Monthly Archives: Juni 2013

Kriegs-Koloss auf letzter Fahrt

Kriegs-Koloss auf letzter Fahrt
Der erste atombetriebene Flugzeugträger, die «USS Enterprise», befindet sich auf seiner allerletzten Fahrt. Seit dem Jahr 1961 war das längste Kriegsschiff der Welt bei allen wichtigen Kampfeinsätzen der Vereinigten Staaten mit an Bord. Nun lief die schwimmende Stadt noch einmal aus ihrem Heimathafen, der Naval Station in Norfolk, Virginia, aus. Inzwischen dürfte die «USS Enterprise» auf der «Newport News Shipbuilding»-Werft eingetroffen sein, wo sie abgewrackt werden soll. Mehr als zwei Jahre dürfte es dann allerdings noch dauern, bis die Atomreaktoren ausgebaut sind und das Schiff demontiert ist. Am 20. Juni 2013 startete die letzte Fahrt einer gigantischen Kriegsmaschine von der Naval Station in Norfolk, Virginia. Der atombetriebene Flugzeugträger wurde 1961 in Dienst gestellt. Seither ist sie mit 342,3 Metern immer noch das längste Kriegsschiff der Welt. Mit einer maximalen Geschwindigkeit von 36 Knoten (67 km/h) war das Schiff auf den Weltmeeren zuhause. Seit 1961 nahm sie an allen grossen Operationen der US-Marine teil: Die Seeblockade Kubas, der Vietnam- und der Golfkrieg, der Krieg gegen den internationalen Terrorismus und der Irakkrieg. An Bord konnten maximal 110 Flugzeuge stationiert werden. Die «USS Enterprise» war eine Kleinstadt zu Wasser: Bis zu 5230 Soldaten taten hier gleichzeitig Dienst. Ihr Name «Enterprise» hat eine lange Tradition bei Kriegsschiffen der US-Navy, die bis ins Jahr 1775 zurückreicht. Das Raumschiff der Fernsehserie «Star Trek» wurde damals nach dem neuen Flugzeugträger benannt. Tatsächlich sollten ursprünglich auch einige Szenen für die Science-Fiction-Filme im hochtechnisierten Rumpf der «USS Enterprise» gedreht werden. Dazu kam es dann nicht – sie befand sich im Einsatz. Die allerletzte Fahrt des Flugzeugträgers führt über den Fluss Styx aus der griechischen Mythologie: Das US-Unternehmen Northrop Grumman bekam den Auftrag zur Vorbereitung der Verschrottung, die bald beginnen wird. Über zwei Jahre soll es dauern, bis die Atomreaktoren ausgebaut sind und das Schiff mit einer maximalen Verdrängung von 93’284 Standard-Tonnen demontiert ist. Die «USS Enterprise» befindet sich auf ihrem Weg zur «Newport News Shipbuilding»-Werft, wo sie abgewrackt werden soll. Die Einsatztage der «USS Enterprise» sind nun endgültig vorbei.

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Surfen im fremden WLAN

Sicher nur mit Vorhängeschloss: Tipps zum Surfen im fremden WLAN
Es ist sehr praktisch: Wer unterwegs etwas online erledigen möchte, geht in ein Internetcafe. Doch in einem öffentlichen WLAN müssen Internetnutzer vorsichtiger surfen als im eigenen Netzwerk zu Hause. Ohne Abwehrmassnahmen ist es für Hacker leicht möglich, den Datenverkehr an öffentlichen Orten abzufangen. «Das kann im Grund jeder machen, der sich im Café oder auch nur in der Nähe aufhält», sagt Erik Tews, Wissenschaftler am Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED). Wie solche Angriffe konkret aussehen, zeigt der aktuelle Abhörskandal in Grossbritannien: Nach einem Bericht des «Guardian» haben britische Sicherheitsbehörden 2009 den E-Mail-Verkehr von Teilnehmern des G20-Gipfeltreffens in London überwacht, unter anderem über eigens eingerichtete Internetcafés.

Passwort allein reicht nicht
Privatnutzer können aber ebenfalls Ziel solcher Attacken werden. Dahinter stecken dann zum Beispiel Kriminelle, die sensible Zugangsdaten abfangen wollen, etwa zum E-Mail-Konto oder zum Online-Banking. Viel technisches Fachwissen ist dafür nach Angaben von Tews nicht erforderlich. Ob das öffentliche WLAN mit einem Passwort gesichert ist oder nicht, spielt bei solchen Angriffen kaum eine Rolle, sagt der Sicherheitsexperte: «Das bietet nur minimal mehr Schutz.» Theoretisch müssten Hacker dann zwar erst das Passwort entschlüsseln, um an die Daten ihrer Opfer zu kommen. Gibt der Betreiber eines WLANs in Hotel oder Café den Zugangscode aber zum Beispiel an alle seine Kunden heraus, hält das Angreifer kaum auf.

SSL-Verschlüsselung empfohlen
Der Nutzer ist also selbst dafür verantwortlich, seine Daten im öffentlichen WLAN zu schützen. GefahrenquelleAm besten geht das per SSL-Verschlüsselung. «Damit wird es verdammt schwer, noch etwas abzufangen», erklärt Tews. Verschlüsselt ist die Verbindung mit einer Webseite dann, wenn die Adresse mit «https» statt des gewohnten «http» beginnt oder im Browser ein Vorhängeschloss neben der Adresszeile eingeblendet wird. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Betreiber einer Webseite SSL überhaupt anbietet. Die SSL-Verschlüsselung hat aber ihre Grenzen: Geschützt werden nur die übertragenen Inhalte, also zum Beispiel Passwörter oder E-Mails. «Mit wem und wie viel kommuniziert wird, ist für Fremde aber noch immer gut sichtbar», warnt Tews.

Sicher auf Daten zugreifen
Wer auch diese Informationen schützen will, kann zum Beispiel per VPN-Verbindung ins Netz gehen. Das hält Tews sogar für die sicherste Methode. Dabei läuft der gesamte Internetverkehr durch einen sogenannten Tunnel zu einem Drittanbieter und ist dadurch für Angreifer komplett unlesbar. Gute und schnelle VPN-Anbieter lassen sich ihre Dienste allerdings in der Regel bezahlen, sagt der Sicherheitsexperte. Üblich sind Preise von rund 10 Franken pro Monat. Ausserdem sollten Surfer im öffentlichen WLAN nicht nur ihren Internetverkehr, sondern auch die Daten auf ihrem Rechner schützen: Sind diese im heimischen Netzwerk für andere Nutzer freigegeben, etwa um Bilder und Musik zum Fernseher zu streamen, können eventuell auch Mitsurfer im Café darauf zugreifen. Nutzer sollten die Dateifreigabe daher sicherheitshalber abschalten.

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Mitmenschen sind die Hölle

Mitmenschen sind die Hölle?
Gehen Sie Ihnen aus dem Weg mit «Hell is Other People». Das Anti-Soziales-Netzwerk hilft Ihnen dabei, Ihren Freunden nicht immer über den Weg zu gehen. Das etwas andere Netzwerk ermittelt Orte, an denen man sicher keine Bekannten trifft. Das mutet ziemlich bizarr an, scheint aber ein echtes Bedürfnis zu sein. Hell Is Other People Mitmenschen Sind Die Hoelle MiketopDer Entwickler Scott Garner spricht von einem Experiment im Bereich «Anti-Social-Media». Mit Hilfe von FourSquare verfolge seine Seite die Freunde und berechne möglichst weit von ihnen entfernte Orte, um sie nicht zu treffen, so der Entwickler. FourSquare ist ein Dienst, mit dem man per GPS-Daten seinen Standort teilen kann. Genau hier liegt eine der grossen Schwächen von «Hell is Other People»: Ob die Anwendung funktioniert, hängt von der FourSquare-Nutzung der Freunde ab. So kann es einem passieren, dass man trotz Vorkehrungen in die Falle tappt und plötzlich einem Freund begegnet, der gerade mal nicht «eingecheckt» war. Soziophobe sollten also besser zuhause bleiben, Haustür und Fensterläden schliessen, den Telefonstecker ausziehen, beim Handy den Flugmodus aktivieren und einfach mal die Stille geniessen.

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Rote Teller gegen Hunger

Rote Teller bremsen den Hunger
Forscher haben den Einfluss der Farbe und Form von Geschirr und Besteck auf das menschliche Essverhalten untersucht und sind dabei zu ganz erstaunlichen Erkenntnissen gekommen: Essen schmeckt salziger, wenn es mit einem Messer aufgespiesst und gegessen wird – und rote Teller und Tabletts helfen beim Abnehmen. Rote Teller sind als Hilfsmittel zum Abnehmen geeignet, sollten aber auf keinen Fall Patienten mit Unterernährung vorgesetzt werden. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universität Oxford in einer in der Fachzeitschrift „Flavour“ veröffentlichten Studie. Die Forscher gehen darin der Frage nach, welchen Einfluss Material, Grösse und Farbe von Geschirr und Besteck auf das Essverhalten haben können und führten dazu Experimente mit dutzenden Teilnehmern durch. „Das Essen ist eine Erfahrung, die viele Sinne anspricht, unter anderem den Geschmack, wie sich das Essen in unserem Mund anfühlt, das Aroma und die Augen“, schreiben die Autoren.Roter Teller Abnehmen Miketop „Schon bevor wir Essen in unseren Mund nehmen, hat sich unser Gehirn eine Meinung dazu gebildet, die unseren Gesamteindruck beeinflusst.“ So fanden die Forscher heraus, dass Essen salziger schmeckt, wenn es auf ein Messer aufgespiesst und dann gegessen und nicht mit Gabel, Löffel oder Zahnstocher verspeist wurde. Es erscheint zudem „teurer“, wenn es mit einem leichten Plastiklöffel gegessen wurde.

Besser keine roten Tabletts in Krankenhäusern
Auf dem Holzweg sind britische Krankenhäuser der Studie zufolge, wenn sie Patienten mit Unterernährung das Essen auf roten Tabletts servieren. Die Massnahme soll es eigentlich den Krankenschwestern erleichtern, zu wissen, wer beim Essen Hilfe benötigt. Bei den Versuchen der Wissenschaftler zeigte sich aber, dass von rotem Geschirr weniger gegessen wird. Rot sei anscheinend „die schlechteste Farbe für ein Tablett“, wenn die Menschen eigentlich mehr essen sollten. Dagegen könnte Rot genutzt werden, wenn Menschen abnehmen sollten. Forscher befassen sich schon seit geraumer Zeit mit der Frage, wie die Farbe von Besteck und Geschirr unseren Appetit beeinflusst. Im Januar fanden Wissenschaftler heraus, dass heisse Schokolade am besten aus orangefarbenen Bechern schmeckt. Probanden bekamen denselben Kakao in verschiedenfarbigen Bechern vorgesetzt – die Testpersonen gaben aber Unterschiede im Geschmack zu Protokoll.

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Wer hat die Nummer 1

Wer hat die Nummer 1?
Die begehrteste Autonummer jedes Kantons ist die Nummer 1. Darum wird sie manchmal geklaut, wie in St. Gallen. Die Nummer tragen meist nur ganz spezielle Fahrzeuge. Hier wurde für Sie ausfindig gemacht, welche grosse Nummer die kleine Ziffer hat. Eine tiefe Kontrollschild-Nummer ist in der heutigen Zeit ein Luxusgut. Herr und Frau Schweizer zahlen in Auktionen viel für eine tiefe oder spezielle Nummer. Die «1» ist für Zahlenfetischisten die ganz grosse Nummer. In Bern gebührt den Taxis die Ehre, Autonummern bis 999 zu tragen. Das älteste und grösste aller Taxi-Unternehmen der Stadt Bern, Nova Taxi, hat BE 1. «Seit der Fussball-WM in Bern von 1954 haben wir diese Nummer», sagt Geschäftsführer Hans Schuler. Die tiefe Nummer ist sein ganzer Stolz und ein wichtiger Werbefaktor. «Immer wieder wird unser Taxi wegen seiner Nummer fotografiert. Auch zu Hochzeiten, Geburtstagen und anderen Feierlichkeiten verlangen die Kunden gerne unsere Nr. 1.»

Der Staat und die Nummer 1
Nur wenige Nummer-1-Fahrzeuge sind so öffentlich zugänglich wie die in Bern. Im Aargau dürfte eine Fahrt mit AG 1 eher unfreiwillig geschehen. Die Nummer gehört traditionell der Polizei. «In der Regel fährt einer unserer neusten Patrouillenwagen mit der Nummer 1», sagt ein Mediensprecher der Kantonspolizei. In anderen Kantonen hat die Exekutive das Privileg die Nummer 1 zu sein. So werden in Graubünden und Nidwalden die Regierungsräte und deren Gäste in den Limousinen mit GR 1 und NW 1 herumkutschiert. Im Bündnerland, wo die Regierung gleich die zwei tiefsten Nummern besitzt, steht GR 1 in erster Linie dem Präsidenten zu. Die 2 gehört dem Regierungsrat.

Hier ist die 1 noch zu haben!
Noch nicht vergeben ist die erste Ziffer im Kanton Basel-Stadt. Während man die anderen einstelligen Nummern versteigert hat, ist die 1 noch nicht zugeteilt. «Wir wissen noch nicht, was damit passieren soll», sagt Martin Schütz, Sprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements. Auch im Thurgau schlummert TG 1 in den Regalen des Strassenverkehrsamts. «Sie wird vielleicht irgendwann versteigert», sagt Geschäftsführer Ernst R. Anderwert. Ersteigern kann man auf einer privaten Auktionsplattform bereits SH 1 und 2.

Seit Generationen in der Familie
Einige Schilder befinden sich aber seit Jahrzehnten in Privatbesitz. Zum Beispiel in Baselland, Glarus, Schwyz, Solothurn und Uri. SZ 1 gehört einer alteingesessenen Familie, die das Schild bereits im Jahr 1940 erworben hat. BL 1 und GL 1 prangen auf Wagen von Autohändlern, die ebenfalls schon seit mehreren Generationen in Besitz des Nummernschilds sind. Ganz anders bei SO 1. Diese Autonummer war nämlich eine der ersten der Schweiz, für die bei einer Versteigerung eine richtig hohe Summe bezahlt wurde: Berufsschullehrer Mario S. ersteigerte das Schild 1994 für 20 000 Franken. Die hohe Summe des Solothurner Lehrers wurde aber bald übertroffen. 1998 bot ein Zürcher 131 000 Franken für die Nummer ZH 1000. Das ist die tiefste Nummer, die in Zürich ein Privater erhalten kann. Die Nummern bis 999 sind in Zürich für Autohändler reserviert. Ob aber jemand ZH 1 besitzt, darf beim Strassenverkehrsamt niemand sagen. «Diese Daten sind für die Öffentlichkeit gesperrt», sagt Andreas Koch, Leiter Zulassung beim Strassenverkehrsamt.

Wie überall gibt es Neider
Die begehrten Schilder rufen auch Neider auf den Plan. So wurde letzten Sommer der St. Galler Feuerwehr die SG 1 gestohlen und die BL 1 kam schon zweimal weg. Das ist für jeden Halter ein riesen Ärgernis. Bis ein neues Nummernschild zur Verfügung steht, darf das Auto nicht mehr gesteuert werden. Kommen sogar beide Schilder weg, wird die Nummer für mehrere Jahre gesperrt. So wird in Zukunft bei der Feuerwehr statt mit der 1 mit der SG 215 125 ausgerückt. Nova Taxi macht die Nummer 1 darum mit Nieten am Taxi fest. «Ein Verlust wäre schwerwiegend. In Bern müssten wir 15 Jahre warten, bis wir die Nummer wieder zurückerhielten», sagt Inhaber Hans Schuler.

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Zürich in Schutt und Asche

Zürich in Schutt und Asche
Bislang galt der Raum Zürich als wenig erdbebengefährdet. Doch nun zeigt eine Studie, dass das Gebiet regelmässig von zerstörerischen Beben heimgesucht wird. Alle paar hundert Jahre richtet ein grosses Erdbeben in der Schweiz Zerstörung an. So beispielsweise 1356, als ein Beben der Stärke 6,6 auf der Richterskala die Stadt Basel in Schutt und Asche legte. Nun zeigen neue Daten, dass es Zürich irgendwann auch so ergehen könnte. Michael Strasser, Professor am Geologischen Institut der ETH Zürich, hat mit seinem Team das grösste natürliche Erdbeben-Archiv der Schweiz untersucht: die Schweizer Seen. An deren Grund lagern sich Jahr für Jahr millimeterdicke Sedimentschichten ab. Die ältesten stammen vom Ende der letzten Eiszeit vor 15’000 Jahren. Normalerweise liegen die Schichten geordnet übereinander. Doch bei starken Erschütterungen lösen sich an den steileren Flanken des Seebeckens Schlammlawinen. Das aufgewirbelte Material lagert sich an der tiefsten Stelle in der Seemitte wieder ab. Im Profil der Sedimentschichten zeigt sich das als Störung. Wenn diese bei mehreren Seen gleichzeitig auftreten, gehen die Forscher davon aus, dass ein Erdbeben die Ursache war. «Wir nutzen die Sedimente der Seen wie ein Netzwerk natürlicher Seismographen und rekonstruieren daraus Epizentren und Erdbebenstärken», sagt Strasser. Die Daten zeigen, dass der Raum Zürich durchschnittlich alle 2770 Jahre von einem starken Beben heimgesucht wird. Das letzte fand vor 2200 Jahren statt und erreichte die Stärke 6,7. Ein erneutes Beben dieser Stärke würde in Zürich sehr grosse Schäden anrichten, sagt Stephan Husen, Seismologe beim Schweizerischen Erdbebendienst. Denn: «In der Schweiz weisen 90 Prozent aller Gebäude eine ungenügende oder unbekannte Erdbebensicherheit auf.»

Erdbeben Zuerich Miketop

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Das Unterwasserhotel

Abtauchen ins Unterwasserhotel
Es gibt nichts, was es nicht gibt: Auf den Malediven, beziehungsweise unter den maledivischen Inseln, entsteht bald ein Unterwasserhotel. Verrückt aber wahr: Ein Hotel, das zu Teilen komplett unter Wasser liegt. Baupläne und Skizzen für solche Projekte gibt es viele. Doch auf den Malediven steht die Grundsteinlegung des «The Water Discus Hotels» jedoch tatsächlich kurz bevor.

Unter- und Oberwasserwelt.
Das Hotel soll aus zwei Haupteilen bestehen. Einer davon liegt komplett unter Wasser und ist durch Stahlkonstruktionen mit dem oberen Teil verbunden. Die Gäste können so die Unterwasserwelt in einem der 23 Hotelzimmer bestaunen. Oder mit einem speziellen Tauchboot sogar erkunden. Der obere Teil des Hotels befindet sich fünf bis sieben Meter über der Wasseroberfläche und bietet nebst Gastronomie auch ein Deck zum Sonnenbaden. Nun müssen nur noch die letzten Baubewilligungen erteilt werden, damit die zahlfreudigen Gäste anreisen können – auf Wunsch auch mit Helikopter.

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Mystische Eislandschaft

Mystische Eislandschaft in Sibirien
Die atemberaubendsten Kunstwerke schafft eben immer noch die Natur selbst. In Sibirien türmen sich auf dem zugefrorenen Baikalsee massive Eisschollen bis zu 15 Meter hoch. Im Sonnenlicht wirken die Gebilde zauberhaft und mystisch. Eiskalte Winde, Temperaturen um die -38 Grad Celsius und die ständige Bewegung der Eismassen haben die Skulpturen geformt. Fotograf Alexey Trofimov: «Ich wohne ganz in der Nähe des Baikalsees. Die Umgebung ist unglaublich mystisch. Es gibt hier nach wie vor viele noch unerforschte Areale. Ich bin immer wieder überrascht von der Vielfalt Sibiriens. Als Fotograf will ich den Menschen die Wunder zeigen, die die Natur hier schafft.» Der Baikal ist mit seinen 1642 Metern der tiefste See der Welt. Er ist mehr als 25 Millionen Jahre alt und liefert ein Fünftel des Süsswasservorkommens der gesamten Erde.

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Das schwarze Geheimnis

Das schwarze Geheimnis unseres Planeten
Aus dem All sind mitten in der Wüste einige schwarze Flecken zu sehen. Was ist das? Die Antwort ist genau so simpel, wie überraschend: Es handelt sich um einen Autoreifen-Friedhof. Hierzulande wäre dies unvorstellbar, müssen doch die Reifen fachgerecht entsorgt werden. Nicht so in Kuwait, dort lagern rund sieben Millionen Pneus mitten in der Wüste. Die Deponie ist riesig, man sieht sie sogar aus dem Weltall – und vor allem ist sie eine grosse Umweltsünde.

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Der klarste See der Welt

Der klarste See der Welt
Im «Blue Lake» in Neuseeland ist das Wasser so rein, dass man fast 80 Meter weit sehen kann. Zum ersten Mal überhaupt bekam nun ein Fotograf die Erlaubnis im heiligen Wasser zu tauchen, um die Unterwasserwelt festzuhalten. In der Gegend rund um den Blue Lake ist die atemberaubende Schönheit des Sees schon lange bekannt. Abenteuerlustige Naturfreunde nehmen gerne den fast zweitägigen Marsch in Angriff, um zu dem mystischen Ort zu gelangen. 2011 wurde der Blue Lake von neuseeländischen Wissenschaftlern sogar zum klarsten See der Welt erklärt. Vor einigen Monaten durfte der dänische Fotograf Klaus Thymann von der Non-Profit-Organisation Project Pressure den ersten Tauchgang überhaupt im See durchführen, um die aussergewöhnliche Sicht unter Wasser fotografisch festzuhalten. Ob jemals wieder jemand anderes im Blue Lake tauchen darf, ist unwahrscheinlich, der See befindet sich in einem Nationalpark. Schwimmausflüge und Tauchgänge sind normalerweise strengstens verboten. Den See schützen, das wollte auch Robert Merrilees. Als der Hydrologe 1981 den Blue Lake zum ersten Mal sah, war es die tief blaue, fast ins Violette gehende Farbe, die ihn ahnen liess, dass er hier auf etwas ganz Besonderes gestossen war. Trotzdem behielt er seine Entdeckung mehrere Jahre für sich. «Ich machte mir Sorgen über die Auswirkungen, die das Bekanntwerden auf den See haben könnte», erklärt Merrilees. «Sobald die Leute davon erfahren, wollen sie natürlich her kommen. Dabei können sie jedoch bedenklichen Schaden anrichten.»

Fast 80 Meter freie Sicht
Jahre später machten sich Merrilees und seine Kollegen dann doch auf, den See zu untersuchen. In den Messungen bestätigten sich die Vermutungen der Wissenschaftler: «Je nach Lichteinfall konnten wir unter Wasser 70-79 Meter weit sehen.» Zum Vergleich: In destilliertem Wasser, das als reinstes Wasser gilt, beträgt die Sichtweite 80 Meter. Das Wasser im Blue Lake ist also annähernd rein. Grund dafür ist die Beschaffenheit des Bodens und die Lage des Sees in den neuseeländischen Alpen: Das Wasser fliesst aus dem etwas oberhalb gelegenen Lake Constance durch das Gestein in den Blue Lake und wird dabei gefiltert. Zudem liegt der Blue Lake ziemlich genau an der Baumgrenze. Da es auf der Höhe von Lake Constance bereits keine Bäume mehr gibt, werden keine Erde, Holz oder Blätter in den See gespült.

Heiliges Wasser
Die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, kennen den See schon lange. In seinem heiligen Wasser wuschen sie früher die Knochen ihrer Vorfahren. Weil sich der Blue Lake im Territorium des ortsansässigen Clans befindet, wurde die Bewilligung, im See zu tauchen, auch bei den Maori-Chefs eingeholt. Nun gilt es, die Schönheit des Sees zu erhalten. Bereits sehe man Überreste von Lagerfeuern, warnt der Wissenschaftler Merrilees. Mit Tafeln mache man nun auf die Besonderheit des Ortes aufmerksam. Aber eine Strasse zum Blue Lake wird es wohl nie geben. So muss man weiterhin zwei Tage wandern, um das Naturwunder vor Ort bestaunen zu können.

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Legoland in Günzburg

Legoland Günzburg
Heute war ich im Legoland in Günzburg. Das Legoland Deutschland in der bayerischen Stadt Günzburg wurde am 17. Mai 2002 eröffnet und wird jährlich von etwa 1,3 Millionen Menschen besucht. Dem Unternehmen gehört ein Areal von 140 Hektar. Davon sind 70 Hektar bebaut, wovon etwa 20 Hektar auf Parkplätze, 14 Hektar auf den Erlebnisbereich für Besucher und 8 Hektar auf das Legoland Feriendorf entfallen. Das Legoland begrüsste im Jahr 2005 bereits seinen fünfmillionsten Besucher und gehört somit zu den meistbesuchten Touristenattraktionen in Bayern. Das Legoland Deutschland wurde 2012 als freundlichster Freizeitpark ausgezeichnet.

Bildergalerie mit dem Teil: Schweiz

 

Im Park wurde eine Miniaturlandschaft aus über 25 Millionen Lego-Bausteinen aufgebaut, das sogenannte Miniland. Im Miniland werden detailreiche Szenerien nachgebaut, derzeit:

  • Schweiz
  • Venedig
  • Hamburger Hafen
  • Niederlande
  • Schloss Neuschwanstein
  • schwäbische Dorflandschaft
  • Berlin
  • Frankfurt
  • Allianz Arena (München) mit über 30.000 Figuren und vielen Lichteffekten (seit 2005)
  • Flughafen München mit Start- und Landebahnen, Gebäuden, Flugzeugen, Modellen des Airbus A380 und des Transrapids (seit 2006).
  • Star Wars – berühmte Szenen aus Episode 1-6, sowie aus Clone Wars (seit Juni 2011)

Das grösste Bauwerk im Miniland, die Allianz Arena, wurde im Massstab 1:50 in 4.209 Arbeitsstunden aus über einer Million Legosteinen zusammengebaut. Das Modell wiegt 1,5 Tonnen. Im Legoland gestalten acht Modellbauer aus bis zu 2000 verschiedenen Elementen in rund 60 verschiedenen Farben – alles handelsübliche Lego-Steine – ihre Arbeiten.

Neben den aufwendigen Lego-Landschaften finden sich zahlreiche Attraktionen. Die Achterbahnen sind teils auch für Kinder geeignet. Zu den Themenwelten im deutschen Legoland gehören: Lego X-treme, Knights‘ Kingdom, Lego City, Miniland, Land der Abenteuer, Imagination sowie Land der Piraten. Der letztgenannte Bereich wurde 2007 eröffnet und ist mit einer Fläche von 5000 Quadratmetern die grösste Erweiterung des Parks seit seinem Bestehen.

Mitunter wird sehr zeitnah auf aktuelle Ereignisse reagiert, so im Frühjahr 2009 auf den Besuch des amerikanischen Präsidenten Barack Obama in Berlin. Die bis dahin vor dem Lego-Reichstagsgebäude aufgebaute Loveparade wurde durch eine Ehrenformation mit Präsident, Bundeskanzlerin, diversen Begleitpersonen, Präsidentengattin (etwas abseits) und Präsidenten-Hund First Dog Bo ersetzt.

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Schwägalp und Säntis

Schwägalp
Der Schwägalppass (1’278 m ü. M.) liegt in der Ostschweiz zwischen Nesslau-Neu St. Johann im Obertoggenburg im Kanton St. Gallen und Urnäsch im Kanton Appenzell Ausserrhoden. Der eigentliche Scheitelpunkt mit 1’300 m befindet sich etwas südwestlicher auf dem Gebiet der Gemeinde Nesslau-Krummenau. Der Pass wird von zwei ungleich hohen Bergen gesäumt: im Osten der Säntis, im Westen die Hochalp (1’530 m). Die namengebende Schwägalp (1’360 m ü. M.) erreicht man über eine Abzweigung von der Schwägalp-Passhöhe aus. Die Schwägalp liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Hundwil (AR) am Nordwesthang des Säntis (2’502 m ü. M.) und ist Ausgangspunkt der Luftseilbahn Schwägalp–Säntis. Die erste Luftseilbahn wurde 1935 erstellt, nachdem mehrere Projekte gescheitert waren, den Säntis von den Wasserauen oder Unterwasser SG aus mit einer Säntis-Bahn zu erreichen. Die 21 Kilometer lange Passstrasse von Urnäsch her wurde zur selben Zeit gebaut, um die Touristen bequem zur Bahn bringen zu können.

Säntis
Der Säntis ist mit 2’501,9 m ü. M. der höchste Berg im Alpstein (Ostschweiz). Durch die exponierte, nördlich vorgelagerte Lage des Alpsteins ist der Berg eine von weither sichtbare Landmarke. So gibt es beispielsweise im Schwarzwald Häuser mit dem Namen Säntisblick. Vom Säntisgipfel aus kann man in sechs verschiedene Länder sehen: Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Frankreich und Italien.

Geographie
Der Säntis steht in den nordwestlichen Alpen (Appenzeller Alpen) im Alpstein, knapp 10 km (Luftlinie) süd-südwestlich von Appenzell. Auf dem Säntis treffen drei Kantone zusammen, Appenzell Ausserrhoden (Gemeinde Hundwil), Appenzell Innerrhoden (Bezirk Schwende) und St. Gallen (Gemeinde Wildhaus im Toggenburg). Obwohl sein Gipfel nur 2’502 m über dem Meer liegt, ist er durch die tiefe Abtrennung der Appenzeller Alpen nach seiner Schartenhöhe von 2’021 m an zwölfter Stelle in den Alpen und die Nummer 29 in Europa.

Klima
Die exponierte Lage des Säntis sorgt für extreme Wetterbedingungen. Die mittlere Temperatur beträgt −1,9 °C, der Niederschlag 2487 mm im Jahr. Die tiefste jemals gemessene Temperatur waren -32 °C im Januar 1905,die höchste 20,8 °C im Juli 1983.Die höchste Tagessumme der Niederschläge betrug 180 mm im Juni 1910.Der höchste Niederschlag in einer Stunde wurde mit 81,9 mm im Juli 1991 gemessen.Während des Orkans Lothar am 26. Dezember 1999 wurde eine Rekord-Windgeschwindigkeit von 230 km/h gemessen.Am 21. und 23. April 1999 wurde unterhalb des Gipfels im nördlichen Schneefeld des Bergs die rekordverdächtige Schneehöhe von 816 cm gemessen.Mit Schnee muss in allen Monaten gerechnet werden: So lag etwa im August 1995 ein Meter Schnee.Jährlich wird der Säntis von etwa 400 Blitzen getroffen. Vom Sommer 2010 bis etwa Juni 2011 wurden ungefähr 50 Blitzeinschläge in den Sendeturm registriert.

Geologie
Das Säntisgebirge (Alpstein) gehört zu den helvetischen Decken. Begrenzt wird das Säntismassiv im Osten durch den Grabenbruch des St. Galler Rheintals, im Norden durch die Molassebildungen des Appenzellerlandes, auf welche die Säntisdecke aufgeschoben wurde, im Süden durch die Flyschbildungen der Wildhauser Mulde, während es sich gegen Westen in den Mattstock bei Weesen fortsetzt. Die Gesteine des Säntis wurden im Mesozoikum in einem Flachmeer (Thetys) abgelagert und während der jüngeren Phase der Alpenfaltung im Tertiär nach Norden verfrachtet, wo sie auf die Molasse auffuhren und diese steil stellten (subalpine Molasse). Die Schichtreihe umfasst im Säntisgebiet nur Gesteine aus der unteren und mittleren Kreidezeit. Vom Älteren zum Jüngeren treten folgende Schichten auf: Öhrlischichten, Valanginienmergel, Betliskalk, Pygurus-Schichten, Kieselkalk, Altmann-Schichten, Drusbergschichten, Schrattenkalk, Gault und die Seewerschichten. Tektonisch lässt sich das Gebiet in drei Zonen einteilen:

  1. Säntis-Zone: Sie reicht bis zur Linie Lisengrat-Widderalp und zeigt einen starren Faltenbau. Längsbrüche im Faltenscheitel, entlang denen der südliche Faltenschenkel vorgeschoben wurde, sind häufig. In dieser Zone herrschen spröde Kalksteine vor.
  2. Rotsteinpasszone: Sie erstreckt sich als Zwischenzone vom Nordfuss des Wildhuser Schafberges bis zur Marwees. Hier zeigt sich die Wirkung der Schubkräfte am stärksten; mehrere Schuppen legten sich übereinander.
  3. Altmann-Schafberg-Zone: Nördlich wird diese Zone durch Wildhuser Schafberg, Altmann, Hundstein und Alp Sigel begrenzt. Der hohe Anteil an Mergel führte hier zu einem plastischen, weit ausladenden Faltenstil, der im Osten sogar in liegende Deckfalten übergeht.

Allgemein werden die Faltenscharen auch von zahlreichen Querbrücken zerhackt. Der mächtigste und eindrücklichste ist der Sax-Schwendi-Bruch, der das Massiv entlang einer Linie Saxerlücke – Bollenwees – Stifel – Bogartenlücke – Hüttentobel in einen westlichen und einen östlichen Teil trennt. Die Formung der heutigen Oberfläche durch Verwitterung und Erosion fand verzögert statt, da das Gebirge noch während langer Zeit durch eine Hülle von Flyschgesteinen geschützt war. Die Wechsellagerung harter (kompetenter) Kalke und weicher (inkompetenter) Mergel zeigt sich heute in der Stufung der Hänge. Zudem spielt die Karstverwitterung eine wichtige Rolle. Während der letzten Eiszeit (Würm) war das Gebiet zuzeiten stark vergletschert. Der Eisstrom des Rheingletschers reichte bis auf ca. 1400 m.ü.M. Zudem existierten zahlreiche Lokalgletscher.

Geschichte
Der Name Säntis ist seit dem 9. Jahrhundert schriftlich bezeugt. Abgeleitet ist er vom früh-rätoromanischen Eigennamen Sambatinus (der am Samstag Geborene), womit zunächst wohl eine am Berghang gelegene Alp bezeichnet wurde. Später wurde der Name auf den Gipfel übertragen und zu Semptis oder Sämptis eingedeutscht. Der Säntis war in der Helvetischen Republik (1798 bis 1803) Namensgeber des Kantons Säntis. Der Säntis gehört zu den schon früh bestiegenen Felsbergen, unter anderem zur Jagd. Der Benediktiner-Pater Desiderius Wetter (1702-1751) berichtet in seiner Chronik, dass am 14. Dezember 1680 zwei Geistliche und ein Naturforscher aus Zürich mit einem Führer aus Innerrhoden auf den Säntis stiegen um einen Kometen mit Schweif möglichst auf grosser Höhe besichtigen zu können.

Touristische Erschliessung
1802 errichteten Bergfreunde auf dem Gipfel einen Steinmann (Kupferstich von Johann Baptist Isenring und Zeichnung des deutschen Romantikers Albert Weiler). 1842 wurde die erste Schutzhütte – eine Bretterbude mit Ausschank – nahe dem Säntisgipfel auf der windgeschützten Ostseite errichtet. Diese wurde bereits 1846 durch ein solides Gasthaus ersetzt. Um 1850 verpflegten sich dort bei schönem Wetter bereits bis zu hundert Gäste, darunter auch Richard Wagner. Ab 1882 bis zur Fertigstellung der Wetterwarte 1887 diente das Gasthaus auch dem Wetterwart als Unterkunft. Um 1900 erreichten bereits bis zu tausend Gäste pro Tag den Gipfel. Der Berg ist gut erschlossen: Sein Gipfel ist seit 1935 per Luftseilbahn von der Schwägalp, durch Wanderwege von dort, von Wasserauen, Wildhaus, Unterwasser oder über andere Routen erreichbar.

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