiwillig geschehen. Die Nummer gehört traditionell der Polizei. «In der Regel fährt einer unserer neusten Patrouillenwagen mit der Nummer 1», sagt ein Mediensprecher der Kantonspolizei. In anderen Kantonen hat die Exekutive das Privileg die Nummer 1 zu sein. So werden in Graubünden und Nidwalden die Regierungsräte und deren Gäste in den Limousinen mit GR 1 und NW 1 herumkutschiert. Im Bündnerland, wo die Regierung gleich die zwei tiefsten Nummern besitzt, steht GR 1 in erster Linie dem Präsidenten zu. Die 2 gehört dem Regierungsrat.

Hier ist die 1 noch zu haben!
Noch nicht vergeben ist die erste Ziffer im Kanton Basel-Stadt. Während man die anderen einstelligen Nummern versteigert hat, ist die 1 noch nicht zugeteilt. «Wir wissen noch nicht, was damit passieren soll», sagt Martin Schütz, Sprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements. Auch im Thurgau schlummert TG 1 in den Regalen des Strassenverkehrsamts. «Sie wird vielleicht irgendwann versteigert», sagt Geschäftsführer Ernst R. Anderwert. Ersteigern kann man auf einer privaten Auktionsplattform bereits SH 1 und 2.

Seit Generationen in der Familie
Einige Schilder befinden sich aber seit Jahrzehnten in Privatbesitz. Zum Beispiel in Baselland, Glarus, Schwyz, Solothurn und Uri. SZ 1 gehört einer alteingesessenen Familie, die das Schild bereits im Jahr 1940 erworben hat. BL 1 und GL 1 prangen auf Wagen von Autohändlern, die ebenfalls schon seit mehreren Generationen in Besitz des Nummernschilds sind. Ganz anders bei SO 1. Diese Autonummer war nämlich eine der ersten der Schweiz, für die bei einer Versteigerung eine richtig hohe Summe bezahlt wurde: Berufsschullehrer Mario S. ersteigerte das Schild 1994 für 20 000 Franken. Die hohe Summe des Solothurner Lehrers wurde aber bald übertroffen. 1998 bot ein Zürcher 131 000 Franken für die Nummer ZH 1000. Das ist die tiefste Nummer, die in Zürich ein Privater erhalten kann. Die Nummern bis 999 sind in Zürich für Autohändler reserviert. Ob aber jemand ZH 1 besitzt, darf beim Strassenverkehrsamt niemand sagen. «Diese Daten sind für die Öffentlichkeit gesperrt», sagt Andreas Koch, Leiter Zulassung beim Strassenverkehrsamt.

Wie überall gibt es Neider
Die begehrten Schilder rufen auch Neider auf den Plan. So wurde letzten Sommer der St. Galler Feuerwehr die SG 1 gestohlen und die BL 1 kam schon zweimal weg. Das ist für jeden Halter ein riesen Ärgernis. Bis ein neues Nummernschild zur Verfügung steht, darf das Auto nicht mehr gesteuert werden. Kommen sogar beide Schilder weg, wird die Nummer für mehrere Jahre gesperrt. So wird in Zukunft bei der Feuerwehr statt mit der 1 mit der SG 215 125 ausgerückt. Nova Taxi macht die Nummer 1 darum mit Nieten am Taxi fest. «Ein Verlust wäre schwerwiegend. In Bern müssten wir 15 Jahre warten, bis wir die Nummer wieder zurückerhielten», sagt Inhaber Hans Schuler.