Daily Archives: 4. Januar 2012

Kopi Luwak – Katzenkaffee

Kopi Luwak – Der Katzenkaffee
Kopi Luwak und Coffee Alamid sind Bezeichnungen für eine spezielle Kaffeesorte, salopp „Katzenkaffee“ genannt. Weitere Varianten findet man in Osttimor (kopi laku) sowie in Vietnam.

Allgemein
Der Markenname Kopi Luwak stammt aus Indonesien von den Inseln Sumatra, Java und Sulawesi. Auf den Philippinen, in den Bergen von Südmindanao geerntet, wird er unter Coffee Alamid / Philippine Civet Coffee vertrieben; eine Mischung aus Arabica-, Liberica- und Excelsa-Bohnen. Es werden damit ausschliesslich die Kaffeebohnen bezeichnet (genau genommen die Kaffeekirschen), die von einer bestimmten Schleichkatzenart gefressen und wieder ausgeschieden werden. „Kopi“ ist das indonesische Wort für Kaffee. „Musang luwak“ (örtlich „Musang pandan“) ist die indonesische Bezeichnung für den beteiligten wilden Fleckenmusang (Paradoxurus hermaphroditus, mit der Unterart P. hermaphroditus philippinensis in Südmindanao), aus der Gattung der Musangs stammend. In Vietnam heisst die Schleichkatze cầy hương auch chồn hương. Sie ist für seine Entstehung unerlässlich. Echter Kopi Luwak ist auch in Indonesien und auf Mindanao nicht einfach zu bekommen. Die echten Bohnen kann nur ein Spezialist unter dem Mikroskop oder mit dem Aromaprofil einer gaschromatografischen Analyse erkennen. Die Qualität dieses Kaffees ist nicht gleichbleibend, sondern hängt von der Art der gefressenen Kaffeebohne ab, sowie von der Zeit, die sie auf dem Waldboden gelegen hat und vom Niederschlag. Ebenso beeinflusst die Trocknung die Qualität erheblich. In den Ländern selber gilt er nicht so sehr als Spezialität.

Entstehung
Der wieselähnliche Baumbewohner ist vorwiegend nachtaktiv. Neben den Früchten der Kaffeepflanze ernährt er sich von anderen Früchten, gelegentlich von Kleinstsäugern und -reptilien, Eiern, frisch geschlüpften Küken und Insekten. Von den Kaffeefrüchten kann er aber nur das Fruchtfleisch verdauen, die Bohnen werden wieder ausgeschieden. Das Exkret wird von den Einheimischen eingesammelt. Dabei hilft dem Kundigen, dass die Schleichkatzen immer wieder an der gleichen Stelle ihr „Katzenklo“ aufsuchen. Die Bohnen werden gewaschen und leicht geröstet. Im Darm dieses Tieres sind die Kaffeekirschen einer Nassfermentation durch Enzyme ausgesetzt, welche die Geschmackseigenschaften ändert: es entsteht ein dunkles und volles, aber auch etwas „muffiges“ Aroma; der britische Schauspieler John Cleese beschreibt den Geschmack als „erdig, modrig, mild, sirupgleich, gehaltvoll und mit Untertönen von Dschungel und Schokolade“. Eine Untersuchung des kanadischen Lebensmittelchemikers Massimo Marcone von der University of Guelph in der Provinz Ontario zeigte winzige „Krater“ auf der Oberfläche der Kopi-Luwak-Bohnen, die bei herkömmlichen Kaffeebohnen fehlen. Er vermutet darin Spuren, die von den Verdauungssekreten der Schleichkatzen herrühren. Ausserdem waren die in den Kaffeebohnen gespeicherten Proteine durch Verdauungsenzyme zum Teil ganz abgebaut, zum Teil in kleinere Moleküle gespalten, die dann beim Rösten der Bohnen Aroma und Geschmack mitbestimmen. Diese Fermentierung der Rohkaffeebohnen ist von der nassen Aufbereitung („washing“) mit Milchsäurebakterien bereits bekannt. Im Unterschied zu trocken aufbereiteten Kaffees zeigen nass aufbereitete weniger Säure und nach der Röstung mehr Aldehyde (2-/3-Methylbutanal, Acetaldehyd) im Aroma. Marcone vergleicht Kopi Luwak deshalb mit Sorten wie Jamaican Blue Mountain oder Peaberry aus Tansania. Jedoch auch von der äthiopischen Zibetkatze verdaute Kaffeebohnen weisen ähnliche Charakteristiken wie Kopi Luwak aus, und Marcone fand auch den Geschmack sehr ähnlich.

Weltweit erste hybride Haie

Weltweit erste hybride Haie vor australischer Küste entdeckt
Wissenschaftler haben vor der australischen Küste die weltweit ersten hybriden Haie entdeckt – nach ihren Angaben ein möglicher Hinweis darauf, dass die Raubtiere einen Weg gefunden haben, ihren Lebensraum zu vergrössern. Die Paarung des örtlichen australischen Schwarzspitzenhais mit dem in anderen Teilen der Welt anzutreffenden Schwarzspitzenhai habe Auswirkungen auf die gesamte Welt der Haie, sagte Jess Morgan von der Universität Queensland. „Das ist Evolution in Aktion“, sagte der Forscher der Nachrichtenagentur AFP. Gemäss einer im Fachmagazin „Conservation Genetics“ publizierten Studie sind die hybriden Haie relativ robust und in der Lage sich zu fortzupflanzen. Der australische Schwarzspitzenhai ist kleiner als sein gleichnamiger Verwandter und nur in tropischen Gewässern überlebensfähig. Seine hybriden Nachkommen wurden dagegen 2000 Kilometer weiter südlich in wesentlich kälteren Gewässern angetroffen – eine Form, ihren natürlichen Lebensraum auszuweiten. Sollten sich die Hybriden im Vergleich zu ihren Eltern als stärker erweisen, könnten sie sich laut Simpfendorfer nach und nach durchsetzen. Schon jetzt machten sie an einigen Stellen vor der australischen Küste bis zu ein Fünftel der Schwarzspitzenhai-Population aus – und die Tiere schienen völlig gesund zu sein, sagte Morgan. Bislang gebe es aber keine Anzeichen, dass die herkömmlichen Schwarzspitzenhai-Populationen unter den Hybriden litten. Unter anderem gehen die Forscher nun der These nach, dass die Fischerei die Tiere zwang, sich andere Lebensräume zu suchen. Auch wollen sie anhand einer genetischen Untersuchung der Fische der Frage nachgehen, ob das Phänomen tatsächlich neu ist oder ob es lediglich erst jetzt entdeckt wurde.

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