Monthly Archives: Februar 2012

Polarlichter über England

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Sonnensturm noch unterm Maximum – Polarlichter sogar über England
Ein gewaltiger Sonnensturm ist mit einer unglaublichen Geschwindigkeit durchs All gerast und auf die Erde getroffen. Die Gaswolke geladener Teilchen hat das Gewicht eines Berges in deutschen Mittelgebirgen. Einige Flüge müssen umgeleitet werden. Der gewaltige Sonnensturm vom Dienstag den 31.01.2012 hat wohl keine Schäden verursacht. Auffälligste Auswirkung seien bunte Polarlichter über dem Norden Europas gewesen, sagte der Leiter des Bereiches Weltraumwetter der Europäischen Raumfahrtbehörde, Juha-Pekka Luntama. „Die Stürme vom Dienstag waren ein klares Zeichen, dass die Sonne aktiver wird.“ Noch seien sie aber längst nicht so stark wie vor etwa zehn Jahren. Luntama rechnet für Mitte 2013 mit einem Maximum der Sonnenaktivität – aus ihren Aussenschichten werden dann besonders oft grosse Gaswolken ins All geschleudert. Die Aktivität schwankt im Rhythmus von etwa elf Jahren und nimmt seit 2010 wieder zu. In den nächsten eineinhalb Jahren werde es deshalb mehrere Sonnenstürme geben, die immer stärker würden. Wie viele es sein werden, könne nicht vorhergesagt werden.

Polarlichter über England
Hohe Sonnenaktivität am Wochenende habe zu zwei Stürmen geführt. „Der erste, der Protonensturm, war stark und dauerte recht lange an“, sagte Luntama. Satelliten seien nach ersten Erkenntnissen aber nicht gestört worden. Am Dienstagabend sei ein geomagnetischer Sturm gefolgt. Dieser habe Polarlichter verursacht, die sogar über ungewöhnlich südlichen Regionen wie England zu sehen waren. Das deute darauf hin, dass der Sturm Auswirkungen auf das Magnetfeld der Erde gehabt habe, erklärte Luntama. Normalerweise sind die Nordlichter wegen des gebogenen Magnetfeldes nur in der Nähe der Pole, also zum Beispiel über Schweden und Norwegen, zu sehen.

Flüge wurden umgeleitet
Die US-Fluggesellschaft Delta Airlines hatte wegen des Sonnensturms vorsorglich sechs ursprünglich am Nordpol vorbeiführende Flüge umgeleitet, wie der amerikanische Sender Fox News auf seiner Internetseite meldete. Der Sonnensturm war nach Berechnungen der US-Wetterbehörde NOAA der stärkste seit 2003. Die Teilchen hätten zusammen in etwa die Masse eines grossen Berges in deutschen Mittelgebirgen, hatte Werner Curdt vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau (Niedersachsen) erklärt. Da der Sturm die Erde nun passiert habe, solle es auch keine Probleme mehr geben. „Das müsste durch sein.“

Manipulation – Hirnforschung

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Manipulation durch Hirnforschung
Gedankenkontrolle birgt Gefahr – Britische Forscher warnen vor möglichen Gefahren durch die Hirnforschung. Einerseits liessen sich damit vielleicht einmal Gedanken manipulieren, andererseits könnten dadurch neue Waffengattungen entstehen. Für Laien klingt es nach Science Fiction, aber nach Ansicht von Forschern wächst die Gefahr der Gedankenkontrolle. Vor allem mit Blick auf Militärtechnik hat eine Gruppe von Forschern nun zu mehr Umsicht im Umgang mit den Erkenntnissen gewarnt. Sowohl Regierungen und die internationale Gemeinschaft als auch die Wissenschaft selbst müssten sicherstellen, dass aus den an sich guten Ergebnissen keine Nachteile und Gefahren entstehen, hiess es von der Royal Society in London. „Neurowissenschaft hat das Potenzial, der Gesellschaft grossen Nutzen zu bringen“, sagte Professor Rod Flower, der die Arbeitsgruppe der Royal Society zu dem Thema leitet. So komme die Wissenschaft Heilungsmethoden für Krankheiten wie Parkinson, Epilepsie oder Sucht täglich näher. Die Tatsache, dass man das menschliche Hirn immer besser verstehe, berge aber auch zahlreiche Risiken. Der Bericht ist Teil einer Serie und konzentriert sich vor allem auf eine mögliche militärische Nutzung. „In nicht zu ferner Zukunft“ etwa könnte es möglich sein, dass Drohnen oder andere Waffensysteme, die ohne Pilot funktionieren, durch menschliche Gedanken gelenkt werden, heisst es.

Verwendung bei Militäreinsätzen
Durch Beeinflussung des Gehirns habe man es bereits geschafft, dass beispielsweise gelähmte Patienten mit Hilfe ihrer Gedanken Prothesen von Armen oder Beinen bewegen oder Computer nutzen könnten. Ähnliche Technik könnte auch bei Militäreinsätzen verwendet werden. Chemische Waffen könnten darauf ausgerichtet werden, dass sie Menschen nicht töten, sondern das Hirn kurzzeitig lahmlegen – die Spätfolgen davon allerdings seien unklar. Es gebe bereits Experimente, solche Chemikalien bei Massenunruhen oder bei der Jagd nach Kriminellen einzusetzen. Solche Entwicklungen zögen Unmengen an ethischen Fragen nach sich, erklärte Flower. In vielen Fällen seien diese noch nicht durch internationales Recht geregelt. Regierungen müssten die Forschung transparent halten. Wissenschaftler sollten sich stets im Klaren sein, dass ihre Forschung sowohl zur Heilung als auch zum Schaden eingesetzt werden könnte.

Birma – Visum per Internet

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Birma vereinfacht Besuche – Visum per Internet
Das ehemals abgeschottete Birma will in Kürze ein elektronisches Visa-Anmeldeverfahren einführen. Besuche in dem Land sollen dann einfacher werden. Geplant sei, das Internet-Verfahren im März in Betrieb zu nehmen, sagte Tourismusminister Tint San der Myanmar Times. Die Besucherzahlen dürften damit 2012 einen weiteren Sprung machen: Bisher wurde Myanmar jährlich von rund 800 000 Menschen besucht. Die meisten Besucher sind Thailänder, gefolgt von Chinesen. Aus Deutschland kamen zuletzt knapp 11 000 Touristen. Birma wurde bis März 2011 jahrzehntelang vom Militär regiert. Seitdem ist eine zivile Regierung von Gnaden der Armee im Amt. Sie hat aber eine nach Einschätzung westlicher Regierungen vielversprechende Wandlung eingeleitet. Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die jahrelang unter Hausarrest stand, arbeitet mit der Regierung zusammen. Sie hatte vor Jahren zu einem Boykott des Landes aufgerufen, der viele Reisende von einem Urlaub in Birma abhielt. Diese Empfehlung hatte sie im vergangenen Jahr zurückgezogen.

Coca-Cola boomt in China

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Erfrischende Schwellenländer – Coca-Cola boomt in China
In Europa und Nordamerika ist der Erfrischungsgetränkemarkt gesättigt. Coca-Cola bekommt das zu spüren: Das Wachstum erzielt der Konzern in den Schwellenländern. Den grössten Durst hat dabei China. Im Reich der Mitte ist die dunkle Brause der Renner.

Die grosse Nachfrage nach Erfrischungsgetränken aus Schwellenländern hat Coca-Cola steigende Umsatz- und Absatzzahlen beschert. Die Erlöse stiegen im 4. Quartal um 5 Prozent auf 11,04 Mrd. Dollar, teilte der Pepsi-Rivale mit. Das Unternehmen habe bei etlichen Getränkesorten Marktanteile hinzugewonnen. Der Absatz stieg weltweit um 3 Prozent. Insbesondere in Schwellenländern brachte Coca-Cola mehr Erfrischungsgetränke an den Kunden, allein in China 10 Prozent mehr. In Europa und Nordamerika erzielte der Konzern dagegen nur ein Plus von 1 Prozent. Auf dem Kontinent setzte dem Unternehmen die Schuldenkrise zu. Auf seinem Heimatmarkt bekam der Konzern zu spüren, dass die Amerikaner dank eines erwachenden Gesundheitsbewusstseins weniger auf gezuckerte Getränke zurückgreifen.

Der Überschuss brach im 4. Quartal auf 1,65 Mrd. Dollar von 5,77 Mrd. Dollar ein. Allerdings war der hohe Gewinn im Vorjahreszeitraum vor allem auf die Übernahme der nordamerikanischen Abfüllwerke zurückzuführen. Ohne Sonderposten verbuchte Coca-Cola ein Ergebnis von 79 Cent je Aktie und übertraf damit die durchschnittlichen Analystenerwartungen von 77 Cent. Zudem legte der Konzern ein neues Sparprogramm auf. Bis Ende 2015 will Coca-Cola die Kosten um 550 Mio. bis 650 Mio. Dollar senken.